Krummennaab

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Krummennaab
Krummennaab
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Krummennaab hervorgehoben
Koordinaten: 49° 50′ N, 12° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Verwaltungs­gemeinschaft: Krummennaab
Höhe: 480 m ü. NHN
Fläche: 17,68 km2
Einwohner: 1473 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 92703, 92681
Vorwahl: 09682
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 132
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 1
92703 Krummennaab
Webpräsenz: www.krummennaab.de
Bürgermeister: Ulrich Roth (SPD)
Lage der Gemeinde Krummennaab im Landkreis Tirschenreuth
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Über dieses Bild

Krummennaab (bairisch: Krummanoo) ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Krummennaab.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krummennaab liegt zwischen den Naturparks Oberpfälzer Wald und Steinwald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Krummennaab gliedert sich in 17 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts erwarben die Notthafft von Weißenstein das Dorf und die Burg Krummennaab. Vorher befand sich der Ort im Besitz der Familie Wild von Wildenreuth (Wellenreuth). 1564 gelangte das Rittergut an Georg Wispeck von Velburg, von dem es 1571 Georg von Rochau erwarb. Die Rochau besaßen Krummennaab bis nach dem Dreißigjährigen Krieg. 1668 erwarb Wolf Ernst von Lindenfels auf Weidenberg den Besitz. Die mittelalterliche Burg war wahrscheinlich eine mit Wassergraben umgebene Niederungsburg und befand sich im Unteren Dorf auf einer von der Naab und dem Mühlgraben umflossenen Insel. Im Jahre 1717 wurde im alten Schlössl von Karl Christian von Lindenfels eine Glas-Polier-Mühle eingerichtet. In der Nachbarschaft befand sich auch eine zum Rittergut gehörende Mahlmühle, sowie das Gärtner- und Jägerhaus. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Schloss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wann das neue Schloss im oberen Dorf erbaut wurde, ist unklar. Das Pächterhaus im geräumigen Schlosshof trug einst das Wappen des Wolf Ernst von Lindenfels († 1699) und seiner Gemahlin Magdalena von Giech. Das Schlossgebäude selbst wurde nach einem Brandunglück im Jahr 1705 von Karl Christian von Lindenfels wieder aufgebaut. 1724/25 erwarb der französische Adelige Louis Anne de Sainte Marie Eglise das Gut Krummennaab und gründete eine Glaspoliere. Nach seinem Tod im Jahr 1756 wechselte das Schloss mehrfach seine adeligen Besitzer, bis es 1787 an Johann Georg von Grafenstein gelangte, dessen Nachkommen es bis 1856 besaßen. Der letzte adelige Besitzer Krummennaabs, Karl Theodor Freiherr von Künsberg, zertrümmerte den Gutsbesitz und verkaufte auch die Schlossgebäude an bürgerliche Hände.

Im Jahr 1894 wurde im alten Schloss eine Porzellanfabrik eingerichtet, die 1939 vom Weidener Porzellanfabrikanten Wilhelm Seltmann erworben wurde. Nach und nach mussten alle Gebäude des Schlossgutes den Bauten der Porzellanfabrik weichen. Das Schlossgebäude selbst fiel 1966 der Baggerschaufel zum Opfer. Heute erinnern nur noch zwei in ein modernes Wohngebäude eingemauerte Wappensteine und eine barocke Zaunsäule an das ehemalige Schloss Krummennaab.

Siehe auch: Burg Trautenberg

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1939 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Burggrub eingegliedert. Im Jahr 1945 oder 1946 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Trautenberg hinzu. Thumsenreuth folgte am 1. Juli 1972.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt; oben geteilt von Rot und Silber, darin drei blaue Spitzen; unten in Blau ein goldener Adler.

Die Gemeinde führt das Wappen seit 1962.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Evangelische Pfarrkirche ist im Kern noch spätgotisch (15. Jahrhundert). Ihr heutiges Aussehen mit der neugotischen Turmfront erhielt sie nach einem Brand im Jahr 1832. Die Ausstattung stammt im Wesentlichen aus der Zeit um 1730.
  • Die Gebäude des Schlosses Krummennaab mussten im 20. Jahrhundert dem Industriekomplex der Porzellanfabrik Seltmann Weiden weichen. Sie bestimmt heute das Ortsbild von Krummennaab.
  • Schloss Burggrub (Krummennaab), ehemalige Landsasserei im Ortsteil Burggrub

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krummennaab liegt zwischen dem Steinwald und dem Naturschutzgebiet Waldnaabtal.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krummennaab liegt an der B 299. Über die Anschlussstelle Falkenberg (Entfernung: acht Kilometer) verfügt der Ort über eine gute Anbindung an die A 93 Regensburg-Hof.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Ortsteil Thumsenreuth gibt es einen Badeweiher mit Campingplatz.
  • Krummennaab hat einen der katholischen Kirchengemeinde gehörenden Kindergarten sowie eine Grundschule mit derzeit (Stand 2008) 168 Schülern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Stark: Die Familie Notthafft - Auf Spurensuche im Egerland, in Bayern und Schwaben. Weißenstadt 2006, ISBN 3-926621-46-X

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1086&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111108/093945&hodie=20111108/093949
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 537

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krummennaab – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien