NBA 1951/52

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National Basketball Association
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Dauer 1. November 1951 – 25. April 1952
Saisonspiele je Team 66
Anzahl der Teams 10
Top Seed
Beste Bilanz Rochester Royals
Top scorer Paul Arizin (Philadelphia Warriors)
Playoffs
Eastern Division-Champion New York Knickerbockers
Western Division-Champion Minneapolis Lakers
Finals
NBA-Meister Minneapolis Lakers

Die NBA-Saison 1951/52 war die sechste Saison der National Basketball Association und begann am 1. November 1951 und endete regulär nach 330 Spielen am 16. März 1952. Die Postseason begann am 18. März und endete am 25. April mit 4—3 Finalsiegen der Minneapolis Lakers über die New York Knickerbockers.

Saisonnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alle verbliebenen zehn Teams des Vorjahres beendeten die reguläre Saison. Die Tri-Cities Blackhawks zogen aber von den Tri-Cities Moline und Rock Island in Illinois sowie Davenport in Iowa nach Milwaukee in Wisconsin und tauften sich in Milwaukee Hawks um.
  • Die Drei-Sekunden-Zone wurde von zwei auf vier Meter verbreitert. Doch statt die „großen Männer“ zu beschränken, öffnete die Verbreiterung das Spiel und erlaubte eine größere Schussauswahl.
  • So machte George Mikan von den Minneapolis Lakers am 20. Januar 1952 gegen die Rochester Royals 61 Punkte und blieb damit nur zwei Punkte hinter dem bestehenden Rekord von Joe Fulks aus dem Jahre 1949. Insgesamt brachten 15 NBA-Spieler dieses Kunststück zustande.
  • Dolph Schayes gelangen im Spiel seiner Syracuse Nationals gegen die Minneapolis Lakers 23 Freiwürfe aus 27 Versuchen. Auch wenn das Spiel in die dritte Verlängerung gegangen sein mag, gelang dies dennoch lediglich zehn weiteren Spielern insgesamt zwölfmal.
  • Alex Groza und Ralph Beard von den Indianapolis Olympians, zwei junge All-Stars des Vorjahres und olympische Goldmedaillengewinner von 1948 wurden wegen der Verwicklung in den City College of New York-Wettbetrug aus der Saison 1949/50 von NBA-Präsident Maurice Podoloff auf Lebenszeit gesperrt.[1]
  • Das zweite All-Star-Game fand am Montag, den 11. Februar 1952 vor 10.211 Zuschauern erneut im Boston Garden statt. Al Cervi gewann mit den Eastern All-Stars 108—91 gegen John Kundlas Western All-Stars. Most Valuable Player des All-Star-Games wurde Paul Arizin von den Philadelphia Warriors.[2]

Abschlusstabellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. = Rang,      = Für die Playoffs qualifiziert, Sp = Anzahl der Spiele, S—N = Siege—Niederlagen, % = Siegquote (Siege geteilt durch Anzahl der bestrittenen Spiele), GB = Rückstand auf den Führenden der Division in Anzahl der Siege, Heim = Heimbilanz, Ausw. = Auswärtsbilanz, Neutr. = Bilanz auf neutralem Boden, Div. = Bilanz gegen die Divisionsgegner

Eastern Division[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NBA 1951/52 (USA)
Philadelphia
Philadelphia
New York
New York
Syracuse
Syracuse
Boston
Boston
Baltimore
Baltimore
Minneapolis
Minneapolis
Rochester
Rochester
Fort Wayne
Fort Wayne
Indianapolis
Indianapolis
Milwaukee
Milwaukee
NBA 1951/52: Western Division in Rot, Eastern Division in Blau. Die Blackhawks ziehen nach Milwaukee.
Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div.
1. Syracuse Nationals 66 40—26 .606 26—70 12—18 02—10 21—15
2. Boston Celtics 66 39—27 .591 01 22—70 10—19 07—10 22—14
3. New York Knicks 66 37—29 .561 03 21—40 12—22 04—30 23—13
4. Philadelphia Warriors 66 33—33 .500 07 24—70 06—25 03—10 14—22
5. Baltimore Bullets 66 20—46 .303 20 17—15 02—22 01—90 10—26

Western Division[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div.
1. Rochester Royals 66 41—25 .621 28—50 12—18 01—20 22—14
2. Minneapolis Lakers 66 40—26 .606 01 21—50 13—19 06—20 24—12
3. Indianapolis Olympians 66 34—32 .515 07 25—60 04—24 05—20 18—18
4. Fort Wayne Pistons 66 29—37 .439 12 22—11 06—24 01—20 17—19
5. Milwaukee Hawks 66 17—49 .258 24 07—13 03—22 07—14 09—27

Führende Spieler in Einzelwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kategorie Spieler Mannschaft Wert
Punkte Paul Arizin Philadelphia Warriors 1674
Wurfquote Paul Arizin Philadelphia Warriors 44,8 %
Freiwurfquote Bobby Wanzer Rochester Royals 90,4 %
Assists Andy Phillip Philadelphia Warriors 539
Rebounds Larry Foust
Mel Hutchins
Fort Wayne Pistons
Milwaukee Hawks
880
210 Körbe nötig. Arizin nahm 1222 Schüsse und traf 548 mal.
180 Freiwürfe nötig. Wanzer traf 377 von 417.
  • Mit 286 beging George Mikan die meisten Fouls, und führte damit zum dritten Mal in Folge die Foulstatistik an. Don Boven von den (Milwaukee Hawks) war währenddessen mit 18 mal am häufigsten fouled out.
  • Paul Arizin stand mit 2939 Minuten am längsten auf dem Parkett. Seine 1674 Punkte ergaben einen Durchschnitt von 25,4 Punkten pro Spiel.
  • Bis zur Saison 1968/69 wurden den Statistiken in den Kategorien „Punkte“, „Assists“ und „Rebounds“ die insgesamt erzielten Leistungen zu Grunde gelegt und nicht die Quote pro Spiel. Die wäre bei Andy Phillip 8,2 Assists pro Spiel und George Mikan käme mit seinen 866 Rebounds in 64 Spielen auf einen Durchschnittswert von 13,5 Rebounds im Gegensatz zu den 13,3 Rebounds von Hutchins und Foust in jeweils 66 Spielen.[3]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Playoffs-Baum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  Division-Halbfinals Division-Finals NBA-Finals
                           
  E1 Syracuse Nationals 2  
E4 Philadelphia Warriors 1  
  E4 Syracuse Nationals 1  
Eastern Division
  E3 New York Knicks 3  
E2 Boston Celtics 1
E3 New York Knicks 2  
  E3 New York Knicks 3
  W2 Minneapolis Lakers 4
W2 Minneapolis Lakers 2  
W3 Indianapolis Olympians 0  
W2 Minneapolis Lakers 3
Western Division
  W1 Rochester Royals 1  
W1 Rochester Royals 2
  W4 Fort Wayne Pistons 0  

Playoffs-Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Playoffs begannen am 18. März und wurden in den Division-Halbfinals nach dem Modus „Best of Three“ ausgetragen, die Division-Finals nach dem Modus „Best of Five“ und die NBA-Finals nach dem Modus „Best of Seven“. Es kam zu denselben Playoff-Paarungen des Vorjahres, lediglich im Fall des Western Division-Finals zwischen Lakers und Royals mit einem umgekehrten Ausgang. Wieder gelang es New York nach der regulären Saison als drittplatziertem Team der Division, den Divisions-Titel zu erringen.

Eastern Division-Halbfinals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

New York Knickerbockers 2, Boston Celtics 1
Mittwoch, 19. März: Boston 105 — 94 New York
Sonntag, 23. März: New York 101 — 97 Boston
Mittwoch, 26. März: Boston 87 — 88 New York (n.2.V.)

Syracuse Nationals 2, Philadelphia Warriors 1
Donnerstag, 20. März: Syracuse 102 — 83 Philadelphia
Sonnabend, 22. März: Philadelphia 100 — 95 Syracuse
Sonntag, 23. März: Syracuse 84 — 73 Philadelphia

Western Division-Halbfinals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rochester Royals 2, Fort Wayne Pistons 0
Dienstag, 18. März: Rochester 95 — 78 Fort Wayne
Donnerstag, 20. März: Fort Wayne 86 — 92 Rochester

Minneapolis Lakers 2, Indianapolis Indians 0
Sonntag, 23. März: Minneapolis 78 —70 Indianapolis
Dienstag, 25. März: Indianapolis 87 — 94 Minneapolis

Eastern Division-Finals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

New York Knickerbockers 3, Syracuse Nationals 2
Mittwoch, 2. April: Syracuse 85 — 83 New York
Donnerstag, 3. April: Syracuse 102 — 92 New York
Freitag, 4. April: New York 99 — 92 Syracuse
Dienstag, 8. April: New York 100 — 93 Syracuse

Western Division-Finals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Minneapolis Lakers 3, Rochester Royals 1
Sonnabend, 29. März: Rochester 88 — 78 Minneapolis
Sonntag, 30. März: Rochester 78 — 83 Minneapolis
Sonnabend, 5. April: Minneapolis 77 — 67 Rochester
Sonntag, 6. April: Minneapolis 82 — 80 Rochester

NBA-Finals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Minneapolis Lakers vs. New York Knickerbockers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie im Vorjahr verfehlten die New York Knickerbockers die Meisterschaft nur knapp. Die Minneapolis Lakers unterstrichen ihre Dominanz der letzten Jahre und sollten mit dieser Meisterschaft eine kleine Serie einrichten. Die ersten drei Heimspiele der Lakers fanden in Saint Paul, der Zwillingsstadt von Minneapolis, statt.

Die Finalergebnisse:

Sonnabend, 12. April: Minneapolis 83 — 79 New York (n. V.)
Sonntag, 13. April: Minneapolis 72 — 80 New York
Mittwoch, 16. April: New York 77 — 82 Minneapolis
Freitag, 18. April: New York 90 — 89 Minneapolis (n. V.)
Sonntag, 20. April: Minneapolis 102 — 89 New York
Mittwoch, 23. April: New York 76 — 68 Minneapolis
Sonnabend, 25. April: Minneapolis 82 — 65 New York

Die Minneapolis Lakers werden mit 4—3 Siegen NBA-Meister.

Die Meistermannschaft der Minneapolis Lakers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Minneapolis Lakers
Jim Pollard, Frank Saul, George Mikan, Joe Hutton, Vern Mikkelsen, Lew Hitch, Slater Martin, Howie Schultz, Bob Harrison, Whitey Skoog | Head Coach: John Kundla

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. N.N.:Season review: 1951-52 Saisonrückblick der NBA-Website. New York, 2. März 2013; abgerufen am 30. Mai 2017 (in Englisch)
  2. N.N.: 1952 NBA All-Star Game East 108 vs West 91 Auf: Basketball Reference-Website, 2000-2017; abgerufen am 29. Mai 2017 (in Englisch)
  3. Official NBA-Guide 2016-2017, herausgegeben von der NBA auf der NBA-Website. New York, 2016; abgerufen am 30. Mai 2017 (in Englisch)