Unkersdorf

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Unkersdorf
Ortsteil der Landeshauptstadt Dresden
Koordinaten: 51° 3′ 25″ N, 13° 35′ 23″ O
Höhe: 280 m ü. NN
Fläche: 3,17 km²
Einwohner: 162 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Postleitzahl: 01156 (alt: 01462, vor 1993: O-8101)
Vorwahl: 035204
Landkreis Bautzen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Landkreis Meißen Altfranken Altstadt I Altstadt II Blasewitz Borsberg Brabschütz Briesnitz Bühlau Coschütz Cossebaude Cotta Cunnersdorf Dobritz Dölzschen Dresdner Heide Eschdorf Friedrichstadt Gönnsdorf Gomlitz Gompitz Gorbitz Gostritz Großluga Kleinluga Großzschachwitz Gruna Helfenberg Hellerau Gittersee Hellerberge Hosterwitz Kaditz Kaitz Kauscha Kemnitz Kleinpestitz Kleinzschachwitz Klotzsche Krieschendorf Langebrück Laubegast Lausa Leuben Leubnitz-Neuostra Leuteritz Leutewitz Lockwitz Löbtau Loschwitz Malschendorf Marsdorf Merbitz Meußlitz Mickten Mobschatz Mockritz Naußlitz Neustadt Nickern Obergohlis Niedergohlis Niederpoyritz Niedersedlitz Niederwartha Oberpoyritz Oberwartha Ockerwitz Omsewitz Pappritz Pennrich Pieschen Pillnitz Plauen Podemus Prohlis Räcknitz Reick Reitzendorf Rennersdorf Rochwitz Roitzsch Rossendorf Roßthal Schönborn Schönfeld Schullwitz Seidnitz Söbrigen Sporbitz Steinbach Stetzsch Strehlen Striesen Tolkewitz Torna Trachau Trachenberge Übigau Unkersdorf Wachwitz Weißer Hirsch Weißig Weixdorf Wilschdorf Wölfnitz Zaschendorf Zöllmen Zschertnitz ZschierenKarte
Über dieses Bild
Lage der Gemarkung Unkersdorf in Dresden
Unkersdorfer Kirche
Unkersdorf und seine Nachbardörfer um 1821

Unkersdorf ist der westlichste Ortsteil der sächsischen Landeshauptstadt Dresden und gehört zur Ortschaft Gompitz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unkersdorf wird im Norden von der Bundesautobahn 4 sowie im Osten von der Bundesautobahn 17 begrenzt. Letztere findet unmittelbar nordöstlich des Ortsteiles am Autobahndreieck Dresden-West ihren Anfang.

Höchste Erhebung ist der südlich gelegene, 315 m hohe Steinhübel. Auf ihm wurde 1869 eine Vermessungssäule der Königlich-Sächsischen Triangulation errichtet. Diese steht seit 1999 im Ort.

Im Rahmen des ÖPNV ist Unkersdorf über eine Regionalbuslinie erreichbar, die ihn mit den Ortsteilen Gompitz und Cotta verbindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1760 diente der Ort im Siebenjährigen Krieg dem preußischen König Friedrich II. einige Zeit als Hauptquartier.

In der Zeit des Deutschen Reiches gehörte Unkersdorf zur Amtshauptmannschaft Meißen, ab 1935 dann mit Inkrafttreten der Deutschen Gemeindeordnung zum Landkreis Meißen, in der DDR-Zeit ab 1952 zum Kreis Dresden-Land und von 1996 bis 1999 erneut zum Landkreis Meißen.

1950 wurden in die damals noch selbstständige Gemeinde die benachbarten Orte Roitzsch und Steinbach eingegliedert. 1974 verlor die so vergrößerte Gemeinde mit der Eingemeindung nach Gompitz ihre Eigenständigkeit und wurde mit den anderen Gompitzer Ortsteilen 1999 im Zuge einer Gemeindegebietsreform nach Dresden eingemeindet.

Innerhalb des statistischen Stadtteils Gompitz/Altfranken bildet der Ortsteil den statistischen Bezirk 997 Unkersdorf.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1. Dezember 1834 ¹ 188
1. Dezember 1843 ¹ 196
3. Dezember 1846 ¹ 212
3. Dezember 1849 ¹ 210
3. Dezember 1852 ¹ 195
3. Dezember 1855 ¹ 212
3. Dezember 1858 ¹ 213
3. Dezember 1861 ¹ 215
3. Dezember 1864 ¹ 219
3. Dezember 1867 ¹ 223
Jahr Einwohner
1. Dezember 1871 ¹ 202
1. Dezember 1875 ¹ 199
1. Dezember 1880 ¹ 187
1. Dezember 1885 ¹ 203
1. Dezember 1890 ¹ 221
2. Dezember 1895 ¹ 234
1. Dezember 1900 ¹ 231
1. Dezember 1905 ¹ 204
1. Dezember 1910 ¹ 197
8. Oktober 1919 ¹ 199
Jahr Einwohner
16. Juni 1925 ¹ 193
16. Juni 1933 ¹ 182
16. Mai 1939 ¹ 192
1. Dezember 1945 ¹ 204
31. Dezember 2001 ² 152
31. Dezember 2004 ² 162

¹ Volkszählungsergebnis
² Ortsteil als Gebietsgrundlage

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortskern ist bauwerklich durch eine Vielzahl von Bauernhöfen geprägt, die sich hauptsächlich an der alten Hauptstraße, die 2002 in Am Schreiberbach umbenannt wurde, befinden. Somit lässt sich der Ort dem Typus des Straßendorfes zuordnen. Die Dorfkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert und wird heute für Gottesdienste und als Veranstaltungsort für kulturelle Ereignisse genutzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Unkersdorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 41. Heft: Amtshauptmannschaft Meißen-Land. C. C. Meinhold, Dresden 1923, S. 518.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unkersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Unkersdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  • Ortsplan (teilweise veraltete Straßenbezeichnungen), zip-Datei
  • Kirche Unkersdorf Webseite der Kirchgemeinde