Pescia

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Dieser Artikel behandelt die Stadt in der Toskana. Zum Schweizer Curler siehe Claudio Pescia und zum argentinischen Fußballspieler siehe Natalio Pescia.
Pescia
Kein Wappen vorhanden.
Pescia (Italien)
Pescia
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Pistoia (PT)
Koordinaten 43° 54′ N, 10° 41′ OKoordinaten: 43° 54′ 0″ N, 10° 41′ 0″ O
Höhe 62 m s.l.m.
Fläche 79 km²
Einwohner 19.644 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 249 Einw./km²
Postleitzahl 51017, 51012, 51010
Vorwahl 0572
ISTAT-Nummer 047012
Volksbezeichnung Pesciatini
Schutzpatron Santa Dorotea (6. Februar)
Website Città di Pescia
Zentrum der Stadt Pescia
Zentrum der Stadt Pescia

Pescia [ˈpeʃːa] ist eine italienische Stadt in der Toskana in der Provinz Pistoia mit 19.644 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Pescia ist für ihren Blumenmarkt und für die Abenteuer von Pinocchio (Carlo Collodi) berühmt. Sie liegt zwischen Lucca und Florenz und hat eine Fläche von 79 km². Die Stadt liegt an den Ufern des Flusses Pescia.

In der Stadt gibt es zwei Wohnzentren, das erste für das öffentliche Leben am linken Ufer des Flusses und das zweite für das religiöse Leben am rechten Ufer des Flusses. Im ersten gibt es das Schloss und den Platz und im zweiten den Dom.

Zur Gemeinde Pescia gehören auch einige kleine Dörfer in den pesciatinischen Bergen. Jean-Charles-Léonard Simonde de Sismondi nannte die pesciatinischen Berge «Pesciatinische Schweiz», denn diese Berge ähnelten seinen schweizerischen Bergen. Alle diese Dörfer sind ähnlich: Alle Dörfer haben (oder hatten) eine Stadtmauer, eine kleine Kirche und einen Turm, welcher der Kirchenturm wurde. Diese Dörfer heißen: Medicina, Fibbialla, Aramo, San Quirico, Castelvecchio, Stiappa, Pontito, Sorana, Vellano und Pietrabuona. Andere Dörfer in der Gemeinde sind Collodi, Veneri, Alberghi und Chiodo.

Die wichtigsten Gebäude der Stadt sind der Palast Palagio, der Palast della Barba und der Dom, der Gemeindepalast und die Bibliothek. Ein anderes wichtigstes Gebäude ist der Alte Blumenmarkt (1951) aufgrund seiner modernen Architektur.

Die Gemeindeaktiva sind: Blumenanbau (Nelken) und Papierherstellung. Pescia ist in der ganzen Welt berühmt für seine Blumenherstellung und den Blumenabsatz (man nennt sie «die Blumenstadt»), die Stadt hat besonders sehr gute Beziehungen mit Belgien. Papierherstellung ist sehr alt, aber viele Papierfabriken produzieren noch heute Qualitätspapier und verkaufen sie in ganz Italien. In Pietrabuona liegt das Museum des Papiers.

Pescia ist ein wichtiges Schulzentrum in seiner Zone. In der Stadt gibt es drei Berufsschulen: Eine Buchhaltungsschule, eine Agrarschule und eine graphisch-touristische Berufsschule, und gibt es vier Gymnasien: Ein humanistisches, ein mathematisch-naturwissenschaftliches, ein psycho–pädagogisches und ein neusprachliches Gymnasium.

Pescia ist Sitz des Bistums Pescia. Hauptkirche ist die Kathedrale Maria Santissima Assunta e di San Giovanni Battista.

Geschichte der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einigen archäologischen Ausgrabungen denken Archäologen, dass die Langobarden hier die erste Ansiedlung bauten. Der Name der Stadt, Pescia, kam aus einem langobardischen Wort, das „Fluss“ bedeutete.

Lucca griff Pescia an und zerstörte es im dreizehnten Jahrhundert, die Pesciatiner bauten die Stadt aber schnell wieder auf. Während des Mittelalters stritten Florenz und Lucca um die Stadt, weil ihr unabhängiger Staat zwischen den Grenzen der zwei Republiken lag. Nachdem Pisa erfolglos versuchte, Pescia zu besetzen, eroberte Florenz es.

Stadtaktiva waren der Maulbeerbaumanbau und die Seidenraupenzucht. Man erzählt, dass die Seidenraupe von einem pesciatinischen Mönch aus dem Fernen Osten das erste Mal nach Europa gebracht wurde.

Am Ende des 17. Jahrhunderts benannte der Großherzog der Toskana Pescia „Stadt des Großherzogtums der Toskana“. Der Durchgang von Napoléon Bonaparte beschädigte die Stadtökonomie schwer, weil er die Seide mit der Zuckerrübe auswechselte.

Die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs beschädigten Pescia, die Stadt erholte sich aber schnell. Der Neue Blumenmarkt wurde aufgebaut und so begann der weltweite Blumenabsatz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürgermeister ist seit dem 27. Mai 2014 Oreste Giurlani.[2] Er löste Roberta Marchi ab, die seit Juni 2009 Bürgermeisterin war.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinden Pescias[3] sind

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pescia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Website Pescia – Il Sindaco, abgerufen am 21. November 2016
  3. Pescia e le Città gemellate