Minoru Kiuchi

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Minoru Kiuchi (2020)
Kiuchis Unterschrift

Minoru Kiuchi (jap. 城内 実, Kiuchi Minoru; * 19. April 1965 in Tokio) ist ein Abgeordneter des japanischen Unterhauses und ehemaliger Beamter des Außenministeriums. Über den Großteil seiner politischen Karriere hinweg war er parteilos – seit 2012 ist er Mitglied der LDP. Seit November 2021 präsidiert Kiuchi die Außenpolitische Kommission des Shūgiin. Er ist ehemaliger Staatsminister für Auswärtiges, sowie ehemaliger Staatsminister für Umwelt, und seit 2019 stellvertretender Vorsitzender des LDP-Komitees für Parlamentsangelegenheiten. Kiuchi ist bekannt für seine engen Verbindungen nach Deutschland und seine Deutschkenntnisse.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Minoru Kiuchi wuchs auf als Sohn des japanischen Polizeibeamten und späteren Leiters der nationalen Polizeibehörde Yasumitsu Kiuchi. Im Zuge der Entsendung seines Vaters als Polizeiattaché an die japanische Botschaft in Bonn zwischen 1971 und 1975 verbrachte Minoru Kiuchi die Lebensjahre sechs bis zehn in Deutschland.[1] Er besuchte während dieser Zeit den deutschen Regelunterricht an der Gotenschule Gemeinschaftsgrundschule in Bad Godesberg.

Nach seiner Rückkehr nach Japan besuchte Kiuchi verschiedene Schulen in Kōbe, Tokio und Yokohama, bis er 1984 an der Kaisei Gakuen Oberschule seine Hochschulreife abschloss. Im Anschluss studierte er internationale Beziehungen an der Universität Tokio.[2]

Auswärtiger Dienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989 trat Kiuchi in den auswärtigen Dienst ein. Im Folgejahr wurde er an die Universität Augsburg für ein weiterführendes Studium im Fach Politologie und eine weitere Verbesserung seiner Deutschkenntnisse geschickt. 1992 entsandte das japanische Außenministerium Kiuchi an die japanische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland, die sich zu diesem Zeitpunkt noch in Bonn befand. Zwischen 1996 und 2000 diente Kiuchi als Dolmetscher für Deutsch unter Kaiser Akihito, sowie unter den Premierministern Ryūtarō Hashimoto und Keizō Obuchi.[2]

Freier Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2002, genau ein Jahr vor der Unterhauswahl 2003, wechselte Kiuchi von der Diplomatie in die Politik. 2003 trat er erfolgreich als parteiloser Kandidat im 7. Wahlkreis der Präfektur Shizuoka an, der sich primär aus etwa der Hälfte Hamamatsus zusammensetzt und seither stets Kiuchis Heimatwahlkreis blieb. Nach seiner Ernennung zum Abgeordneten trat Kiuchi der LDP bei. 2005 widersetzte er sich den Privatisierungsmaßnahmen des damaligen Premierministers Jun'ichirō Koizumi, was nach nur zwei Jahren Mitgliedschaft zur Spaltung zwischen Kiuchi und der LDP führte (siehe 4.1). Bei der durch Koizumi vorgezogenen Neuwahl trat Kiuchi erneut als unabhängiger Kandidat an.[3] Er unterlag und trat anschließend aus der LDP aus.[2]

Kiuchi während des Japanbesuchs des Dalai Lama 2012

Die folgenden vier Jahre nutzte Kiuchi zur Vorbereitung auf die Unterhauswahl 2009. Von Haus zu Haus gehend, um sich bei den Einwohnern seines Wahlkreises vorzustellen, und öffentliche Reden haltend warb er um Unterstützung.[4] Sich und seine Familie hielt er währenddessen über eine Anstellung als teilbeschäftigter Tutor einer Oberschule über Wasser. Kiuchi beschreibt diesen durch finanzielle Schwierigkeiten geprägten Lebensabschnitt als ausschlaggebend für seine weitere Entwicklung als Politiker. Er habe ihm die Chance gegeben, mit Bürgern in den entlegensten Teilen seines Wahlkreises zu sprechen, und ihm beigebracht, „seine Beine in Bewegung zu halten“.[5] 2009 wurde Kiuchi als unabhängiger Kandidat wiedergewählt.[2] Die Asahi Shimbun beschrieb Kiuchis Wahlsieg seinerzeit als „überwältigend“. Sie tat dies auf Basis der Tatsache, dass er nicht nur als unabhängiger Kandidat gegen die Kandidaten der zwei Großparteien DPJ und LDP gesiegt hatte, sondern zusätzlich mehr als doppelt so viele Stimmen auf sich vereint hatte als der zweitplatzierte Takeshi Saiki (siehe Tabelle).[6]

Kiuchi ist einer von wenigen japanischen Politikern, die eine erfolgreiche Karriere als unabhängiger Kandidat hatten. In den Unterhauswahlen, in denen er als Parteiloser antrat, entfielen jeweils nur 11 (2003), 6 (2005) und 6 (2009) von insgesamt 480 Sitzen auf unabhängige Kandidaten.[7] Bei zwei dieser Kandidaturen errang Kiuchi ein Mandat. Bei der Dritten unterlag er mit einer Differenz von nur 748 Stimmen.[8]

LDP-Politiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiuchi unterzeichnet als Staatsminister für Umwelt das japanisch-mongolische Klimaabkommen (Dezember 2018)
Kiuchi beim Handeschlag mit UNO-Generalsekretär António Guterres bei der 7. Tokyo International Conference on African Development (August 2019)

Im Vorfeld der Unterhauswahl 2012 kehrte Kiuchi zur LDP zurück, um Shinzō Abe bei dessen Kandidatur als Premierminister zu unterstützen, den er bis zu dessen Rücktritt im September 2020 auch weiterhin unterstützte. Nach Bildung des Kabinetts Abe II im Dezember 2012 wurde Kiuchi zum parlamentarischen Vizeminister für Auswärtiges ernannt. Bei der Neubildung des Kabinetts im September 2014 wurde er zum Staatsminister für Auswärtiges erhoben. In dieser Position amtierte er über die Bildung des Kabinetts Abe III hinaus bis zum Oktober 2015. Von 2015 bis 2018 bekleidete Kiuchi Führungspositionen in verschiedenen Parlamentsausschüssen („Sonderausschuss für Entführungen durch Nordkorea und andere Angelegenheiten“) und innerparteilichen Gremien der LDP („Internationales Büro“; „Abteilung für Wirtschaft, Handel und Industrie“; Abteilung für Information und Statistik). Unter dem Kabinett Abe IV diente Kiuchi von Oktober 2018 bis September 2019 als Staatsminister für Umwelt.[2] In dieser Kapazität leitete er unter anderem die Gespräche auf Ministerebene zum Thema Umwelt, die als Teil des G20-Gipfels 2019 in Karuizawa, Nagano stattfanden.[9] Seit Oktober 2019 dient Kiuchi als stellvertretender Vorsitzender des LDP-Komitees für Parlamentsangelegenheiten.[2] Seit November 2021 präsidiert Kiuchi die Außenpolitische Kommission des Shūgiin.[10]

Abgesehen von der Zeit seiner vorherigen LDP-Mitgliedschaft in den Jahren 2003 bis 2005 lehnte Kiuchi es stets ab, einer der Faktionen der LDP beizutreten.[11] Während des innerparteilichen Konflikts um die Nachfolge Shinzō Abes als Premierminister zwischen Yoshihide Suga, Fumio Kishida und Shigeru Ishiba im September 2020 unterstützte Kiuchi den seither als Sieger hervorgegangenen Premierminister Suga, der wie Kiuchi selbst faktionslos ist.[12]

Wahlergebnisse Unterhauswahl (Präfektur Shizuoka, Wahlkreis 7)
JAHR ERSTPLATZIERTER ZWEITPLATZIERTER DRITTPLATZIERTER
2017 Minoru Kiuchi (LDP)

65,80 %

Takashi Fukumura (Party of Hope)

15,20 %

Yūta Hiyoshi (CDP)

13,41 %

2014 Minoru Kiuchi (LDP)

70,93 %

Yasutaka Matsumoto (DPJ)

20,12 %

Masaji Nozawa (JCP)

8,94 %

2012 Minoru Kiuchi (LDP)

59,60 %

Takeshi Saiki (DPJ)

19,24 %

Jun’ichi Kawai (Your Party)

14,25 %

2009 Minoru Kiuchi (unabhängig)

52,09 %

Takeshi Saiki (DPJ)

25,41 %

Satsuki Katayama (LDP)

21,79 %

2005 Katayama Satsuki (LDP)

36,77 %

Minoru Kiuchi (unabhängig)

36,45 %

Takuya Abe (DPJ)

26,78 %

2003 Minoru Kiuchi (unabhängig)

46,78 %

Hiroshi Kumagai (NCP)

27,88 %

Michiko Higuchi (DPJ)

20,71 %

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf seiner offiziellen Website beschreibt Kiuchi seine politischen Positionen wie folgt[13]:

Wirtschaft
Kiuchi kritisiert die sich in Japan zunehmend öffnende Schere zwischen Arm und Reich. Diese sei zurückzuführen auf marktfundamentalistische Fiskalpolitik und die resultierende Vormachtstellung von Großunternehmen gegenüber KMUs. Diese Art der Fiskalpolitik sei durch unlautere Einflussnahme von Vertretern der Wirtschaft auf die Politik entstanden. Kiuchi schlägt als Lösung vor, die Bereiche, in denen Großunternehmen und KMUs jeweils zu florieren gedacht sind, durch staatliche Intervention zu trennen.

Landwirtschaft
Kiuchi befürwortet einen Ausbau von Japans Primärsektor, durch welchen er gedenkt, Japans Lebensmittelselbstversorgungsgrad von derzeit nur 40 % (basiert auf Kalorienaufnahme) zu erhöhen. Außerdem soll dadurch die Gestalt ländlicher Regionen bewahrt, neue Trinkwasserquellen erschlossen und andernfalls durch Naturkatastrophen bedrohte Orte abgesichert werden.

Umwelt
Kiuchi bestätigt die Notwendigkeit von Maßnahmen zum Klimaschutz auf nationaler Ebener wie Forschung und Entwicklung und die Reduktion von Treibhausgasen, sowie des nationalen Energieverbrauchs. Gleichzeitig streicht er hervor, dass Maßnahmen auf lokaler und individueller Ebene wie Recycling, ehrenamtliches Engagement und eine Anpassung des persönlichen Lebensstils gleichermaßen notwendig sind. Er kritisiert Biosprit als mitschuldig an Japans unzureichender Lebensmittelselbstversorgung.

Bildung
Kiuchi spricht von Globalisierung als Herausforderung für das japanische Bildungssystem, die zwar angenommen werden muss, aber nicht ändern sollte, dass japanische Kinder erst gründlich in der japanischen Geschichte und Sprache unterrichtet werden, bevor man sie zu Weltbürgern ausbildet.

Außenpolitik
Kiuchi setzt sich für eine rechtsbasierte internationale Ordnung ein. Ostasien beschreibt er als Region von zentraler Bedeutung für den Weltfrieden. Er betont die Wichtigkeit der Beibehaltung freundlicher Beziehungen zu den Großmächten USA und China bei gleichzeitigem Ausbau der Beziehungen mit Indien und Russland. Auch die Beziehungen zu Europa sollen ausgebaut werden, von dem Japan viel lernen könne. Kiuchi fordert außerdem, dass Japan mehr Präsenz zeige und vor Verantwortung auf internationaler Ebene nicht zurückscheue.

Soziales und Gesundheit
Kiuchi lobt das japanische Gesundheits- und Sozialsystem, welches laut ihm die Schwachen der Gesellschaft schützt und moderne Behandlungen für alle greifbar macht. In diesem Zusammenhang warnt er vor der wahllosen Amerikanisierung japanischer Institutionen.

Verbindung zu Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiuchi mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel bei den Feierlichkeiten zu „70 Jahre Grundgesetz“ in Berlin (Mai 2019)

Kiuchi wuchs zeitweise in Bonn auf, studierte in Augsburg und war drei Jahre als Diplomat an der japanischen Botschaft in Bonn stationiert. Im Anschluss diente er als offizieller Dolmetscher des japanischen Kaisers und zweier Premierminister für Deutsch (siehe 1.1–1.2). Über seine auf diese Weise angeeigneten Deutschkenntnisse verfolgt Kiuchi auch heute noch die deutsche politische Landschaft und pflegt einen engen und regelmäßigen Austausch mit deutschen Politikern. Ausdruck findet dies unter anderem in seinem Posten als Generalsekretär der deutsch-japanischen parlamentarischen Freundschaftsgruppe.[14] Er empfängt regelmäßig deutsche Politiker in Japan, für die er dabei auch Treffen mit ihren japanischen Pendants ermöglicht – etwa zwischen dem damaligen Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder und Premierminister Shinzō Abe im März 2018.[15] Zusätzlich besucht Kiuchi regelmäßig Deutschland. Seine Website berichtet von Treffen mit unter anderem Mark Hauptmann, Johann Wadephul, Matthias Bartke und Christian Lindner.[14]

Anekdoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Widerstand gegen die Privatisierung der japanischen Post (2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2019 widmete der ehemalige Infrastruktur- sowie Verkehrsminister Shizuka Kamei eine Ausgabe seiner einwöchentlichen Kolumne zur japanischen Politik Kiuchis Kampf gegen die Privatisierung der Japan Post. Er beschreibt die Begebenheiten wie folgt: Im Jahre 2005 warb der damalige japanische Premierminister Jun'ichirō Koizumi mit Sprüchen wie „Von den Beamten ans Volk (官から民へ)“ und „Ohne Reform kein Wachstum (改革なくして成長なし)“ für seine Wiederwahl. Kiuchi – obgleich der LDP-Faktion des Premierministers Seiwakai angehörig – stellte sich gegen die Privatisierung der Post.[16]

Der damalige stellvertretende Generalsekretär der LDP und spätere Premierminister Shinzō Abe soll unzählige male erfolglos versuchst haben, Kiuchi von seinem Kurs abzubringen. Die andauernden Anrufe seitens der LDP-Führung habe Kiuchi bewusst nicht entgegengenommen. Kiuchi blieb bei seiner ursprünglichen Position, was zur Spaltung zwischen ihm und der LDP führte. Bei der vorgezogenen Neuwahl 2005 verwehrte ihm die LDP die Unterstützung und schickte stattdessen mit Satsuki Katayama eine sogenannte „Attentäterin“ ins Feld, eine von vielen Kandidatinnen und Kandidaten, die von Premierminister Koizumi handverlesen worden waren, um abtrünnige Parteikollegen zu besiegen. Kiuchi verlor die Wahl und trat einen Monat später offiziell aus der LDP aus.[2]

Kamei beschreibt Kiuchi als jemanden, der unerbitterlich für seine Überzeugungen einsteht, und lobt ihn als „einen der wenigen amtierenden Abgeordneten mit Rückgrat“.[16]

Geiselnahme von In Aménas (2013)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inmitten Kiuchis Europareise als parlamentarischer Vizeminister für Auswärtiges im Januar 2013 kam es zur Geiselnahme von In Aménas. Als die japanische Regierung von der Situation erfuhr, beorderte sie Kiuchi nach Algerien, um im Namen Japans die Verhandlungen vor Ort zu führen. Er erreichte den Ort des Geschehens am 17. Januar, einem Tag nach Beginn der Geiselnahme.[17] Unter den Opfern befanden sich siebzehn Japaner von denen zehn starben, als Algerien einseitig beschloss, das Gelände stürmen zu lassen.[18] Japan, die USA und Großbritannien hatten zuvor Algerien dazu angehalten, die Sicherheit ihrer Staatsbürger mit höchster Priorität zu behandeln, doch Algerien ignorierte dies und initiierte die Operation gegen den ausdrücklichen Willen der genannten Staaten. Japan beklagte, dass es erst nach Beginn der Operation informiert wurde und seine Gesuche, sie abzubrechen, ignoriert wurden.[19] Kiuchi verhandelte mit Premierminister Sellal und Außenminister Medelci, um die Forderung von acht Staaten – darunter Großbritannien und Frankreich – nach einer schnellen Freigabe von Informationen durchzusetzen. Er blieb bis zum 26. Januar vor Ort, um die korrekte Identifizierung und Repatriierung der verstorbenen Japaner sicherzustellen. Am Tag seiner Rückkehr gab er einen mündlichen Bericht an Premierminister Shinzō Abe ab und stellte sich den Fragen der Presse.[20] Laut Eigenaussage ließ Kiuchi einen Großteil der Fragen aus Rücksichtnahme auf die Hinterbliebenen unbeantwortet.[21]

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2018 erschien in der japanischen Wochenzeitschrift Shūkan Gendai ein durch eine Kollaboration von sechs Politologen und zwei politischen Berichterstattern entstander Artikel, welcher alle 706 Abgeordneten des japanischen Parlaments auf ihre Wahrscheinlichkeit und Eignung Premierminister zu werden hin reiht. Als Kriterien dienten hierbei „politische Kompetenz (政策力)“, „soziale Kompetenz (人間力)“ und „Tatkraft (実行力)“. Kiuchi gaben die Experten in allen drei Kategorien die Bestwertung „A“ und stuften ihn als den am zwölftwahrscheinlichsten zukünftigen Premierminister ein. Das Team aus Experten beschreibt Kiuchi als durchsetzungsfähig in Wort und Tat. Dank seiner Vergangenheit als Diplomat sei er darüber hinaus mit einer raschen Auffassungsgabe ausgestattet. Zuletzt wird berichtet, er habe immer wieder politische Neueinsteiger in ihrem Wahlkampf unterstützt und genieße deswegen die Unterstützung vieler seiner jungen Parteikollegen.[22]

Das amerikanische Wochenmagazin Newsweek beschrieb Kiuchi 2020 in einem Kommentar als Spitzenkandidaten („top candidate“) für die die nächste Wahl zum Premierminister.[23]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiuchi sammelt passioniert Schellackplatten. Er dokumentiert dieses Hobby in seinem Blog.[24] Als Diplomat schrieb er außerdem Beiträge für die Schallplattenfachzeitschrift Die Montagskritik (月曜評論).[25][26][27]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seijika no urajijō (政治家の裏事情, „Hintergründe eines Politikers“) – Autobiografie über Kiuchis politische Laufbahn bis 2012; ISBN 978-4-344-02180-8
  • Shin'nen Tsūshin (信念通信, „Überzeugungsübertragung“) – Magazin über Kiuchis Aktivitäten und politische Ansichten; zwei mal jährlich über Kiuchis Website als PDF veröffentlicht

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nihon Keisatsu Kanryō Sōgō Meikan (日本警察官僚総合名鑑, "Beamtengesamtregister der japanischen Polizeibehörde") - Auflage 2015
  2. a b c d e f g Lebenslauf Offizielle Website Minoru Kiuchi (Japanisch). Abgerufen am 29. September 2020.
  3. Kunihiro Saitō: Sei Kan Yōran: Kokkai Gi'in Jinbutsu Roku, Zen Kankōchō Kanbu Shokuin Roku (政官要覧:国会議員人物録・全官公庁幹部職員録, "Handbuch über Politiker und Beamte: Abgeordnetenregister, Beamtenregister"). Gesellschaft für Handbücher über Politiker und Beamte (政官要覧社), 2020, ISBN 978-4-915324-92-5, S. 125.
  4. Chūmoku Senkyoku Repōto! (Shizuoka 7 Ku) Katayama Satsuki, Kiuchi Minoru, Saiki Takeshi (注目選挙区レポート!【静岡7区】片山さつき×城内実×斉木武志, "Report zum viel beachteten Wahlkreis (Shizuoka Nr. 7) Satsuki Katayami, Minoru Kiuchi, Takeshi Saiki"). In: THE JOURNAL. 23. August 2009. Abgerufen am 26. Oktober 2020.
  5. Minoru Kiuchi: Seijika no urajijō (政治家の裏事情, "Hintergründe eines Politikers"). Gentōsha (幻冬舎), 2012, ISBN 978-4-344-02180-8, S. 38–42.
  6. Han Jimin no Ukezara ni; Kiuchi shi Kaze ni Uchikatsu (「反自民の受け皿に」 城内氏「風」に打ち勝つ, "Empfänger der Anti-LDP [Stimmung/Bewegung]; Kiuchi triumphiert gegen die aktuellen Tendenzen"). In: Asahi Shimbun. 3. September 2009, S. 31.
  7. Geschichte der Wahlen Nippon Hōsō Kyōkai (Japanisch). Abgerufen am 29. September 2020.
  8. Unterhauswahl 2005 Offizielle Website Präfektur Shizuoka (Japanisch). Abgerufen am 29. September 2020.
  9. G20環境・エネルギー大臣会合 閉幕 Offizielle Website Minoru Kiuchi (Japanisch). Abgerufen am 29. September 2020.
  10. 外務委員会委員名簿 Offizielle Website des Shugiin (Japanisch). Abgerufen am 24. Januar 2022.
  11. Takashi Nakajima: Kokkai Gi'in Yōran (国会議員要覧, "Abgeordnetenhandbuch"). Zentrum für nationale Politik (国政情報センター), 2020, ISBN 978-4-87760-304-5, S. 114.
  12. [http://IABotdeadurl.invalid/https://news.yahoo.co.jp/articles/7a58bee2286396aa149009890ccb9233908bccc0 @1@2Vorlage:Toter Link/news.yahoo.co.jp (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Kishida shi Shizuoka Otozure, Tatakai Nuku, Ko Mochidzuku shi Haka Mae ni mo, Jimin Sōsai Sen (岸田氏静岡訪れ「戦い抜く」故望月氏墓前にも 自民総裁選, "Herr Kishida besucht Präfektur Shizuoka, verspricht bis zum Schluss zu kämpfen, Selbst vor dem Grab von Herrn Mochidzuki, LDP-Wahl über Parteivorsitz").] In: Yahoo News Japan. 6. September 2020. Abgerufen am 5. Oktober 2020.
  13. Policy Offizielle Website Minoru Kiuchi (Japanisch). Abgerufen am 29. September 2020.
  14. a b 日独友好議員連盟 ドイツ出張 Offizielle Website Minoru Kiuchi (Japanisch). Abgerufen am 29. September 2020.
  15. フォルカー・カウダードイツ連邦議会議員来日 Offizielle Website Minoru Kiuchi (Japanisch). Abgerufen am 29. September 2020.
  16. a b Shizuka Kamei: Kamei Shizuka no Seikai Kōsaten (亀井静香の政界交差点, "Shizuka Kamei's Politische Kreuzung"). In: Shūkan Gendai. 10.–17. August 2019, S. 84–85.
  17. Amtssitz des japanischen Premierministers: Schriftlicher Bericht des Untersuchungsausschusses über die Reaktion auf den Terrorangriff auf japanische Staatsangehörige in Algerien. 28. Februar 2013, S. 1–21 (kantei.go.jp [PDF]).
  18. Kyōdo: Japan's Toll Highest in Hostage Crisis ("Japans Opferzahl höchste in Geiselnahme"). In: Japan Times. 25. Januar 2013. Abgerufen am 29. September 2020.
  19. Adam Nossiter & Rick Gladstone: Algerian Troops Attack Site to End Hostage Standoff ("Algerische Truppen greifen an, um Geiselnahme zu beenden"). In: The New York Times. 17. Januar 2013. Abgerufen am 29. September 2020.
  20. Tokui no Gaikō de Funtō, Kiuchi Seimukan, Yūbin Senkyo Rakusen kara Kusetsu 7 Nen Amari (得意の外交で奮闘 城内政務官 郵政選挙落選から苦節7年余, "Harter Kampf mit cleverer Diplomatie, parlamentarischer Vizeminister Kiuchi, über 7 Jahre an harter Arbeit seit der Niederlage in der Postprivatisierungswahl"). In: Sankei Shimbun. 26. Januar 2013. Abgerufen am 29. September 2020.
  21. Minoru Kiuchi: Arujeria Hitojichi Jiken de Seimukan toshite Taiō (アルジェリア人質事件で政務官として対応, "Reaktion auf die algerische Geiselnahme als parlamentarischer Vizeminister"). In: Shin Shin'nen Tsūshin. Mai 2013, S. 1.
  22. Fumiya Shinohara, Kōichi Kakutani, Daisuke Ueshima, Atsuo Itō, Tadaoki Nogami, Takanori Nishikawa, Shirō Tazaki & Tetsuo Suzuki: Shōrai Sōri ni Nareru Hito, Narenai Hito (将来、総理になれる人・なれない人, "Wer in der Zukunft Premierminister werden kann und wer nicht"). In: Shūkan Gendai. 13. Oktober 2018, S. 64–72.
  23. Mark Joseph: Will Japan's Next Prime Minister Manage the U.S. Relationship Well? ("Wird Japans nächster Premierminister die Beziehung mit den USA erfolgreich handhaben?"). In: Newsweek. 1. September 2020. Abgerufen am 28. Oktober 2020.
  24. ◇ コ ラ ム ◇ 50年代のGEのフォノアンプとカートリッジ Offizielle Website Minoru Kiuchi (Japanisch). Abgerufen am 29. September 2020.
  25. Minoru Kiuchi: Amerika Taishū Bunka wo Ai Shita Senzen no Nihonjin (アメリカ大衆文化を愛した戦前の日本人, "Die Vorkriegsjapaner, die amerikanische Popkultur liebten"). In: Getsuyō Hyōron. März 2000.
  26. Minoru Kiuchi: Senjichū no Rekōdo (戦時下のレコード, "Schallplatten während des Krieges"). In: Getsuyō Hyōron. April 2000.
  27. Minoru Kiuchi: Tōkyō Ongaku Gakkō to SP Rekōdo (東京音楽学校とSPレコード, "Das tokioter Konservatorium und Schellackplatten"). In: Getsuyō Hyōron. November 2000.
  28. 「ドイツ連邦共和国功労勲章大功労十字章」受章 Offizielle Website Minoru Kiuchi (Japanisch). Abgerufen am 29. September 2020.
  29. 「スペイン文民功労勲章」受章 Offizielle Website Minoru Kiuchi (Japanisch). Abgerufen am 29. September 2020.