Paloma Faith

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Paloma Faith (2010)

Paloma Faith; eigentlich Paloma Blomfield (* 21. Juli 1981 in Hackney, London), ist eine englische Schauspielerin und Sängerin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paloma Faith hat eine Ausbildung als Jazzsängerin[1] und Tänzerin und erwarb einen Master am St. Martins College in Theaterregie. Mit 18 trat sie unter anderem in Cabarets als Sängerin einer Coverband namens Paloma and the Penetrators und als Assistentin eines Zauberers auf, später wirkte sie in einem Burlesque-Theater mit.[2]

In das Musikgeschäft kam sie durch einen Gelegenheitsjob in einem Dessousladen. Eine Kundin dort konnte ihr entsprechende Kontakte vermitteln.[3] Ihr wurde auch angeboten, als Backgroundsängerin für Amy Winehouse zu arbeiten; sie zog jedoch eine eigenständige Karriere vor. Musikalisch reicht ihre Bandbreite vom Jazzpop der 1950er Jahre über den Motown-Soul bis zum Funk-Soul der 1970er. Bekannt wurde die Halbspanierin auch durch ihre extravaganten Bühnenshows, bei denen sie besonderen Wert auf Kostüme und Bühnendekoration legt. Über ihren Gesang urteilte Die Zeit „dass in ihrer Stimme Amy Winehouse und Duffy mitschwingen“. Ihr Stil sei eine Mischung aus Jazz, Soul, Chanson und Glamour-Pop.[4]

Ab 2006 spielte sie auch kleinere Rollen in Fernsehserien, größere Bekanntheit erlangte sie dann durch ihre Mitwirkung in Die Girls von St. Trinian (2007).

Mit dem Lied Stone Cold Sober hatte Paloma Faith im Sommer 2009 einen ersten Hit in ihrer Heimat, der äußerst erfolgreich im Radio lief und auch im Ausland Interesse fand. Im August und September 2009 wurde es in Australien und verschiedenen europäischen Ländern veröffentlicht. Größere Bekanntheit erlangte sie mit dem Song New York. Nach drei früheren Nominierungen für die Brit Awards wurde Faith 2015 als „Best British Female Solo Artist“ ausgezeichnet.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BRIT Awards

  • 2015: British Female Solo Artist[6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2009 Do You Want the Truth or Something Beautiful? 37
(3 Wo.)
9 Doppelplatin
(122 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. September 2009
2012 Fall to Grace 36
(2 Wo.)
2 Doppelplatin
(70 Wo.)
170
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Mai 2012
2014 A Perfect Contradiction 91
(1 Wo.)
2 Doppelplatin
(85 Wo.)
176
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. März 2014

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
2010 iTunes Festival: London 2010 Erstveröffentlichung: 7. Juli 2010

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2009 Stone Cold Sober
Do You Want the Truth or Something Beautiful?
70
(3 Wo.)
36
(7 Wo.)
17
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2009
New York
Do You Want the Truth or Something Beautiful?
54
(5 Wo.)
15
(20 Wo.)
15 Silber
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. September 2009
Do You Want the Truth or Something Beautiful?
Do You Want the Truth or Something Beautiful?
64
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Dezember 2009
2010 Upside Down
Do You Want the Truth or Something Beautiful?
55
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. März 2010
2012 Picking Up the Pieces
Fall to Grace
7 Gold
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2012
30 Minute Love Affair
Fall to Grace
50
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. August 2012
Just Be
Fall to Grace
66
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 2012
Never Tear Us Apart
Fall to Grace
16 Silber
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. September 2012
2014 Can't Rely on You
A Perfect Contradiction
10 Silber
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Februar 2014
Only Love Can Hurt Like This
A Perfect Contradiction
6 Platin
(48 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2014
Ready for the Good Life
A Perfect Contradiction
68
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. November 2014

Als Gastmusikerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2014 Changing 87
(5 Wo.)
32
(8 Wo.)
1 Platin
(34 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. September 2014
(Sigma featuring Paloma Faith)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Mayo (Fernsehserie, Folge 1x06)
  • 2007: Holby Blue (Fernsehserie, Folge 1x07)
  • 2007: Dogface (Fernsehserie, Folge 1x04)
  • 2007: Die Girls von St. Trinian (St. Trinian's)
  • 2009: Das Kabinett des Doktor Parnassus (The Imaginarium of Doctor Parnassus)
  • 2009: Dread
  • 2009, 2011: Never Mind the Buzzcocks (Fernsehserie, zwei Folgen)
  • 2010: Coming Up (Fernsehserie, Folge "I Don't Care")
  • 2010: Discovering Lennon (Fernsehdokumentationsserie)
  • 2012: A Nice Touch (Kurzfilm)
  • 2013: Blandings (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2015: Ewige Jugend (Youth)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Paloma Faith – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel in Gay.ch, 2. September 2009
  2. Interview mit Paloma Faith, students.ch
  3. Mit Rüschenkleid und Haartolle, ddp/Ad Hoc News, 21. August 2009
  4. Rabea Weihser: Paloma Faith: „Ich täusche gern“. Die Zeit, 25. September 2009, abgerufen am 12. Januar 2016.
  5. Matthew Stadlen: Paloma Faith: ‚Success is the best revenge‘. The Telegraph, 9. März 2015, abgerufen am 12. Januar 2016 (englisch).
  6. tz.de: Brit Awards: Madonna stürzt auf der Bühne, abgerufen am 26. Februar 2015
  7. a b c Chartquellen: DE CH UK US