Mönchweiler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mönchweiler
Mönchweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mönchweiler hervorgehoben

Koordinaten: 48° 6′ N, 8° 25′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-Kreis
Höhe: 757 m ü. NHN
Fläche: 9,6 km2
Einwohner: 3000 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 313 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 78087, 78112
Vorwahl: 07721
Kfz-Kennzeichen: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 037
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hindenburgstraße 42
78087 Mönchweiler
Website: moenchweiler.de
Bürgermeister: Rudolf Fluck
Lage der Gemeinde Mönchweiler im Schwarzwald-Baar-Kreis
SchweizLandkreis Breisgau-HochschwarzwaldLandkreis EmmendingenLandkreis KonstanzLandkreis TuttlingenLandkreis WaldshutOrtenaukreisLandkreis RottweilBad DürrheimBlumbergBräunlingenBräunlingenBrigachtalDauchingenDonaueschingenFurtwangen im SchwarzwaldGütenbachHüfingenHüfingenKönigsfeld im SchwarzwaldMönchweilerNiedereschachSt. Georgen im SchwarzwaldSchönwald im SchwarzwaldSchonach im SchwarzwaldTuningenTriberg im SchwarzwaldUnterkirnachUnterkirnachUnterkirnachVillingen-SchwenningenVillingen-SchwenningenVillingen-SchwenningenVöhrenbachKarte
Über dieses Bild

Mönchweiler ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mönchweiler liegt in 732 bis 825 Meter Höhe am Ostrand des mittleren Schwarzwalds auf einer Hochfläche im Übergang zur Baar, etwa 2 km von der Kreisstadt Villingen-Schwenningen entfernt. Charakteristisch ist die Mischung aus Wald- und Wiesenflächen rund um Mönchweiler. Zum Gemeindegebiet gehört der zwischen Mönchweiler und Obereschach gelegene Wolfsteich. In Richtung Villingen befindet sich der Mönchsee.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Königsfeld im Schwarzwald, im Osten und Süden an Villingen-Schwenningen und im Westen an St. Georgen im Schwarzwald und Unterkirnach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Mönchweiler gehören das Dorf Mönchweiler und der Zinken Schoren.[3] Dieser ist eine kleine Besonderheit in Sachen Gemeindegliederung. Geographisch und verwaltungstechnisch gehört er zur Gemeinde Mönchweiler, die Telefonvorwahl haben die dortigen Haushalte von der Gemeinde Königsfeld (07725) und die Postleitzahl ist die der Stadt St. Georgen (78112). Der St. Georgener Teilort Peterzell schließt direkt an den Zinken an.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mönchweiler wurde im Jahre 1258 als Mvnechewilar[5] erstmals urkundlich erwähnt und befand sich weitgehend im Besitz des Klosters St. Georgen. 1536 wurde das Dorf württembergisch und evangelisch. Der Ort teilte im Dreißigjährigen Krieg und den Koalitionskriegen weitgehend das Schicksal der nahe gelegenen Stadt Villingen.[6]

Mönchweiler kam 1810 zum Großherzogtum Baden. Seitdem gehörte das Dorf zum badischen Amtsbezirk Villingen, ab 1939 zum Landkreis Villingen.

„Nach dem Entstehen des Landes Baden-Württemberg 1951 kam es schon wenige Jahre danach zu einer bis heute nicht ganz unumstrittenen Gebiets- und Verwaltungsreform. Mit der Bildung des Schwarzwald-Baar-Kreises am 1. Januar 1973 wurde Mönchweiler hier kreisangehörig“.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vergangenen Wahlen zum Gemeinderat führten in Mönchweiler zu folgenden Ergebnissen:

Wahl am 26. Mai 2019[8] Vorige Wahlen
Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Ergebnis 2014 Ergebnis 2009 Ergebnis 2004
CDU/Freie Wähler 42,0 % 5 56,6 % – 7 Sitze 43,2 % – 5 Sitze 41,8 % – 5 Sitze
UB 44,1 % 5 33,7 % – 4 Sitze 39,2 % – 5 Sitze 35,8 % – 4 Sitze
SPD 14,0 % 2 9,7 % – 1 Sitz 17,6 % – 2 Sitze 22,3 % – 3 Sitze
Wahlbeteiligung 62,1 % 54,6 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 wurde Friedrich Scherer (1958–2020, SPD)[9] zum neuen Bürgermeister gewählt und 2008 im Amt bestätigt. 2016 trat er nicht mehr an. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Bürgermeister von Irndorf Rudolf Fluck (* 1963, CDU) im zweiten Wahlgang mit 52,1 % der Wählerstimmen gewählt.[10] Damit erhielt er nur 69 Stimmen mehr als sein Mitbewerber Dirk Hausmann.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Villingen-Schwenningen an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die offizielle Blasonierung des Wappens: Unter goldenem Schildhaupt, darin eine blaue Hirschstange, in Silber ein wachsender Mönchsrumpf in schwarzem Habit.

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mönchweiler pflegt seit dem Jahr 1983 partnerschaftliche Beziehungen zu der südfranzösischen Kleinstadt Chabeuil, die im Département Drôme nahe der Rhône bei Valence im Voralpenland gelegen ist. Immer wieder besuchen sich Vertreter der Gemeinden, Vereine und Bürgern gegenseitig zu Jubiläen der Gemeinden und der Partnerschaft.[11]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mönchweiler liegt am Ostweg, einem Fernwanderweg, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Ebenso hat Mönchweiler eine in der Region einzigartige Kunst zu bieten. Im Ort verteilt, stehen fünf lebensgroße Bronzefiguren, die allesamt durch Spenden von Bürgern und Unternehmen finanziert und von Martin Kirstein hergestellt wurden. Ein Beispiel dafür ist der Mönch, der zwischen der Antoniuskirche und dem Gemeindehaus Arche gegenüber dem Rathaus sitzt. Vielfältige Kunst von Profis, wie auch von Hobbykünstlern, wird auch durch Kunstausstellungen im Rathaus und im Dorf präsentiert. Auch die Neugestaltung der für Mönchweiler typischen Mönchsfigur, welche früher einheitlich dunkelblau war, nun aber in bunten Formen erscheint, trägt zum Gesamterscheinungsbild als Kommune der Kunst bei.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt rund 190 Unternehmen (Gewerbetreibende und Handwerksunternehmen) bieten in Mönchweiler über 1100 Arbeitsplätze.[13] Darunter befinden sich Hersteller wie Wiha,[14] Weißer+Grießhaber[15] und der Entsorgungsfachbetrieb Hezel,[16] aber auch kleinere Unternehmen und Selbstständige.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Bundesstraße 33 (WillstättRavensburg) und die Bundesstraße 27 (Blankenburg im Harz - Lottstetten) ist Mönchweiler mit dem überregionalen Straßennetz und der Bundesautobahn 81 verknüpft. Den ÖPNV betreibt der Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar.[17]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mönchweiler hat eine Grundschule und eine Gemeinschaftsschule, in deren Gebäude sich auch die örtliche Bücherei befindet. Außerdem hat Mönchweiler ein Kinderhaus, das von der Gemeinde betrieben wird und im Jahr 2016 den Gemeindekindergarten "Villa Kunterbunt", die Außenstelle "Takka Tukka Land", sowie den Evangelischen Kindergarten ablöste.[18]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Viktor Renner (1899–1969), Jurist und Politiker (SPD), Landesminister in Baden-Württemberg
  • Günther Fleig (* 1949), Personalvorstand der Daimler AG 1999–2009

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter-Eberhard Maier: Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Mönchweiler, 1977.
  • Dieter-Eberhard Maier: 40 Jahre Schule Mönchweiler, 1945–1985, 1985.
  • Dieter-Eberhard Maier: Spuren der Vergangenheit und Gegenwart – Mönchweiler früher und heute, 1994.
  • Dieter-Eberhard Maier: Die St. Antoniuskirche Mönchweiler, 2000.
  • Dieter-Eberhard Maier: 150 Jahre ev. Kindergarten Mönchweiler, 2004.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mönchweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2019 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Mönchsee Villingen. Abgerufen am 28. April 2020.
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 600–601
  4. Café Schoren. Abgerufen am 30. Juni 2020.
  5. Geschichte. Abgerufen am 28. April 2020 (deutsch).
  6. Mönchweiler. Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis. Abgerufen am 27. April 2020.
  7. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 28. September 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moenchweiler.de gemeinde.mönchweiler Ortsgeschichte
  8. Ergebnis Gemeinderatswahl 2019 Mönchweiler
  9. Monika Hettich-Marull, Alt-Bürgermeister Friedrich Scheerer stirbt überraschend, schwarzwaelder-bote.de, 24. Juli 2020; https://www.wen-waehlen.de/btw09/kandidaten/friedrich-scheerer_11423.html
  10. http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/moenchweiler/Friedrich-Scheerer-gibt-das-Zepter-nach-16-Jahren-weiter;art372526,8729627 ; https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/moenchweiler/Rudolf-Fluck;art372526,8530499
  11. Partnergemeinde. Abgerufen am 28. April 2020 (deutsch).
  12. Kunstrundgang. Abgerufen am 28. April 2020 (deutsch).
  13. laut moenchweiler.de (Memento des Originals vom 4. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moenchweiler.de, gesichtet 18. August 2013
  14. Wiha Werkzeuge GmbH: Wiha weltweit. Abgerufen am 28. April 2020.
  15. Directions - Weisser + Griesshaber. Abgerufen am 28. April 2020.
  16. Entsorgungsfachbetrieb HEZEL - Kontakt. Abgerufen am 28. April 2020.
  17. Infrastruktur & Mobilität. Abgerufen am 28. April 2020 (deutsch).
  18. Bildung & Erziehung. Abgerufen am 28. April 2020 (deutsch).