Markgrafenheide

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Markgrafenheide
Stadt Rostock
Koordinaten: 54° 11′ 37″ N, 12° 8′ 47″ O
Höhe: 3 m ü. NN
Fläche: 6,5 km²
Einwohner: 563 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner/km²
Eingemeindung: 9. Dezember 1924
Postleitzahl: 18146
Vorwahl: 0381
Biestow Brinckmansdorf Diedrichshagen Dierkow-Neu Dierkow-Ost Dierkow-West Evershagen Gartenstadt/Stadtweide Gehlsdorf Groß Klein Hansaviertel Hinrichsdorf Hinrichshagen Hohe Düne Jürgeshof Kröpeliner-Tor-Vorstadt Krummendorf Lichtenhagen Lütten Klein Markgrafenheide Nienhagen Peez Reutershagen Schmarl Stadtmitte Stuthof Südstadt Toitenwinkel Torfbrücke Seebad Warnemünde WiethagenKarte
Über dieses Bild
Lage von Markgrafenheide in Rostock

Markgrafenheide ist ein Ortsteil von Rostock, anerkanntes Ostseebad (offizieller Titel: Seebad), und liegt im Norden von Mecklenburg-Vorpommern direkt an der Ostsee.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markgrafenheide liegt im Norden der Hansestadt Rostock und grenzt im Westen an den Ortsteil Hohe Düne. Dort gibt es eine Autofähre über die Warnow nach Warnemünde. Der Ort ist etwa 20 Autominuten vom Rostocker Stadtzentrum entfernt. Markgrafenheide liegt unmittelbar an der Ostsee und ist ansonsten von dem Wald der Rostocker Heide umgeben. Am östlichen Ortsrand verläuft der Moorgraben, der über den Radelsee mit dem Breitling verbunden ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wellenbrecher am Markgrafenheider Strand
Seit 2012 begrüßt eine 3,60 Meter hohe eichenhölzerne Fürst-Borwin-Statue des Holzbildhauers Harald Wroost am östlichen Ortseingang die Gäste des Ostseebades.
Winter in Markgrafenheide von Carl Malchin (1903)
Hauptartikel: Geschichte Rostocks

Am 25. März 1252 soll Fürst Heinrich Borwin III., die Gegend um Markgrafenheide, die „Rostocker Heide“ gegen Zahlung von 450 Mark an die Stadt Rostock verkauft haben.[1]

Markgrafenheide wurde das erste Mal im Jahre 1586 unter dem Namen auf der Markgrafenheide erwähnt. Seit wann Markgrafenheide als Ort angesehen werden kann, ist nicht zu bestimmen. Die Sagen um den Markgrafen im goldenen Sarg, welcher in der Heide begraben liegen soll, wie die Namensherkunft belegt, sind fiktiv. Der Ort war ein Rostocker Außenposten an der Rostocker Heide. Wichtig waren der Zugang zur Heide und die Torfgewinnung im östlich des Ortes gelegenen Moor. Der gestochene Torf konnte in Kähnen durch den Moorgraben zur Warnow und weiter nach Rostock transportiert werden.

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert begann auch in Markgrafenheide der Badebetrieb und die Zahl der Urlauber stieg. 1910 wurde die elektrische Strandbahn Warnemünde–Markgrafenheide eröffnet. Markgrafenheide war von Rostock aus einfach erreichbar geworden. Diese Bahn wurde im Mai 1945 stillgelegt und nachfolgend abgebaut.

Zu DDR-Zeiten errichtete der VEB Chemiefaserwerk "Friedrich Engels" Premnitz 1954 das Zentrale Pionier-Ferienlager "Alexej Maressjew". Ein weiteres Betriebs-Ferienlager eröffnete der VEB Energiekombinat Nord.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft Markgrafenheides ist durch den Tourismus geprägt. Im Ort gibt es Hotels, Pensionen, Restaurants sowie einen Campingplatz. Der größte touristische Anbieter ist die baltic-Freizeit GmbH. In ihrem Ferienpark befinden sich neben Stellplätzen für Zelte und Wohnmobile auch Ferienhäuser und verschiedene gastronomische Einrichtungen; ebenso Minigolf-, Squash- und Tennisplätze. Pro Saison zählt der Campingplatz im Ferienpark etwa 4500 Gäste.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manfred Labitzke, Willershagen in Mecklenburg, Scheunen-Verlag, ISBN 978-3-938398-63-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Markgrafenheide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien