Martin Horn (Politiker)

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Martin Horn (* 7. November 1984 als Martin Hoffmann[1] in Annweiler am Trifels) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler und parteiloser Politiker. Am 1. Juli 2018 wird er Oberbürgermeister von Freiburg im Breisgau.

Martin Horn, Fotografie des Wahlplakats, OB-Wahl in Freiburg, 2018.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Horn, geb. Hoffmann, wuchs in einem Pfarrhaus in Hornbach als Sohn eines evangelischen Pfarrers gemeinsam mit drei Schwestern auf. Seit seiner Jugend war er in der kirchlichen Jugendarbeit engagiert; bis 2009 als Jugendleiter des evangelischen Fördervereins „Feuer und Flamme“ der Hornbacher Kirchengemeinde.[2] Horn begann 2009 an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg ein Studium der Internationalen Sozialen Arbeit, das er 2013 mit dem Bachelor abschloss. Anschließend belegte er an der Hochschule Bremen den Studiengang European and World Politics, den er 2014 mit dem Master beendete. Er absolvierte Auslandsstudien in Botswana, Jordanien, Georgien, Russland und der Ukraine. 2014 begann Horn eine Tätigkeit als Europa- und Entwicklungskoordinator im Hauptamt der Stadt Sindelfingen und als freiberuflicher Dozent an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.

Horn ist verheiratet und hat einen Sohn; bis zum Umzug 2018 lebt die Familie in Stuttgart.

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 kandidierte Horn für das Amt des Freiburger Oberbürgermeisters. Die SPD unterstützte ihn im Wahlkampf. Während des Wahlkampfs wurde in den Medien eine mögliche Verbindung Horns zur evangelikal-charismatischen Freikirche ICF bzw. deren Engagement in Horns Wahlkampfteam thematisiert. Kurz vor der Wahl besuchte Horn auf Einladung eines ICF-Predigers nach eigenen Angaben zwei Veranstaltungen der ICF Freiburg.[3]

Horn erhielt mit 34,7 % im ersten Wahlgang am 22. April 2018 3,4 Prozentpunkte mehr Stimmen als der amtierende Oberbürgermeister Dieter Salomon (Bündnis 90/Die Grünen).[4]

Im zweiten Wahlgang am 6. Mai 2018 traten vier Kandidaten an. Horn erzielte mit 44,2 % die meisten der abgegebenen Stimmen, für den Wahlsieg reichte eine einfache Mehrheit. Er tritt sein Amt am 1. Juli 2018 an.[5] Gegenüber der Badischen Zeitung erklärte er, in seinem 100-Tage-Programm auf die Schwerpunktthemen Wohnsituation und Bürgernähe zu setzen.[6] Auf der Wahlfeier griff ihn ein 54-jähriger Mann an und verletzte ihn im Gesicht; das Nasenbein wurde gebrochen und ein Zahn beschädigt.[7] Der Täter wurde vor Ort gefasst, er soll psychische Probleme haben.[8][9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Hochschule Bremen
  2. Horn gewinnt ersten Wahlgang in Freiburg. Wird ein Hornbacher in Freiburg OB?, Pfälzischer Merkur, 23. April 2018.
  3. Annemarie Rösch: Martin Horn: „Ich bin in keiner Freikirche“, Badische Zeitung, 29. April 2018; vgl. Christlich-charismatischer Prediger Style demnächst von Freiburger Stadtspitze?, Radio Dreyeckland, 27. April 2018.
  4. Oberbürgermeister Salomon unterliegt in erster Wahlrunde
  5. Freiburgs grüner Oberbürgermeister Salomon abgewählt - Horn siegt. schwaebische.de, 6. Mai 2018, abgerufen am 6. Mai 2018.
  6. Interview Badische Zeitung vom 6. Mai 2018
  7. Joachim Röderer und Carolin Buchheim: Martin Horn geht es nach der Attacke auf seiner Wahlparty besser, Badische Zeitung, 7. Mai 2018.
  8. Freiburgs neuer Oberbürgermeister auf Wahlparty attackiert
  9. Am Wahlabend lagen Sieg und Schock für Martin Horn nah beieinander, Simone Lutz, Fabian Vögtle, Frank Zimmermann & Thomas Goebel, Badische Zeitung, 6. Mai 2018, abgerufen 7. Mai 2018
VorgängerAmtNachfolger
Dieter SalomonOberbürgermeister von Freiburg im Breisgau
seit 2018
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