Michael Kausch (Schauspieler)

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Michael Kausch, 2003

Michael Kausch (* 11. März 1949 in Mettmann) ist ein deutscher Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Kausch studierte von 1972 bis 1975 an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel, heute Universität der Künste Berlin. Während des Studiums trat er mit Jutta Kausch als „Jutta und Michel Kausch“ in Berliner Folkkneipen wie Go-In und Steve Club auf und trug teils eigene Chansons, teils selbstvertonte Texte von Fritz Grasshoff, Bertolt Brecht, Günter Frorath oder Georg Bungter vor. Im Anschluss gehörte er bis 1978 dem GRIPS-Theater Berlin an.

Seine erste TV-Rolle hatte er 1978 in dem Wolfgang Staudte-Mehrteiler Der eiserne Gustav. Es folgten weitere Rollen in deutschen Fernsehserien wie Achtung Zoll! (1980), Christian und Christiane (1982), Die Pawlaks - Eine Geschichte aus dem Ruhrgebiet (1982), Kontakt bitte… (1983) und Tiere und Menschen (1984).

1984 spielte er die Rolle des Ernst Simon in vier Folgen von Edgar Reitz' elfteiligem Epos Heimat – Eine deutsche Chronik. Große Bekanntheit beim Fernsehpublikum erreichte er aber als Rechtsanwalt Giselmund Arnold an der Seite von Manfred Krug in Liebling Kreuzberg von 1985 bis 1989 (ausgestrahlt 1986–1990 von der 1. bis 3. Staffel). Daneben spielte er von 1986 bis 1988 in der Schwarzwaldklinik den Dr. Engel. Von nun an war Kausch in vielen bekannten deutschen Fernsehserien in Gastrollen zu sehen, z. B. Ein Fall für zwei (1991), Praxis Bülowbogen (1992), Unser Lehrer Doktor Specht (1992), Salto Postale (1993), Die Männer vom K3 (1993), Dr. Stefan Frank (1995) oder Wolffs Revier (1996). Er wirkte in zahlreichen TV-Filmen mit, etwa in Matti Geschonnecks Tödliche Rettung (1997) oder in der Rosamunde Pilcher-Verfilmung Blüte des Lebens (1999).

2004 spielte Kausch wieder in der Heimat-Trilogie in allen sechs Episoden von Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende den Ernst Simon, ebenso erneut den Dr. Engel 2005 in der Schwarzwaldklinik-Fortsetzung Die nächste Generation. 2006 war er als Gast in der Fernsehserie Wilsberg zu sehen und zuletzt spielte er in dem Film Silvester Home Run.

Kausch war und ist auch als Theaterschauspieler aktiv, vor allem an Berliner Theatern wie dem Renaissance-Theater, dem Schillertheater und dem Schlossparktheater. Wichtige Rollen waren in Ibsen-Stücken wie Nora oder Ein Puppenheim, Die Frau vom Meer oder Gespenster, außerdem in Brechts Die Kleinbürgerhochzeit oder Shakespeares Richard II.

Kausch war zwischenzeitlich mit der Schauspielkollegin Susanna Capurso verheiratet und hat gemeinsam mit ihr einen Sohn.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

  • Jutta und Michel Kausch: Bitte, nicht stürzen, LP, Polydor 1973
  • Jutta und Michel Kausch: ... ganz alleine mag ich nicht, LP, Polydor 1974

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.andrea-spatzek.de/berlin_01.html auf web.archive.org abgerufen am 30. Juli 2012