Madcon

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Madcon
Madcon (2010)
Madcon (2010)
Allgemeine Informationen
Herkunft Oslo (Norwegen)
Genre(s) Elektropop, Dance-Pop, Hip-Hop
Gründung 1992
Website madconlive.com
Aktuelle Besetzung
Tshawe Baqwa
Yosef Wolde-Mariam
Tshawe Baqwa (2015)
Yosef Wolde-Mariam (2015)

Madcon ist ein 1992 gegründetes norwegisches Pop-Rap-Duo. Die Band setzt sich aus Tshawe Baqwa (* 6. Januar 1980 in Saarbrücken, Deutschland[1]) und Yosef Wolde-Mariam (* 3. Juni 1978 in Norwegen) zusammen.[2]

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entdeckt wurden die beiden Musiker vom norwegischen Produzenten-Duo Stargate.[3] Der Song Beggin von ihrem Album So Dark the Con of Man, das am 3. Dezember 2007 veröffentlicht wurde, erhielt in Norwegen Platin und war 12 Wochen lang Nummer 1 der offiziellen norwegischen Charts.[4] Beggin ist eine Coverversion des 1967 von den Four Seasons vorgetragenen gleichnamigen Songs.

Madcon präsentierten den Titel Glow anlässlich des Eurovision Song Contests 2010 als „Eurovision Song Contest Flashmob Dance“ am 29. Mai 2010 während der Auswertung der abgegebenen Stimmen. Kurz darauf erreichte der Song in Deutschland Platz 1 der Verkaufscharts des Download-Portals iTunes und wurde in Deutschland mit Platin ausgezeichnet.[5] Noch im selben Jahr veröffentlichten sie ihre Single Freaky Like Me, welche ihre dritte Nummer-1-Single in Norwegen wurde. In Deutschland erreichte die Single Platz 9 und erreichte Gold-Status. Aufgenommen wurde der Track gemeinsam mit Ameerah. Im Oktober 2010 erschien letztlich ihr viertes Studioalbum Contraband. Nach den zwei Vorab-Singles wurde einen Monat später die dritte Auskopplung veröffentlicht. Sie trug den Titel Outrun the Sun und entstand in Zusammenarbeit mit Sängerin Maad*Moiselle. Diese verlieh auch der letzten Single-Auskopplung des Albums mit dem Titel Helluva the Night ihre Vocals. Neben der weltweit veröffentlichten Version mit US-Rapper Ludacris, erschien aufgrund des großen Erfolgs in Deutschland, auch eine Version mit dem Culcha Candela-Mitglied Mateo Jasik alias Itchy.

In den Jahren 2011 und 2012 erfolgten zahlreiche Studioaufnahmen. 2013 erschien somit ein Album mit dem Titel Contakt, auf dem ausschließlich Tracks in ihrer Heimatsprache Norwegisch zu finden sind. Auch die beiden Auskopplungen rückten bis in die Top-20 vor. Nur ein Jahr später veröffentlichten sie ihr sechstes Studioalbum Icon, welches den Erfolg ihres norwegischsprachigen Vorgängers toppte und sich an der Spitze der norwegischen Album-Charts platzierte. Bereits wenige Monate zuvor erschien mit dem Lied One Life die Ankündigung des Albums. Neben Madcon ist auf dem Track auch die US-amerikanische Sängerin Kelly Rowland zu hören. In Deutschland erreichte der Song Platz 6. Die zweite Single des Albums trägt den Namen The Signal und wurde im September 2013 veröffentlicht. Auch diese konnte bis in die deutschen Single-Charts vorrücken.

Bei der Casting-Show Dein Song übernahmen Madcon 2014 die Musikpatenschaft von Jasmin Himmelmann. Gemeinsam spielten sie im Finale am 4. April das Stück Feline, verloren aber gegen DJ BoBo und dessen Schützling Pier Luca Abel.[6]

Im Frühjahr 2015 erschien das Lied Don’t Worry gemeinsam mit dem Sänger und Rapper Ray Dalton, der unter anderem durch seinen Beitrag bei dem Lied Can’t Hold Us bekannt ist. Bereits vor der Veröffentlichung konnte der Track allein durch Vorbestellungen bis in die Top-100 auf iTunes vorrücken. Am 12. April 2015 fand das offizielle Release außerhalb von Norwegen, wo es bereits früher erschien, statt. In ihrer Heimat stieg das Lied auf Platz 4 ein und auch nach wenigen Stunden stand der Track auf Platz 2 der deutschen iTunes-Charts, schaffte jedoch nicht den Sprung vorbei an Wiz Khalifas See You Again.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US NO NO
2004 It’s All a Madcon
Erstveröffentlichung: 2004
2007 So Dark the Con of Man DE45
(3 Wo.)DE
CH59
(9 Wo.)CH
NO3
(19 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 3. Dezember 2007
2008 An InCONvenient Truth NO8
(6 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 2008
2010 Contraband DE77
(5 Wo.)DE
NO2
(18 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 1. November 2010
2012 Contakt NO4
(10 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 21. Juni 2012
2013 Icon DE96
(1 Wo.)DE
CH88
(1 Wo.)CH
NO1
(5 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 12. August 2013
2018 Contakt Vol. 2 NO36
(1 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 9. März 2018

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US NO NO
2009 Conquest
Erstveröffentlichung: 12. August 2009

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US NO NO
2004 Doo-Wop
It’s All a Madcon
NO11
(4 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 2004
2005 Infidelity
It’s All a Madcon
NO18
(1 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 2005
feat. Sofian
2007 Beggin’
So Dark the Con of Man
DE7
Gold
Gold

(26 Wo.)DE
AT7
(30 Wo.)AT
CH5
(59 Wo.)CH
UK5
Platin
Platin

(44 Wo.)UK
US79
(10 Wo.)US
NO1
(27 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 2007
2008 Back on the Road
So Dark the Con of Man
DE66
(5 Wo.)DE
NO6
(7 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 28. Juli 2008
feat. Paperboys
Liar
An InCONvenient Truth
DE65
(3 Wo.)DE
NO2
(14 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 2008
2010 Glow
Contraband
DE4
Platin
Platin

(60 Wo.)DE
AT14
Gold
Gold

(39 Wo.)AT
CH38
(25 Wo.)CH
UK70
(1 Wo.)UK
NO1
Zehnfachplatin
×10
Zehnfachplatin

(27 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 30. Mai 2010
Freaky Like Me
Contraband
DE9
Gold
Gold

(32 Wo.)DE
AT11
Gold
Gold

(24 Wo.)AT
CH6
(22 Wo.)CH
UK46
(3 Wo.)UK
NO1
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(19 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 20. September 2010
feat. Ameerah
Outrun the Sun
Contraband
DE27
(8 Wo.)DE
AT20
(3 Wo.)AT
NO11
(2 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 19. November 2010
feat. Maad*Moiselle
2011 Helluva Nite
Contraband
DE29
(6 Wo.)DE
NO10*
(1 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 26. September 2011
feat. Maad*Moiselle & Itchy / *Ludacris
2012 Kjører på
Contakt
NO14
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(6 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 21. Juni 2012
feat. Timbuktu
Fest på Smedstad vest
Contakt
NO12
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(5 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 17. August 2012
feat. Tina & Bettina
2013 In My Head
Icon
NO2
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(7 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 4. Februar 2013
One Life
Icon
DE6
Gold
Gold

(17 Wo.)DE
AT9
(16 Wo.)AT
CH37
(12 Wo.)CH
NO11
Doppelplatin (Streaming)
×2
Doppelplatin (Streaming)

(12 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2013
feat. Kelly Rowland
The Signal
Icon
DE54
(4 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 13. September 2013
2015 Don’t Worry DE3
Platin
Platin

(31 Wo.)DE
AT2
Gold
Gold

(23 Wo.)AT
CH8
Platin
Platin

(37 Wo.)CH
UK54
(1 Wo.)UK
NO4
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(33 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 20. Februar 2015
feat. Ray Dalton
Keep My Cool DE63
(6 Wo.)DE
AT60
(6 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2015
2017 Got a Little Drunk NO38
(1 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 5. Mai 2017

Weitere Veröffentlichungen

  • 2000: O.C (Oslo City)
  • 2000: God Forgive Me
  • 2013: Say Yeah
  • 2016: Don’t Stop Loving Me (feat. KDL)

Singles als Gastmusiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US NO NO
2002 Barcelona
No Cure for Life
NO7
Platin
Platin

(12 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 2002
Paperboys feat. Madcon
2012 Sunrise NO8
(10 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 4. Mai 2012
Alexandra Joner feat. Madcon
2016 Girls NO1
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(13 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2016
Marcus & Martinus feat. Madcon
2019 Anything NO28
(4 Wo.)NO
Erstveröffentlichung: 5. April 2019
CLMD feat. Madcon

Weitere Gastbeiträge

  • 2009: Keep Talking (Tommy Tee feat. Madcon & Alee)
  • 2011: TAG (Lazee feat. Madcon & Julimar)
  • 2012: How Far (Daco Junior feat. Madcon)
  • 2015: The Wave (Matoma feat. Madcon)
  • 2016: Limousine (Christopher feat. Madcon)
  • 2016: Cigarette (Penthox feat. Madcon & Julimar Santos)

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartauswertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DE DE AT AT CH CH UK UK US US NO NO
Nummer-eins-Alben DEDE ATAT CHCH UKUK USUS NO1NO
Top-10-Alben DEDE ATAT CHCH UKUK USUS NO5NO
Alben in den Charts DE3DE ATAT CH2CH UKUK USUS NO6NO
DE DE AT AT CH CH UK UK US US NO NO
Nummer-eins-Singles DEDE ATAT CHCH UKUK USUS NO4NO
Top-10-Singles DE5DE AT3AT CH3CH UK1UK USUS NO11NO
Singles in den Charts DE11DE AT7AT CH5CH UK4UK US1US NO18NO

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • BelgienBelgien Belgien
    • 2009: für die Single Beggin’
    • 2016: für die Single Don’t Worry
  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2016: für die Single Limousine
  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2008: für das Album So Dark the Con of Man
    • 2008: für die Single Beggin’
    • 2016: für die Single Don’t Worry

Platin-Schallplatte

  • PolenPolen Polen
    • 2016: für die Single Don’t Worry
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2015: für die Single Don’t Worry
    • 2016: für die Single Girls
  • SpanienSpanien Spanien
    • 2009: für die Single Beggin’
    • 2015: für die Single Don’t Worry

2× Platin-Schallplatte

  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2019: für die Single Don’t Worry

3× Platin-Schallplatte

  • ItalienItalien Italien
    • 2016: für die Single Don’t Worry

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Belgien (BEA) Belgien (BEA) Gold record icon.svg 2× Gold2 0! P 30.000 ultratop.be
Dänemark (IFPI) Dänemark (IFPI) Gold record icon.svg Gold1 Platinum record icon.svg 2× Platin2 210.000 ifpi.dk
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI) Gold record icon.svg 3× Gold3 Platinum record icon.svg 2× Platin2 1.150.000 musikindustrie.de
Frankreich (SNEP) Frankreich (SNEP) Gold record icon.svg 3× Gold3 0! P 550.000 snepmusique.com
Italien (FIMI) Italien (FIMI) 0! G Platinum record icon.svg 3× Platin3 150.000 fimi.it
Norwegen (IFPI) Norwegen (IFPI) 0! G Platinum record icon.svg 31× Platin31 290.000 ifpi.no
Österreich (IFPI) Österreich (IFPI) Gold record icon.svg 3× Gold3 0! P 45.000 ifpi.at
Polen (ZPAV) Polen (ZPAV) 0! G Platinum record icon.svg Platin1 20.000 bestsellery.zpav.pl
Schweden (IFPI) Schweden (IFPI) 0! G Platinum record icon.svg 2× Platin2 80.000 sverigetopplistan.se
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI) 0! G Platinum record icon.svg Platin1 30.000 hitparade.ch
Spanien (Promusicae) Spanien (Promusicae) 0! G Platinum record icon.svg 2× Platin2 80.000 elportaldemusica.es
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI) 0! G Platinum record icon.svg Platin1 600.000 bpi.co.uk
Insgesamt Gold record icon.svg 12× Gold12 Platinum record icon.svg 45× Platin45

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Afrikanergen. kulturnews.de. 25. November 2010. Abgerufen am 18. November 2013.
  2. Offizielle Webseite
  3. Interview bei Planet-Interview.de
  4. norwegiancharts.com: Madcon – Beggin
  5. Bundesverband Musikindustrie: Gold-/Platin-Datenbank
  6. Artikel zu Dein Song 2014, 9. April 2014, abgerufen am 10. April 2014.
  7. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US NO

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Madcon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien