Naomi Campbell

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Naomi Campbell (2007)

Naomi Elaine Campbell (* 22. Mai 1970 in Lambeth, London) ist ein britisches Model und Schauspielerin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naomi Campbell wurde als Tochter der jamaikanischen Balletttänzerin Valerie Campbell (geb. Morris) geboren. Die Identität ihres jamaikanisch-chinesischen Vaters, den sie nie kennenlernte, wird von der Mutter nicht benannt. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte sie 1978 mit sieben Jahren in einem Musikvideo von Bob Marley für dessen Song Is This Love?. Die Schule brach sie ohne Abschluss ab und begann mit vierzehn Jahren eine Ausbildung an der Londoner Schauspielschule Italia Conti Academy of Theatre Arts. Sie besuchte die London Academy of Performing Arts.

1980er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985 wurde Campbell von Beth Boldt, einer Agentin der Frauenzeitschrift Elle, im Londoner Covent Garden entdeckt. Daraufhin wurde sie von der Modelagentur Synchro Models unter Vertrag genommen.

1986 hatte Campbell ihre ersten Fotoaufnahmen für die britische Ausgabe der Elle. Im Jahr 1987 wurde sie von dem englischen Fotografen Terence Donovan gemeinsam mit dem gerade erst entdeckten somalischen Model Waris Dirie für den Pirelli-Kalender fotografiert. Der Durchbruch als Fotomodell gelang ihr 1988, als sie das erste schwarze Model auf den Covern der französischen Vogue und des US-amerikanischen Nachrichtenmagazins TIME war. Seitdem zählt Campbell zu den berühmtesten und gefragtesten Models der Branche.

1990er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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1991 wurde sie vom People Magazine unter die „50 schönsten Menschen“ gewählt. 1999 posierte sie nackt für den Playboy. Campbell arbeitet seitdem mit den bekanntesten Fotografen zusammen, zu denen u.a. die deutsche Fotografin Ellen von Unwerth und der deutsche Starfotograf Peter Lindbergh zählen.

Neben ihrer Laufstegkarriere versuchte Campbell sich als Schauspielerin und Sängerin. Im Jahr 1995 erschien ihre erste CD mit dem Titel „Baby Woman“. Die CD wurde weltweit über eine Million mal verkauft. Ihr „La La La“- Liebeslied mit dem japanischen Sänger Kubota Toshinobu (久保田 利伸) schaffte es in Japan auf Platz 1 der Oricon Charts.

Campbell trat in den Musikvideos „Freedom“ von George Michael (zusammen mit weiteren Models wie Cindy Crawford, Christy Turlington, Tatjana Patitz und Linda Evangelista), „Erotica“ von Madonna, „In the Closet“ von Michael Jackson, „Change Clothes“ von Jay-Z und auf der Single „Cool as Ice“ von Vanilla Ice auf.

Im Jahr 1991 gab Campbell in dem Film Cool as Ice an der Seite von Vanilla Ice ihr Filmdebüt. Der Film war an den Kinokassen ein Flop und wurde von Kritikern negativ bewertet. Zwei Jahre später hatte sie in der Komödie The Night We Never Met an der Seite von Matthew Broderick eine kleinere Rolle als französische Käseverkäuferin. 1996 spielte sie in zwei Filmen mit: In dem Drama Girl 6 des US-amerikanischen Regisseurs Spike Lee war sie nur ganz kurz zu sehen. In dem Film Invasion of Privacy von Drehbuchautor Larry Cohen spielte sie ihre erste Hauptrolle. Im selben Jahr wirkte sie in der Dokumentation Catwalk” mit.

1996 gründete sie gemeinsam mit fünf weiteren Topmodels (Cindy Crawford, Kate Moss, Elle Macpherson, Christy Turlington und Claudia Schiffer) das Fashion Café in New York City. Ein Jahr später erschien unter ihrem Namen ein Roman mit dem Titel „Swan“. Der Roman wurde zum Bestseller und sorgte für Schlagzeilen, da der Roman von einer Ghostwriterin verfasst worden war und Campbell selbst kaum ein Wort geschrieben hatte. Im selben Jahr erschien ein Bildband mit dem Titel „Naomi“. Die Bilder wurden von den Fotografen Herb Ritts, Steven Meisel, Richard Avedon, Ellen von Unwerth und Peter Lindbergh ausgesucht.

Die Einkünfte aus dem Verkauf der beiden Bücher spendete Campbell der Wohltätigkeitsorganisation Red Cross Somalia Relief Fund. Sie setzt sich noch für weitere Organisationen ein, zu denen u. a. der „Nelson Mandela Children Fund“ und der „Fidel Castro Cuban Children Fund“ gehören. Wie viele andere Prominente auch unterstützt sie die Organisation UNESCO. Sie setzt sich besonders für Jamaika ein (die Heimat ihrer Mutter) und lässt dort in ihrem Namen Kindergärten und Häuser errichten.

2000er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2007 stießen Campbells Planungen, im Badeort Malindi (Kenia) das „Billionaire Resort“, ein Sechs-Sterne-Hotel mit Casino, zu bauen, auf Kritik von Umweltschützern. Umweltschützer warnten, das Hotel würde durch Lärm und Licht die Schildkrötenbrut beeinträchtigen.

In den Jahren 2007 und 2008 geriet Campbell mit dem Gesetz in Konflikt. 2007 musste sie einen Strafdienst versehen, weil sie einem Hausmädchen ein Telefon an den Kopf geworfen hatte. 2008 verurteilte ein Londoner Gericht sie zu gemeinnütziger Arbeit, weil sie Polizisten am Flughafen Heathrow attackiert und das Kabinenpersonal beleidigt hatte.[1]

Campbell brachte acht Parfums auf den Markt: "Naomi Campbell", "Naomagic", "Sunset", "Exult", "Paradise Passion", "Cat Deluxe", "Winter Kiss", "Cat Deluxe at night" und "Cat Deluxe with kisses".

Campbell ist immer noch als Model auf dem Laufsteg tätig. Im April 2016 kündigte sie die Fortsetzung ihrer Rolle in der Fernsehserie Empire an sowie die Veröffentlichung einer Retrospektive auf ihre Model-Karriere in Buchform.[2]

Campbells Rolle im Prozess gegen Taylor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2010 sagte Campbell als Zeugin im Verfahren vor dem Sondergerichtshof für Sierra Leone in Den Haag gegen den ehemaligen Präsidenten von Liberia, Charles Taylor, zur Frage der Weitergabe sogenannter Blutdiamanten aus. Sie gab an, im September 1997 in Südafrika mehrere „schmutzig aussehende Steine“ geschenkt bekommen zu haben. Ob diese ihr von Taylor geschickt worden seien, könne sie aber nicht sagen. Campbell hatte eine Aussage in Den Haag zunächst abgelehnt, da sie um ihre Sicherheit und die ihrer Familie fürchtete. Das Gericht ordnete jedoch ihr Erscheinen unter Androhung von Zwangsmaßnahmen an.[3][4] Campbells Aussagen deckten sich nicht mit den Angaben von Mia Farrow und Campbells ehemaliger Agentin Carol White, die ebenfalls vor dem Gericht aussagten. Danach soll Campbell gewusst haben, dass das Geschenk von Taylor gestammt habe. Farrow gab zudem an, es habe sich nicht um mehrere Rohdiamanten, sondern um einen großen Diamanten gehandelt.[5][6]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Album[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Led By My Heart

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Naomi Campbell, Allen Jones, Josh Baker: Naomi Campbell. Hardcover mit 4 Ausklappseiten, signiert von Naomi Campbell, 496 Seiten, 33 x 46,2 cm, mit Begleitband, 368 Seiten, in einem Multiple von Allen Jones. TASCHEN, Köln 2016, ISBN 978-3-8365-4911-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Naomi Campbell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Naomi Campbell – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. f1399,00.html "Wütendes Supermodel", Spiegel online, 3. März 2010
  2. Janelle Okwodu: Naomi Campbell Isn’t Even Close to Done: The Supermodel Looks Back on 30 Years in the Spotlight, in Vogue, vom 4. April 2016, abgerufen am 6. April 2016
  3. "Das Model und der Diamant", FAZ, 5. August 2010
  4. "Naomi Campbell bestätigt Diamanten-Geschenk ", Focus, 5. August 2010
  5. NZZ: Mia Farrow widerspricht Naomi Campbell vom 9. August 2010
  6. NZZ: Auch Ex-Agentin widerspricht Campbell vom 10. August 2010