Marsdorf (Dresden)

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Marsdorf
Ortsteil der Landeshauptstadt Dresden
Koordinaten: 51° 9′ 46″ N, 13° 46′ 0″ O
Höhe: 190 m ü. NN
Fläche: 5 km²
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Postleitzahl: 01108 (alt: 01478)
Vorwahl: 0351
Landkreis Bautzen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Landkreis Meißen Altfranken Altstadt I Altstadt II Blasewitz Borsberg Brabschütz Briesnitz Bühlau Coschütz Cossebaude Cotta Cunnersdorf Dobritz Dölzschen Dresdner Heide Eschdorf Friedrichstadt Gönnsdorf Gomlitz Gompitz Gorbitz Gostritz Großluga Kleinluga Großzschachwitz Gruna Helfenberg Hellerau Gittersee Hellerberge Hosterwitz Kaditz Kaitz Kauscha Kemnitz Kleinpestitz Kleinzschachwitz Klotzsche Krieschendorf Langebrück Laubegast Lausa Leuben Leubnitz-Neuostra Leuteritz Leutewitz Lockwitz Löbtau Loschwitz Malschendorf Marsdorf Merbitz Meußlitz Mickten Mobschatz Mockritz Naußlitz Neustadt Nickern Obergohlis Niedergohlis Niederpoyritz Niedersedlitz Niederwartha Oberpoyritz Oberwartha Ockerwitz Omsewitz Pappritz Pennrich Pieschen Pillnitz Plauen Podemus Prohlis Räcknitz Reick Reitzendorf Rennersdorf Rochwitz Roitzsch Rossendorf Roßthal Schönborn Schönfeld Schullwitz Seidnitz Söbrigen Sporbitz Steinbach Stetzsch Strehlen Striesen Tolkewitz Torna Trachau Trachenberge Übigau Unkersdorf Wachwitz Weißer Hirsch Weißig Weixdorf Wilschdorf Wölfnitz Zaschendorf Zöllmen Zschertnitz ZschierenKarte
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Lage der Gemarkung Marsdorf in Dresden

Marsdorf ist ein Ortsteil von Dresden im äußersten Norden der Landeshauptstadt. Er gehört zur Ortschaft Weixdorf, die zugleich einen eigenen statistischen Stadtteil bildet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von Südwesten auf Marsdorf

Erstmals wurde Marsdorf 1350 als Maroldisdorf im Lehnsbuch Friedrich des Strengen erwähnt. Der Name ist höchstwahrscheinlich vom Lokator des Straßenangerdorfes abgeleitet, einem „Marold“ oder „Marwald“. Der Ort war ursprünglich Lehen der Markgrafen von Meißen. 1357 kam der Ort aber zum Teil in den Besitz der Bürgermeister von Dresden und Pirna. Auch die Herren von Grünberg besaßen Rechte im Dorf. 1791 fiel der Ort an das Amt Dresden und gehörte seit dem 19. Jahrhundert zum Amt Moritzburg. Kirchlich gehörte Marsdorf zum Bärnsdorfer Kirchspiel. Der Hauptwirtschaftszweig im Dorf war die Landwirtschaft. Nach 1860 entstanden die ersten Handwerksbetriebe im Dorf. Von 1926 bis 1932 existierte am Ortsrand ein kleiner Granitsteinbruch, der Pflaster- und Bordsteine für das Umland herstellte.

Da sich das Land rund um den Ort schon mehrere Jahrhunderte im Besitz der Bauern befand, blieb die Bodenreform 1956 für den Ort bedeutungslos. 1956 gründete sich die erste LPG mit dem Namen „Voran“, kurze Zeit später die LPG „Bergblick“. Marsdorf war 1960 das erste vollgenossenschaftliche Dorf im Kreis Dresden-Land. 1967 schlossen sich die beiden Marsdorfer Genossenschaften und die LPG des Nachbarortes Medingen zu einem Betrieb zusammen. In den 1960er und 1970er-Jahren entstanden daraufhin mehrere große Stall- und Mastanlagen. 1979 wurde eine Broilermastanlage gebaut. Marsdorf gehörte ab 1965 als Ortsteil zu Weixdorf und wurde mit diesem am 1. Januar 1999 nach Dresden eingemeindet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marsdorf – eine Ortsbiographie, in: Die Vorschau Nr. 6, Radebeul (1960)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Marsdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen