Philipp Veltman

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Grabstätte von Philipp Veltmann und seiner Familie im Campo Santo auf dem Westfriedhof in Aachen

Philipp Veltman (* 15. Dezember 1859 in Rogasen; † 13. Februar 1916 in Aachen) war ein deutscher Politiker.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veltman besuchte das Gymnasium in Essen und studierte in Berlin und Freiburg im Breisgau. Anschließend war er an verschiedenen Gerichten tätig und nacheinander beigeordneter Bürgermeister in Essen sowie von 1885 bis 1895 Beigeordneter Bürgermeister in Aachen. Dort wurde Veltman am 10. September 1895 als Nachfolger von Ludwig Pelzer zum Oberbürgermeister gewählt und am 15. März 1896 in sein Amt eingeführt.[1] Nach Veltmans Tod im Februar 1916 übernahm Wilhelm Farwick das Amt. Philipp Veltman war zudem von 1901 bis 1916 Abgeordneter im Provinziallandtag[2] und von 1896 bis 1916 Abgeordneter im Preußischen Herrenhaus.

Philipp Veltman fand seine letzte Ruhestätte im Campo Santo des Aachener Westfriedhofs.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als eine seiner ersten Amtshandlungen im Amt des Oberbürgermeisters von Aachen unterzeichnete er am 24. Dezember 1896 das noch von seinem Vorgänger initiierte Gesetz zur Eingemeindung von Burtscheid und sorgte für dessen verwaltungstechnischen Umsetzung. Einige Jahre später war es Veltman selber, der die Eingemeindung der Gemeinde Forst nach Aachen vorangetrieben hatte, die dann mit gesetzlicher Wirkung zum 1. April 1906 in Kraft trat[3].

Veltman hatte sich in Aachen vor allem auf dem Kunst- und Kultursektor verdient gemacht. So ist es seiner Initiative zu verdanken, dass die Stadt Aachen 1898 die Villa Cassalette erworben hatte, in die der Museumsverein Aachen das Suermondt-Ludwig-Museum einrichten konnte. Außerdem veranlasste er, dass um 1906/07 für das vom Abriss bedrohte und von Johann Joseph Couven entworfene Gartenhaus Mantels ein entsprechendes Areal für eine Translozierung auf dem Aachener Lousberg zur Verfügung gestellt werden konnte. Noch im gleichen Zeitraum unterstützte er den Bau des Aachener Bismarckturmes und weihte ihn am 22. Juli 1907 ein. Darüber hinaus erwarb er für die Stadt Aachen auf der Großen Berliner Kunstausstellung von 1913 den Hühnerdiebbrunnen von Hermann Joachim Pagels und ließ diesen in zentraler Stelle in Aachen vor dem Couven-Museum aufstellen. Schließlich gehörte Veltman zusammen mit dem Aachener Bezirksverband im Verein Deutscher Ingenieure, der Gesellschaft für Erd- und Witterungskunde, der naturwissenschaftlichen Vereinigung zu Aachen und dem Elektrotechnischen Verein sowie 76 Privatpersonen zu den Gründungsmitgliedern, die am 12. März 1911 den Aachener Verein für Luftschifffahrt aus der Taufe hoben.

Ehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aachen wurde der Veltmanplatz nach ihm benannt, eine Parkanlage, die während seiner Amtszeit umgestaltet wurde. [4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieter P. J. Wynands: Elementarbildung während der Industrialisierung – Das Volksschulwesen der Stadt Aachen von 1814 bis 1924, Verlag Peter Lang, 1997, ISBN 978-3-631-31558-3, S. 258
  2. Abgeordnete der Rheinischen Provinziallandtage 1888−1933
  3. Gesetz betreffend die Vereinigung der Gemeinde Forst mit der Stadtgemeinde Aachen
  4. [1] Veltmanplatz, Aachener Nachrichten 2015