Luncavița (Caraș-Severin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Luncavița
Lungawitza
Nagylankás
Wappen von Luncavița (Caraș-Severin)
Luncavița (Caraș-Severin) (Rumänien)
(45° 5′ 34″ N, 22° 16′ 4″O)
Basisdaten
Staat: RumänienRumänien Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 45° 6′ N, 22° 16′ OKoordinaten: 45° 5′ 34″ N, 22° 16′ 4″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 51,59 km²
Einwohner: 2.546 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 327250
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2020[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Luncavița, Verendin
Bürgermeister: Nicolae-Ion Veselescu (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 43
loc. Luncavița, jud. Caraș-Severin, RO–327250
Website:
Lage der Gemeinde Luncavița im Kreis Caraș-Severin
Luncavița auf der Josephinischen Landaufnahme

Luncavița (deutsch Lungawitza, ungarisch Nagylankás) ist eine Gemeinde im Kreis Caraș-Severin in der Region Banat in Rumänien. Zur Gemeinde Luncavița gehört auch das Dorf Verendin.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luncavița liegt im Süden des Semenic-Gebirges, in 80 km Entfernung von Reșița, 40 km von Caransebeș und 25 km von Băile Herculane.[3]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalpark Semenic-Cheile Carașului Teregova Rusca
Verendin Nachbargemeinden Domașnea
Pârvova Mahadica Cornea

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Ortschaft hat sich im Laufe der Zeit mehrmals geändert: aus Lunca in Luncava und dann in Luncavița, während der ungarischen Zeit erst Kyslukavicza und dann Nagylankás. Der Name kommt aus dem Slawonischen Lunca.

Eine erste schriftliche Erwähnung von Lunkawicza finden wir bei Frigyes Pesty, in seinem Buch „Die Geschichte des Severiner Banats“ (Istoria Banatului de Severin) aus dem Jahr 1478.

1539 war Mihaly Tornyey Grundbesitzer des Guts. Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 ist der Ort Lungawitza eingetragen. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718) war die Ortschaft Teil der Habsburger Krondomäne Temescher Banat. Während der Banater Militärgrenze gehörte die Ortschaft zur Companie Teregova.

Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Nagylankás.[4]

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Luncavița an das Königreich Rumänien fiel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[5] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 2777 2771 - 6 -
1910 3337 3279 2 11 45
1930 3558 3419 - - 139
1977 3471 3468 1 1 1
2002 2944 2891 1 - 52

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Luncavița – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB).
  2. Angaben bei prezenta.roaep.ro, abgerufen am 6. März 2021 (rumänisch).
  3. ghidulprimariilor.ro, Bürgeramt Luncavița.
  4. luncavita.com, Monographie Luncavița.
  5. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880–2002.