Wiesau

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wiesau (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Wiesau
Wiesau
Deutschlandkarte, Position des Marktes Wiesau hervorgehoben
Koordinaten: 49° 54′ N, 12° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Verwaltungs­gemeinschaft: Wiesau
Höhe: 528 m ü. NHN
Fläche: 42,72 km²
Einwohner: 4094 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 95676,
95689 (Hurtingöd)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09634
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 159
Marktgliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
95676 Wiesau
Webpräsenz: www.wiesau.de
Bürgermeister: Toni Dutz (CSU)
Lage des Marktes Wiesau im Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Bayreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Lenauer Forst Erbendorf Pullenreuth Kastl (bei Kemnath) Waldershof Kemnath Wiesau Waldsassen Tirschenreuth Reuth bei Erbendorf Plößberg Pechbrunn Neusorg Neualbenreuth Mitterteich Mähring Leonberg (Oberpfalz) Kulmain Krummennaab Konnersreuth Fuchsmühl Friedenfels Falkenberg (Oberpfalz) Ebnath Brand (Oberpfalz) Bärnau Immenreuth TschechienKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Wiesau (bairisch: Wiesa) ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wiesau, der auch der Markt Falkenberg angehört.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 14 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet rund um Wiesau im Nordgau wurde in der Zeit vor dem 11. Jahrhundert besiedelt. Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wurde Wiesau im Jahr 1281 als erbuntertäniger Besitz des Klosters Waldsassen und gehörte zu dessen Stiftland.

Siehe auch: Burg Wiesau

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreuzbergkirche auf dem Kreuzberg

Neben der Kreuzbergkirche, dem Wahrzeichen von Wiesau, gibt es die katholische Pfarrkirche St. Michael und die evangelische Auferstehungskirche. Die Altäre der Kreuzbergkirche wurden vom Waldsassener Bildhauer Karl Stilp gefertigt. Die Bevölkerungsmehrheit ist römisch-katholisch.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt Wiesau besteht aus den Orten: Wiesau, Elsenmühle, Hechtmühle, Hurtingöd, Kornthan, Leugas, Muckenthal, Mühlhof, König-Otto-Bad, Schönfeld, Schönhaid, Tirschnitz, Triebendorf, Veitmühle. Am 1. Januar 1978 wurden die ehemalige Gemeinde Schönhaid mit den Gemeindeteilen Leugas und Schönhaid und aus der ehemaligen Gemeinde Voithenthan die Gemeindeteile Kornthan, Muckenthal und Mühlhof in den Markt Wiesau eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Bau der Bahnlinie RegensburgHof (Saale) und dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 nahm die Zahl der Einwohner durch die Aufnahme von Heimatvertriebenen, meist aus dem Egerland, zu. Mitte der 1990er Jahre pendelte sie sich auf 4800–4900 ein, gegenwärtig (2006) hat der Ort etwa 4300 Einwohner. Der starke Einwohnerschwund von zwölf Prozent ist auf fehlende Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven für junge Leute in der gesamten Region zurückzuführen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 führte zu folgender Sitzverteilung für die Legislaturperiode 2014–2020 in Wiesau (in Klammern die Zahl der Sitze zuvor):[4]

  • CSU: 10 Sitze (11)
  • SPD: 2 Sitze (2)
  • FW: 4 Sitze (3)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Toni Dutz, Zweiter Fritz Holm. Seit Mai 2008 ist Erich Lang Dritter Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Markterhebung 1933 führt Wiesau ein eigenes Wappen. Der rote geflügelte Drache stammt aus dem Wappen des Klosters Waldsassen; der silberne Schild mit blauem Balken ist das heraldische Zeichen der Landgrafen von Leuchtenberg.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Juli 2005 verbindet eine Partnerschaft den Markt Wiesau und die Gemeinde Rettenberg im Allgäu.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Wiesau

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof mit Bahngelände

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesau liegt an der Bundesautobahn 93 Regensburg – Hof mit der Anschlussstelle Wiesau und an der Bundesstraße 299 Amberg – Waldsassen. Durch Wiesau führt die Hauptstrecke der Deutschen Bahn Regensburg–Oberkotzau(–Hof) mit dem einzigen Regionalexpresshalt dieser Strecke im Landkreis am Bahnhof Wiesau. Bus- und Bahnverbindungen gibt es ins benachbarte Tschechien sowie nach Regensburg, München und Nürnberg.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kindergärten:

  • Kindergarten St. Elisabeth
  • Kindergarten St. Josef

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grund- und Hauptschule
  • Staatliche Berufsschule (überregionaler Sprengel für Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker, Betonbauer und Verfahrensmechaniker)
  • Staatliche Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten; Schwerpunkt: Informationsverarbeitung
  • Staatliche Berufsfachschule für gastgewerbliche Berufe (erstes Ausbildungsjahr für Köche, Restaurantfachleute, Hotelfachleute und Fachleute für Systemgastronomie)
  • Staatliche Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement (in drei Jahren zum staatlich geprüften Assistenten und zur Fachhochschulreife)
  • Staatliche Berufsfachschule für IT-Berufe (Informatikkaufleute, Fachinformatiker Anwendungsentwicklung)
  • Staatliche Fachschule für Datenverarbeitung (staatlich geprüfter Wirtschaftsinformatiker)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Kärner aus Wiesau baute die Kärner AG, ein Unternehmen für Damenoberbekleidung, auf. Er starb im Jahre 2005 in seiner Wahlheimat Rottach-Egern.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/170906&attr=OBJ&val=1100
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 663.
  4. Website Markt Wiesau, Marktgemeinderat

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wiesau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Wiesau – Reiseführer