Montale (Toskana)

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Montale
Wappen
Montale (Italien)
Montale
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Pistoia (PT)
Koordinaten 43° 56′ N, 11° 1′ OKoordinaten: 43° 56′ 0″ N, 11° 1′ 0″ O
Höhe 85 m s.l.m.
Fläche 32 km²
Einwohner 10.737 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 336 Einw./km²
Postleitzahl 51037
Vorwahl 0573
ISTAT-Nummer 047010
Volksbezeichnung Montalesi
Website http://www.comune.montale.pt.it/

Montale ist eine italienische Gemeinde mit 10.737 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Pistoia.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montale liegt im Tal des Ombrone Pistoiese und erstreckt sich bis in das Vorland des Apennin. Die Nachbargemeinden sind Agliana, Cantagallo (PO), Montemurlo (PO), und Pistoia. Der Ort umfasst auch die Ortsteile Tobbiana, Fognano und Stazione.

Im Hauptort Motale liegt Montale Alto, eine pistoiesische Festung auf einem Hügel, der die umliegende Landschaft beherrscht.

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montale zählt 3.671 Privathaushalte. Zwischen 1991 und 2001 stieg die Einwohnerzahl von 9.807 auf 10.143 an. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,4 % in zehn Jahren.

Einwohnerentwicklung von Montale bis 2001:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe der heutigen Stadt befand sich in der Antike eine Station einer Römerstraße, vermutlich der Via Cassia oder auch der Via Claudia (der genaue Straßenverlauf ist strittig). Die Abbazia di San Salvatore wurde im jahr 772 erstmals erwähnt. Aus dem 10. Jahrhundert stammt die Pfarrkirche S. Giovanni Battista im Ortsteil Viliano. 1094 erkannte Papst Urban II. San Zeno als Kathedrale an.

Das erste städtische Siedlungszentrum entstand im 13. Jahrhundert um die 1206 fertiggestellte Festung. Im Verlauf der Auseinandersetzungen zwischen den Städten Pistoia und Florenz wurde sie mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, 1303 von florentinischen Trupenn eingenommen und geschleift. Nach der Rückeroberung durch Pistoia wurde sie nicht wieder aufgebaut, sondern diente nun als Sitz des Podestà (Vogts) eines ausgedehnten Landgebiets.

Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Gemeinde - wie Pistioa - Teil des Großherzogtums Toskana.

Das Gemeindegebiet ist in seiner Ausdehnung seit dem Mittelalter etwa gleich geblieben, bis 1913 der ehemalige Ortsteil Agliana ein eigenständiger Ort wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Castello della Smilea wurde als mittelalterliche Festung errichtet und 1466 von den Florentinern eingezogen. Später wurde sie in ein Wohngebäude umgestaltet. Der Name leitet sich vermutlich von sei miglia (sechs Meilen) ab, der Entfernung zur Stadt Pistoia.
  • Abbazia di San Salvatore in Agna mit Krypta aus dem 10./11. Jahrhundert
  • Die Kirche S. Giovanni Battista in Montale war die älteste Pfarrkirche der Gegend, sie geht auf romanische Zeit zurück und wurde im 18. und 19. Jahrhundert umgestaltet, so dass sie heute im neoklassischen Stil gestaltet ist.
  • Casa al Bosco

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.