Nördlicher Steinwald

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Blick vom Wappenstein über Pechbrunn zum Großen Teichelberg

Der Nördliche Steinwald ist der nordöstliche Ausläufer des Steinwaldes im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth in Bayern.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basaltsteinbruch im Gebiet des Nördlichen Steinwalds

Das Gebiet grenzt sich deutlich geologisch vom südlichen Teil ab.[1] In Karten wird dieses bergige Waldgebiet in der Oberpfalz zumeist als Pechofener Wald bezeichnet. Naturräumlich ist es ein Teil des Fichtelgebirges. Im nördlichen Steinwald befinden sich ebenso wie in der Kemnather Senke mehrere Basaltkegel. Es sind Vulkanruinen, bei denen der Lavastrom in einen Kamin an die Erdoberfläche aufstieg und dort erstarrte. Im Laufe von Jahrmillionen ist das sie umgebende weichere Auswurfmaterial abgetragen worden, so dass das harte Basaltgestein in Säulen an die Oberfläche trat.

Es war bis 1995 ein gemeindefreies Gebiet mit einer Fläche von 10,889 km².

Die noch andauernden Auswirkungen des Vulkanismus sind die zahlreichen Mineralquellen der Umgebung. Sie entspringen im König-Otto-Bad bei Wiesau, in Kondrau bei Waldsassen, in Pechbrunn (Silvana-Heilquelle), in Hohenberg an der Eger (Carolinenquelle), in Erbendorf und in Neualbenreuth. Der letzte nachgewiesene aktive Vulkanismus fand vor ca. 200.000 Jahren bei Neualbenreuth statt.[2] Zwischen dem großen Teichelberg und dem Roßkopf verläuft ein Abschnitt der Europäischen Hauptwasserscheide. Der Großteil des nördlichen Steinwalds entwässert über die Elbe in die Nordsee. Sowohl die Bahnstrecke Regensburg–Oberkotzau als auch die Autobahn A 93 durchschneiden das Gebiet des Pechofener Walds in Nord-Süd-Richtung.

Basalterhebungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritsch Wanderkarte Nr. 52 Naturpark Fichtelgebirge, 1:50.000
  • Bayerisches Landesvermessungsamt München, Topografische Karte 1:25.000, Naturpark Steinwald

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der südliche Teil des großen Teichelbergs, das Tal des Seibertsbaches und der Steinhügel nördlich von Pechbrunn sind als FFH-Schutzgebiet ausgewiesen. Die potenzielle natürliche Vegetation des nördlichen Steinwalds wäre ein Waldmeister-Tannen-Buchenwald im Komplex mit Waldgersten-Tannen-Buchenwald.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nördlicher Steinwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • quer-Beitrag Reportage in quer, vom 9. Juni 2016 ab 16:00 min, über den Teichelberg und das Basaltwerk in Pechbrunn
  • Seismometer Subnetz Marktredwitz Der Erdbebendienst Bayern überwacht die Region mit mehreren Stationen, die die seismische Aktivität aufzeichnen.
  1. Erdgeschichte des Oberpfälzer Waldes - Geolog. Bau, Gesteine, Sehenswürdigkeiten vom Bayerisches Landesamt für Umwelt, 2009, S. 23, Abb. 10
  2. http://www.onetz.de/neualbenreuth/vermischtes/besondere-funde-erdoel-in-weiden-ein-vulkan-in-neualbenreuth-explosive-erdgeschichte-d27628.html
  3. Potentielle natürliche Vegetation Bayerns, Übersichtskarte mit Erläuterungen, hrsg. v. Bayerischen Landesamt für Umwelt, Augsburg 2012.