Liste Peter Pilz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Liste Peter Pilz
Logo der Liste Peter Pilz
Parteivorsitzender Peter Pilz
Peter Pilz
Stellvertretende Vorsitzende Maria Stern
Gründung 26. Juli 2017
Gründungsort Wien
Nationalratsmandate
4/183
Bundesratsmandate
0/61
Sitze in Landtagen
0/440
Mitgliederzahl 4
Mandate im Europäischen Parlament
0/18
Farbe Transparent, Weiß (zur Darstellung in Grafiken, Umfragen, …)
Website www.listepilz.at

Die Liste Peter Pilz (Kurzbezeichnung PILZ)[1] ist eine vom ehemaligen Grünen-Abgeordneten Peter Pilz gegründete Wahlpartei, die bei der Wahl zum Österreichischen Nationalrat im Oktober 2017 antreten wird. Eine zugehörige politische Partei gleichen Namens wurde Ende Juli 2017 gegründet.[2]

Pilz trat aus dem grünen Parlamentsklub aus, nachdem er beim Bundeskongress der Partei in einer Kampfabstimmung um den von ihm gewünschten vierten Listenplatz für die Nationalratswahl gescheitert war und er eine weitere Kandidatur für den sechsten Listenplatz abgelehnt hatte. Im Anschluss erfolgte die Gründung der Liste.

Ein eigenes Parteiprogramm sei nicht geplant, vielmehr repräsentieren die auf der Liste antretenden Kandidaten als „Personen die Programme“.[3]

Als erste Kandidaten seiner Liste präsentierte Pilz die Musikerin und Aktivistin Maria Stern, den Juristen und Verbraucherschützer Peter Kolba, den früheren SPÖ-Politiker und Tierschützer Sebastian Bohrn Mena, die Unternehmerin Stephanie Cox und den Juristen Alfred J. Noll.[3][4] Am 28. Juli 2017 wurde der Wechsel der beiden grünen Abgeordneten Wolfgang Zinggl und Bruno Rossmann sowie der SPÖ-Abgeordneten Daniela Holzinger-Vogtenhuber zur Liste Pilz bekanntgegeben. Die drei haben mit ihrer Unterschrift die Kandidatur der Liste bei der Nationalratswahl ermöglicht.[5] Am 4. August 2017 wurden mit Renée Schroeder und Hannes Werthner zwei weitere Kandidaten auf der Liste Pilz präsentiert, die sich im Bereich der Wissenschaftspolitik engagieren wollen.[6] Am 18. August 2017 wurden mit der Pflegeassistentin Teresa Roscher für den Pflegebereich und der Rechtsanwältin Alma Zadic für den Bereich Integration zwei weitere Kandidatinnen vorgestellt. Bis zu diesem Datum wurden 200.000 Euro gesammelt, davon 98.000 Euro von Alfred J. Noll und 20.000 von Renée Schroeder. Die restlichen 82.000 Euro stammten von Kleinspendern.[7]

Am 26. Juli 2017 wurden die Statuten der zugehörigen politischen Partei beim Bundesministerium für Inneres hinterlegt.[8][9] Die politische Partei hat einschließlich Peter Pilz vier Mitglieder. Weitere Aufnahmen sind ebenso wie über formale Vorstandssitzungen hinausgehende Aktivitäten nicht geplant, laut Aussage von Peter Pilz wird es „in der Praxis keine Parteigründung geben“. Ein Beweggrund für die Gründung der politischen Partei war, dass eine reine Wahlpartei keine Parteiförderung beziehen kann, die man für die Einrichtung einer Plattform zur Bürgerbeteiligung benötige.[2] Gleichzeitig forderte Pilz eine Reduktion der österreichischen Parteienförderung.[10] Den Wahlkampf möchte Pilz mittels Crowdfunding finanzieren.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bundesministerium für Inneres: Nationalratswahl 2017. Die kandidierenden Parteien. Abgerufen am 19. September 2017.
  2. a b Peter Pilz sagt, seine Partei wird „nie zum Leben erweckt“. In: derStandard.at. 1. August 2017, abgerufen am 1. August 2017.
  3. a b Bunt zusammengewürfeltes Quintett. In: ORF.at. 25. Juli 2017, abgerufen am 4. August 2017.
  4. „Liste Pilz“: Feldversuch mit Einzelkämpfern. In: DiePresse.com. 25. Juli 2017, abgerufen am 4. August 2017.
  5. Zinggl, Rossmann und Holzinger wechseln zu Liste Pilz. In: derStandard.at. 28. Juli 2017, abgerufen am 4. August 2017.
  6. Peter Pilz holt prominente Kandidaten aus der Wissenschaft. In: Kurier.at. 4. August 2017, abgerufen am 4. August 2017.
  7. Großspende von Anwalt Noll für Liste Pilz. In: Kurier.at. 18. August 2017, abgerufen am 19. August 2017.
  8. Bundesministerium für Inneres: Parteienverzeichnis gemäß § 1 Abs. 4 PartG. (PDF; 1,2 MB), Stand vom 31. Juli 2017, abgerufen am 31. Juli 2017.
  9. Liste Pilz als Partei angemeldet. In: derStandard.at. 31. Juli 2017, abgerufen am 31. Juli 2017.
  10. Pilz legt los: „142 Millionen Euro für Parteien? Hälfte reicht“. In: krone.at. 1. August 2017, abgerufen am 4. August 2017.