Mindhunter

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Seriendaten
Deutscher TitelMindhunter
OriginaltitelMindhunter
Mindhunter Logo.svg
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Jahr(e)seit 2017
Produktions-
unternehmen
Denver and Delilah Productions
Längeca. 34-60 Minuten
Episoden10 in 1+ Staffeln
GenreThriller, Drama
IdeeJoe Penhall
ProduktionJim Davidson
MusikJason Hill
Erstausstrahlung13. Oktober 2017 (USA) auf Netflix
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
13. Oktober 2017 auf Netflix
Besetzung

Mindhunter ist eine US-amerikanische Thriller-Drama-Serie von Joe Penhall, die seit Oktober 2017 in den USA von Netflix per Streaming veröffentlicht wird[1] und auf dem Roman Die Seele des Mörders (im Original: Mindhunter: Inside the FBI’s Elite Serial Crime Unit) von John E. Douglas und Mark Olshaker basiert.

Im November 2017 gab Netflix die Produktion einer zweiten Staffel bekannt.[2]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte spielt im Jahr 1977, in einer Zeit, in der die Kriminalpsychologie noch in den Kinderschuhen steckt, und handelt von den FBI-Agenten Holden Ford und Bill Tench, die sich mit der ausführlichen Befragung von Serienkillern befassen und, indem sie deren Vorgehensweise analysieren, Rückschlüsse auf deren Verhalten ziehen wollen. So hoffen sie, bei der Ermittlung unaufgeklärter Mordfälle zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rolle des Holden Ford ist dem FBI-Fallanalytiker John E. Douglas nachempfunden. Dessen älterer Kollege Robert Ressler diente als Vorlage für die Figur des Bill Tench und die Rolle der Wendy Carr basiert auf Ann Wolbert Burgess, Professorin am Boston College.[3][4] Die Charaktere der befragten Serienmörder in der ersten Staffel sind durch die gleichnamigen realen Serienmörder Edmund Kemper, Jerry Brudos und Richard Speck inspiriert, die Dialoge in den Befragungsszenen basieren auf echten FBI-Interviews.[5] Die Figur des in den Eröffnungsszenen einiger Episoden auftretenden ADT-Manns ist dem Serienmörder Dennis Rader nachempfunden.[5]

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entsteht in Berlin durch die Synchronfirma Interopa Film. Dialogregie führt Tatjana Kopp.[6]

Rolle Schauspieler Rollenbeschreibung Episoden Synchronsprecher[6]
Holden Ford Jonathan Groff Ford ist ein junger Special Agent. Er ist sehr ehrgeizig und gibt sich erst zufrieden, sobald der Fall gelöst ist. 10 Roman Wolko
Bill Tench Holt McCallany Tench ist ebenfalls Special Agent und gehört zur selben Abteilung wie sein Kollege Ford, gegenüber dem er mehr Erfahrung hat. 10 Marco Kröger
Deborah „Debbie“ Mitford Hannah Gross Holdens Freundin 10 Friederike Walke
Wendy Carr Anna Torv Psychologin, unterstützt die Agenten bei ihrer Arbeit 8 Katharina Spiering
FBI Unit Chief Shepard Cotter Smith Chef der FBI National Training Academy 8 Erich Räuker

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie erhielt in ihrer Auftaktstaffel ausgezeichnete Kritiken: Bei Rotten Tomatoes konnte sich Mindhunter eine Bewertung von 96 % sichern.[7] Bjarne Bock äußerte sich im Namen von Serienjunkies.de wie folgt: „Das David-Fincher-Drama Mindhunter lässt sich inhaltlich und stilistisch irgendwo zwischen True DetectiveHannibal und Mad Men verorten“. Bock kritisierte zwar die Unausgewogenheit des Erzähltempos und die zunehmende Vernachlässigung des wissenschaftlichen Aspekts der Geschichte, insgesamt zeigte er sich jedoch zuversichtlich, dass „es dieser spannenden und fantastisch inszenierten Netflix-Serie mit Leichtigkeit gelingen“ dürfte, „ihre Zuschauer tief in den Bann zu ziehen“.[8]

Keith Uhlich vom Hollywood Reporter lobte in erster Linie den Hauptdarsteller der Serie sowie den Regisseur: „Groff ist vom ersten Moment an überzeugend als eine Person, deren rohes Talent genauso ein Hindernis wie einen Vorteil darstellt und Finchers chirurgisches Präzisionsgefühl wird bei jedem winzigen Detail deutlich, beispielsweise beim Polizei-Megaphon, das die Stimme eines Polizisten genau im richtigen Maß nervenaufreibend verzerrt“.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oliver Kaever: Netflix-Serie "Mindhunter": Serienkiller sind auch nur Menschen. In: Spiegel Online. 12. Oktober 2017, abgerufen am 18. November 2017.
  2. Nellie Andreeva: David Fincher’s ‘Mindhunter’ Renewed For Season 2 By Netflix. In: Deadline.com. 30. November 2017, abgerufen am 7. Dezember 2017.
  3. Melanie McFarland: Defining deviancy: The clammy thrills of David Fincher’s “Mindhunter” on Netflix. Salon.com, 13. Oktober 2017, abgerufen am 31. Dezember 2017 (englisch).
  4. Emily Moon: Meet the Female Forensic Researcher Behind Netflix’s ‘Mindhunter’. In: Pacific Standard Magazine. 13. Oktober 2017, abgerufen am 31. Dezember 2017 (englisch).
  5. a b Brian Tallerico: The Real FBI Agents and Serial Killers Who Inspired Netflix’s Mindhunter. Vulture.com, 19. Oktober 2017, abgerufen am 31. Dezember 2017 (englisch).
  6. a b Mindhunter. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 18. November 2017.
  7. Mindhunter: Season 1. Rotten Tomatoes, abgerufen am 21. November 2017 (englisch).
  8. Bjarne Bock: Review Mindhunter 1x10: Episode 10. Serienjunkies.de, abgerufen am 21. November 2017.
  9. Keith Uhlich: 'Mindhunter': TV Review. The Hollywood Reporter, abgerufen am 21. November 2017 (englisch).