Reinhard Saftig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Reinhard Saftig
Saftig, Reinhard Trainer FSV Mainz 97-98 WP.JPG
Trainer des 1. FSV Mainz 05 1997/98
Spielerinformationen
Geburtstag 23. Januar 1952
Geburtsort UersfeldDeutschland
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1976–1977 Eisbachtaler Sportfreunde
Stationen als Trainer
Jahre Station
1979–1984
1983
1984–1986
1986–1988
1988–1989
1989–1991
1991–1993
1994
1994–1995
1997
FC Bayern München (Co-Trainer)
FC Bayern München (Cheftrainer)
Borussia Dortmund (Co-Trainer)
Borussia Dortmund (Cheftrainer)
Hannover 96
VfL Bochum
Bayer 04 Leverkusen
Kocaelispor
Galatasaray Istanbul
1. FSV Mainz 05
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Reinhard Saftig (* 23. Januar 1952 in Uersfeld) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer. Als Co-, Interims- und Cheftrainer war er beim FC Bayern München, Borussia Dortmund, Hannover 96, dem VfL Bochum und Bayer 04 Leverkusen tätig.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saftig war in der Saison 1976/77 als Spieler der in Nentershausen im Westerwaldkreis ansässigen Eisbachtaler Sportfreunde in der drittklassigen Rheinlandliga aktiv. Seine später anschließende Trainer-Ausbildung schloss er als Jahrgangsbester mit der Note 1 ab.[1]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine erste Trainerstation war der FC Bayern München, bei dem er als Co-Trainer von Pál Csernai und später Udo Lattek von 1979 bis 1984 beinahe 200 Begegnungen des FC Bayern München mit begleitete. Nach Csernais Entlassung trug er vom 17. Mai bis 30. Juni 1983 für die letzten drei Bundesligaspiele (32. bis 34. Spieltag) die Hauptverantwortung für die Mannschaft.

Im Sommer 1984 wechselte er zu Borussia Dortmund und war dort erneut Co-Trainer zunächst von Timo Konietzka, anschließend von Erich Ribbeck und Pál Csernai sowie im Oktober 1984 für ein Spiel Interimstrainer. In der Rückrunde der Saison 1985/86 war er vom 20. April 1986 bis 26. Juni 1988 Cheftrainer und sicherte in drei Relegationsspielen gegen den SC Fortuna Köln den Klassenerhalt. In der Folgesaison zog er mit der Mannschaft in den UEFA-Pokal-Wettbewerb ein, in dem er mit ihr bis in die 3. Runde vorstieß. Vor der Saison 1988/89 verließ er den Verein während des Trainingslagers nach Streitigkeiten um den Mannschaftskapitän.

1993 führte Saftig Bayer 04 Leverkusen in das deutsche Pokalendspiel im Berliner Olympiastadion. Nachdem er vorzeitig entlassen worden war, betreute sein Nachfolger Dragoslav Stepanović den Verein beim Pokalsieg gegen die Amateure von Hertha BSC. Vom 22. Januar bis 30. Juni 1994 war er beim türkischen Erstligisten Kocaelispor tätig und wechselte am 1. Juli 1994 zum Ligakonkurrenten Galatasaray Istanbul, für den er bis zum 30. Juni 1995 tätig war. Nach einer kurzen Anstellung als Trainer beim 1. FSV Mainz 05 im Jahr 1997 arbeitete Saftig lange Zeit als Chefscout für Borussia Dortmund.

Sportgeschäftsführer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Juni 2005 wurde er Sportgeschäftsführer bei Arminia Bielefeld. Nach einer Niederlagenserie in der Saison 2007/08, für die Saftig aufgrund seiner Transferpolitik mitverantwortlich gemacht wurde, trennte sich der Verein am 26. Februar 2008 von ihm. Im Anschluss an diese Trennung kam es zu einer juristischen Auseinandersetzung um ungeklärte Verhältnisse um eine Vertragsverlängerung mit Saftig. Im November 2007 hatte die Clubführung öffentlich verkündet, den Vertrag mit dem Sportgeschäftsführer bis 2010 zu verlängern.[2] Als dann im Februar 2008 der Vertrag mit Saftig aufgelöst wurde, teilte Arminias Präsident Hans-Hermann Schwick mit, dass der Manager den neuen Vertrag niemals unterschrieben habe, deshalb habe der Verein keine finanziellen Verpflichtungen gegenüber Saftig über das Jahr 2008 hinaus. Saftig leitete gegen diese Interpretation seines ehemaligen Arbeitgebers juristische Schritte ein, die am 16. Dezember 2008 in einen Vergleich mündeten. Der Verein zahlte Saftig eine Abfindung von 370.000 Euro.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Autogramme", Sport-Bild vom 12. Mai 1993, S.56
  2. Bielefeld bindet Kentsch und Saftig Schwick mit erweitertem Zeitrahmen. In: nw-news.de, 27. November 2007. Abgerufen am 17. Dezember 2008. 
  3. Arminia zieht Reißleine:Saftig beurlaubt. In: nw-news.de, 26. Februar 2008. Abgerufen am 17. Dezember 2008.