Igor Tudor

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Igor Tudor
Igor Tudor.jpg
Igor Tudor 2014
Spielerinformationen
Geburtstag 16. April 1978
Geburtsort SplitSR Kroatien, SFR Jugoslawien
Größe 193 cm
Position Abwehr
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1995–1998 HNK Hajduk Split 58 0(5)
1996 → HNK Trogir (Leihe) 5 0(1)
1998–2007 Juventus Turin 110 (15)
2005–2006 → AC Siena (Leihe) 39 0(2)
2007–2008 HNK Hajduk Split 8 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1994 Kroatien U-16 1 0(0)
1993 Kroatien U-17 4 0(0)
1994–1995 Kroatien U-18 3 0(0)
1995 Kroatien U-19 2 0(0)
1994–2000 Kroatien U-21 13 0(2)
2001 Kroatien B 1 0(1)
1997–2006 Kroatien 55 0(3)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2009–2013 HNK Hajduk Split (Co-Trainer)
2013–2015 HNK Hajduk Split
2015–2016 PAOK Thessaloniki
2016–2017 Kardemir Karabükspor
2017– Galatasaray Istanbul
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Igor Tudor (* 16. April 1978 in Split, SR Kroatien, SFR Jugoslawien) ist ein ehemaliger kroatischer Fußballspieler und heutiger -trainer.

Während seiner aktiven Zeit war er Abwehrspieler, konnte in der Innenverteidigung sowie im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden und war vor allem für seine Zweikampf- und Kopfballstärke bekannt. Im Sommer 2008 musste Tudor wegen einer schweren Knöchelverletzung seine Karriere beenden.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Igor Tudor begann seine Karriere beim kroatischen Traditionsklub HNK Hajduk Split und galt als großes Talent. Im Sommer 1998 wechselte er für umgerechnet ca. 3,7 Millionen Euro zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Dort war er unter Marcello Lippi und Carlo Ancelotti lange Zeit ein wichtiger Teil der Mannschaft und hatte teilweise auch einen Stammplatz sicher. Im Jahr 2001 wurde Tudor zu Kroatiens Fußballer des Jahres gekürt. Nach und nach ließ er jedoch die notwendige Sicherheit vermissen, so wurde er unter Fabio Capello, der ab Sommer 2004 Trainer in Turin war, kaum noch eingesetzt. Deshalb wurde der Kroate in der Winterpause der Saison 2004/05 an die AC Siena verliehen, wo er bis Sommer 2006 spielte.

Zur Spielzeit 2006/07 kehrte Igor Tudor wieder zu Juventus zurück, die wegen des Manipulationsskandals 2005/06 in der Serie B zwangsabsteigen mussten. Tudor verletzte sich in der Saisonvorbereitung schwer, war fast ein halbes Jahr lang verletzt und kam überhaupt nicht zum Einsatz.

Zur Saison 2007/08 wechselte der Abwehrspieler ablösefrei zurück in sein Heimatland zu Hajduk Split. Im Sommer 2008 musste Igor Tudor im Alter von 30 Jahren seine aktive Laufbahn wegen einer schwerwiegenden Knöchelverletzung beenden[1].

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Igor Tudor spielte insgesamt 55-mal für die kroatische Nationalmannschaft und erzielte dabei drei Tore. Sein Debüt gab er 1997 gegen die Ukraine. Tudor war Teilnehmer der Weltmeisterschaften 1998 in Frankreich, bei der er mit Kroatien Dritter wurde, und 2006 in Deutschland sowie der Europameisterschaft 2004 in Portugal. Die WM 2002 verpasste er wegen einer Verletzung.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Sommer 2009 bis Februar 2010 war Tudor Co-Trainer vom Italiener Edoardo Reja, der Hajduk Split in dieser Zeit betreute. Im Dezember 2012 hospitierte er bei seinem Ex-Klub Juventus Turin, wo sein früherer Mannschaftskollege Antonio Conte mittlerweile Trainer arbeitete und wurde zum Trainer der U-17 Hajduks berufen.

Am 29. April 2013 wurde Igor Tudor zum Cheftrainer von Hajduk Split berufen. Er trat die Nachfolge von Mišo Krstičević an, dessen Assistent er zuvor gewesen war. 2015 trat er das Amt des Cheftrainers bei PAOK Thessaloniki an und holte seinen nahezu gleichaltrigen Landsmann und ehemaligen Teamkollegen Ivan Leko als Co-Trainer ins Boot. Beide mussten den Verein jedoch wieder verlassen, als der Serbe Vladimir Ivić das Traineramt im Frühjahr 2016 übernahm.

Vom 18. Juni 2016 bis zum 14. Februar 2017 trainierte Tudor den türkischen Erstligisten Kardemir Karabükspor. Am 15. Februar 2017 wurde der Kroate Cheftrainer von Galatasaray Istanbul und unterschrieb dort einen Vertrag bis zum 31. Mai 2018.[2] Galatasaray zahlte Karabükspor eine Ablöse in Höhe von 150.000 Euro.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

* aberkannt im Rahmen des italienischen Fußball-Skandals 2005/2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kroate Tudor erklärt Karriereende. www.focus.de, 23. Juli 2008, abgerufen am 23. Juli 2008.
  2. galatasaray.org: Igor Tudor Galatasaray'da (abgerufen am 15. Februar 2017)