Nentershausen (Westerwald)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Nentershausen
Nentershausen (Westerwald)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Nentershausen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 25′ N, 7° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Montabaur
Höhe: 286 m ü. NHN
Fläche: 7,54 km2
Einwohner: 1995 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 265 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56412
Vorwahl: 06485
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 051
Adresse der Verbandsverwaltung: Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Webpräsenz: www.nentershausen-westerwald.de
Ortsbürgermeister: Thomas Weidenfeller
Lage der Ortsgemeinde Nentershausen im Westerwaldkreis
Karte

Nentershausen ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Montabaur an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg an der Lahn und Montabaur am Rande des Naturparks Nassau. Zu Nentershausen gehören auch die Wohnplätze Hof Willbach und Hof Schönholz.[2]

Unmittelbare Nachbargemeinden sind Eppenrod, Kleinholbach (bei Girod), Görgeshausen, Heilberscheid, Niedererbach und Nomborn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nentershausen wurde im Jahre 841 erstmals urkundlich erwähnt.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Nentershausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 468
1835 756
1871 849
1905 772
1939 1.001
1950 1.067
Jahr Einwohner
1961 1.199
1970 1.498
1987 1.779
1997 2.068
2005 2.023
2015 1.995

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Nentershausen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl CDU WGR 1 WGR 2 Gesamt
2014 6 4 6 16 Sitze
2009 5 6 5 16 Sitze
2004 5 9 2 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortswappen ist nach den drei Gerichtssiegeln des Ortes gestaltet. Nentershausen, das aus der Erbschaft der Grafen von Diez stammte, wurde 1564 endgültig Kurtrier zugeteilt. Die gemeinsame trierisch-nassauische Gebietsherrschaft löste erst der Diezer Vertrag von 1564. Der Diezer Löwe und das kurtrierische Kreuz zeigen dieses gemeinsame politische Schicksal. Die Kleeblätter sind als spezielles Ortszeichen von Nentershausen zu werten.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Talbrücke Wiesengrund der Schnellfahrstrecke Köln - Rhein-Main auf dem Gebiet von Nentershausen, fotografiert während der Bauphase 2001
  • St. Laurentius, erbaut von 1864 bis 1867.
  • gut erhaltene/restaurierte Fachwerkhäuser aus dem 19. Jahrhundert
  • Bürgerhaus 2005
  • Sport- und Veranstaltungshalle Freiherr-vom-Stein-Halle 1985
  • Realschule Plus (1965) und Grundschule (1998)
  • Feuerwehrhaus (1990)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirmes am zweiten Wochenende im August
  • Fastnachtsfeiern in der 5. Jahreszeit ab dem 11. November um 11:11 Uhr, Fastnachtsumzug alle 3 Jahre mit über 40 Gruppen
  • Familienwandertag am 1. Mai
  • Weinfest des Männergesangvereins MGV "Eintracht" 1905 Nentershausen. Dieses findet immer am 2. Wochenende im September statt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutende Arbeitgeber sind Unternehmen aus den Bereichen Tankstellenbau, Behälter und Apparatebau, Verkehrstechnik, Baustoffe (Dachpappe), Kunststoffbearbeitung, Fördertechnik neben Handwerksbetrieben aus dem Baunebengewerbe.

Ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung pendelt nach Limburg, Frankfurt, Montabaur und Koblenz.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindergarten, Grundschule und Realschule plus Schule (Mittlere Reife); weiterführende und berufsbildende Schulen in Montabaur, Diez und Limburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chronik Nentershausen Ausgabe 2000
  • 150 Jahre Grundsteinlegung St.-Laurentius-Kirche Nentershausen: 1864–2014. Freundes- und Förderkreis St.-Laurentius-Kirche Nentershausen, Nentershausen, 2014, DNB 1058460625
  • Otto Stahlhofen, Stephan Kexel: Chronik und kleiner Kirchenführer kath. Pfarrkirche „St. Laurentius“ Nentershausen. Freundes- und Förderkreis St.-Laurentius-Kirche Nentershausen, Nentershausen, 2009, DNB 1058460633

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nentershausen (Westerwald) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 49 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen