Altferchau

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Altferchau
Stadt Klötze
Koordinaten: 52° 36′ 6″ N, 11° 1′ 43″ O
Höhe: 61 m
Fläche: 64,5 ha[1]
Einwohner: 34 (31. Dez. 2018)[2]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1938
Eingemeindet nach: Dönitz
Postleitzahl: 38486
Vorwahl: 039008
Altferchau (Sachsen-Anhalt)
Altferchau
Altferchau
Lage von Altferchau in Sachsen-Anhalt

Altferchau ist ein Ortsteil der Ortschaft Dönitz und der Stadt Klötze im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Altferchau liegt 9½ Kilometer südwestlich von Klötze, sechs Kilometer östlich von Brome und etwa vier Kilometer östlich der Landesgrenze zu Niedersachsen. Etwa ½ Kilometer südlich des Dorfes entspringt die Jeetze.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung von Altferchau aus dem Jahre 1506 als Olden Ferchou ist in einer Urkunde über die Verpfändung des halben Schlosses Gardelegen zu finden.[4] Weitere Nennungen sind im Jahre 1646 das wüste dorff Alten verchaw, 1745 heißt es Verchau alten und 1804 Alt=Ferchau.[5]

Wilhelm Zahn zitiert aus dem Kirchenbuch von Neuferchau: „Nachdem die Feldmarken Alt- und Neu-Ferchau seit undenklichen Zeiten wüst gelegen und von der Obrigkeit (d. h. von Alvenslebensche Gutsobrigkeit) verpachtet gewesen, so sind solche nach und nach angebauet worden. Alt-Ferchau ist 1698 von der damaligen Obrigkeit angebauet und Anfangs zu einer Schäferei, nachmals aber zu einer Meierei bestimmt worden, bis auf die Zeit von Friedrich August von Alvensleben auf Isenschnibbe welcher die Meierei eingehen lassen und Grundsitzer angenommen, welche teils die alten Gebäude gekauft, teils neue aufgeführet.“[6]

Gelegentlich wird der Ort mit dem älteren Ferchau bei Kuhfelde verwechselt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1938 schlossen sich die Gemeinden Altferchau, Dönitz und Schwarzendamm im Landkreis Salzwedel zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Dönitz zusammen.[7]

Mit der Eingemeindung von Dönitz nach Klötze am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Altferchau zur Stadt Klötze und zur neu errichteten Ortschaft Dönitz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1774 07
1789 32
1798 32
1801 35
1818 29
1840 40
Jahr Einwohner
1864 51
1871 54
1885 45
1895 58
1905 51
1925 48
Jahr Einwohner
2017 33
2018 34

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Christen in Altferchau waren in die Kirchengemeinde Neuferchau eingekircht, die zur Pfarrei Immekath gehörte.[8] Altferchau gehört heute zum Pfarrbereich Steimke-Kusey[9] im Kirchenkreis Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsfriedhof mit Kapelle liegt am westlichen Ende des Dorfes.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 674–675 (Open Access beim Verlag).
  2. Stadt Klötze, Einwohnermeldeamt: Einwohnerbestand am 31.12.2018. 9. Januar 2019.
  3. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  4. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Haupttheil 1. Band 6. Berlin 1846, S. 159 (Digitalisat – CCXXII.).
  5. Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Berlin 1804, S. 373 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000737_00401~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  6. Wilhelm Zahn: Die Wüstungen der Altmark. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 43. Hendel, Halle a.S. 1909, S. 67, 183, 450.
  7. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1938, ZDB-ID 3766-7, S. 127.
  8. Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 51 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 31. Dezember 2018]).
  9. Pfarrbereich Steimke-Kusey. Abgerufen am 31. Dezember 2018.