Röwitz

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Röwitz
Stadt Klötze
Koordinaten: 52° 35′ 59″ N, 11° 19′ 54″ O
Höhe: 61 m ü. NHN
Fläche: 16,84 km²
Einwohner: 169 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 2002
Eingemeindet nach: Kusey
Postleitzahl: 38486
Vorwahl: 039008
Evangelische Dorfkirche Röwitz
Evangelische Dorfkirche Röwitz
Röwitz (Sachsen-Anhalt)
Röwitz
Röwitz
Lage in Sachsen-Anhalt

Röwitz ist ein Ortsteil in der Ortschaft Kusey und der Stadt Klötze im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Röwitz, ein Dorf mit Kirche, liegt 22 Kilometer westlich der Hansestadt Gardelegen am nördlichen Rand des Drömlings im Westen der Altmark.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte des Drömlings von Samuel Walther 1737 mit erhöhten Stellen, den Horsten (braun)

Ursprünglich war der Röwitz ein Sackgassendorf, wie aus dem Urmesstischblatt aus dem Jahre 1823 hervorgeht.[3] Das Dorf wurde Jahre 1339 erstmals als Rouisse genannt, als es Berthold von dem Knesebeck an Gebhard von Alvensleben verkaufte. Im Jahre 1394 wurde dat dorp to Rouetze zusammen mit anderen Dörfer und Gütern von Albert v. Alvensleben und Hinrik v. Eykendorp ihrer Gefangenschaft wegen an die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg abgetreten.[3][4]

In der Liste der Dörfer des Amtes Klötze schreibt Samuel Walther 1737: „Rovviz sonst Roize genannt“.[5] Auf seiner Drömlingskarte steht jedoch Röwitz.

Das Dorf gehörte 1807 bis 1808 zum Elb-Departement im Königreich Westphalen, danach bis 1810 zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg und anschließend bis 1813 zum Königreich Westphalen. Von 1813 bis 1815 kam es zurück zu Braunschweig-Lüneburg beziehungsweise zum Königreich Hannover. Erst 1816 kam Röwitz zum preußischen Landkreis Gardelegen im Regierungsbezirk Magdeburg.[3] Ab dem 25. Juli 1952 bis zum 1994 gehörte die Gemeinde Röwitz zum Kreis Klötze. Nach dessen Auflösung kam es am 1. Juli 1994 zum Altmarkkreis Salzwedel.[6]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. August 2002 wurde die Gemeinde Röwitz nach Kusey eingemeindet.[6] Mit der Eingemeindung von Kusey nach Klötze am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Röwitz zur neu entstandenen Ortschaft Kusey und zur Stadt Klötze.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1801 105
1818 126
1840 183
1864 197
1871 204
1885 238
Jahr Einwohner
1892 [0]243[7]
1895 240
1900 [0]219[7]
1905 228
1910 [0]196[7]
1925 282
Jahr Einwohner
1939 271
1946 434
1964 322
1971 297
1981 228
1993 199
Jahr Einwohner
2017 165
2018 [0]169[1]

Quelle wenn nicht angegeben:[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die evangelische Dorfkirche Röwitz ist ein Fachwerkbau. Ihr muss eine ältere vorausgegangen sein, da sie einen Altarschrein aus dem Mittelalter enthält.[4]
  • In Röwitz stehen Denkmale zur Erinnerung an den Befreiungskrieg 1813 und für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges.[8]
  • Der Ortsfriedhof liegt im Nordwesten des Dorfes.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Christen aus Röwitz gehörten früher zur Kirchengemeinde Röwitz in der Pfarrei Klötze.[9] Im Jahre 2001 kam die Kirchengemeinde zusammen mit Neuferchau und Wenze zum neuen Kirchspiel Kusey,[3] welches heute zum Pfarrbereich Steimke-Kusey[10] im Kirchenkreis Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gehört.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Röwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stadt Klötze, Einwohnermeldeamt: Einwohnerbestand am 31.12.2018. 9. Januar 2019.
  2. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  3. a b c d e Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1805–1807.
  4. a b A. Parisius, A. Brinkmann: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Gardelegen. Otto Hendel, Halle an der Saale 1897, S. 141–142.
  5. Samuel Walther: Singularia Magdeburgica. worin von der Ohra, vom grossen Holtze Droemling und herum liegenden Herrschafften. Teil VII. Seidel und Scheidhauer, Magdeburg und Leipzig 1737, S. 86 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A11064407~SZ%3D00086~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  6. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 321.
  7. a b c Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, DNB 578458357, OCLC 614308966, S. 201.
  8. Onlineprojekt Gefallendenkmäler. Röwitz auf www.denkmalprojekt.org. 18. April 2018, abgerufen am 20. Dezember 2018.
  9. Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 50 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 20. Dezember 2018]).
  10. Pfarrbereich Steimke-Kusey. Abgerufen am 20. Dezember 2018.