1258

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Staatsoberhäupter · Nekrolog

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1258
Krönung Manfreds von Sizilien
Manfred wird zum König von Sizilien gekrönt.
Die Eroberung Bagdads
Die Mongolen erobern Bagdad.
1258 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 706/707 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1250/51
Buddhistische Zeitrechnung 1801/02 (südlicher Buddhismus); 1800/01 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 65. (66.) Zyklus

Jahr des Erde-Pferdes 戊午 (am Beginn des Jahres Feuer-Schlange 丁巳)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 620/621 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 636/637
Islamischer Kalender 655/656/657 (Jahreswechsel 7./8. Jänner // 28./29. Dezember)
Jüdischer Kalender 5018/19 (30./31. August)
Koptischer Kalender 974/75
Malayalam-Kalender 433/434
Seleukidische Ära Babylon: 1568/69 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1569/70 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1296
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1314/15 (Jahreswechsel April)

Zentrales weltpolitisches Ereignis des Jahres 1258 ist die Eroberung von Bagdad durch das Mongolische Reich unter der Ägide von Möngke Khan. Das mongolische Heer wird dabei von Khan Hülegü geführt, der auch für die anschließenden Zerstörungen in der Stadt verantwortlich gemacht wird. Das Ereignis, das das Ende der Abbasidendynastie in Bagdad bedeutet, ist ein schwerer Schlag für den Islam, die Stadt selbst bleibt auf Jahre entvölkert.

Ereignisse[Bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten]

Asien[Bearbeiten]

Belagerung Bagdads 1258, im Vordergrund Belagerungsmaschine
  • 22. Januar: Die Hauptarmee der Mongolen unter Führung von Hülegü trifft während des Mongolensturms von Westen her vor Bagdad ein. Der vom Großkhan Möngke Khan persönlich beauftragte Angriff auf die Hauptstadt des islamischen Kalifatsstaates und zu diesem Zeitpunkt eine der bedeutendsten Weltmetropolen beginnt am 29. Januar.
  • 10. Februar: Den Mongolen gelingt nach weniger als drei Wochen die Eroberung von Bagdad. Im darauf folgenden Massaker werden zwischen 100.000 und einer Million Menschen getötet oder versklavt. Das Haus der Weisheit und alle anderen Bibliotheken der Stadt werden zerstört. Wenige Tage später, vermutlich am 20. Februar, wird Kalif al-Musta'sim bi-'llah, der sich geweigert hat, die Stadt zu übergeben, hingerichtet. Damit endet die Herrschaft des Kalifengeschlechts der Abbasiden in Bagdad, das auf mehrere Jahre hinaus entvölkert ist.

Nordafrika[Bearbeiten]

Britische Inseln[Bearbeiten]

Weitere Ereignisse in Europa[Bearbeiten]

Stadtrechte und urkundliche Ersterwähnungen[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

  • 1257/1258: Konrad von Würzburg verfasst die strophischen Allegorien Klage der Kunst.
  • „Beschworene Gewohnheiten“ für Steinmetze in Paris (siehe Zunft).
  • seit 1258: Niccolò Pisano, bedeutendster europäischer Bildhauer des Mittelalters, in der Toskana nachweisbar.

Religion[Bearbeiten]

Katastrophen[Bearbeiten]

  • Der Wiener Stephansdom brennt.
  • Das Jahr 1258 gilt in Europa als Jahr ohne Sommer mit Dauerregen und Missernten. Verantwortlich dafür ist vermutlich ein Vulkanausbruch zu Beginn des Jahres oder im September 1257, bei dem es sich wahrscheinlich um den Samalas im Rinjani-Vulkankomplex auf der Insel Lombok in Indonesien handelt.

Geboren[Bearbeiten]

  • 9. April: Hugo II., Graf von Blois und Dunois sowie Herr von Guise aus dem Haus Châtillon († 1307)

Gestorben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1258 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien