Rittersbach (Georgensgmünd)

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Rittersbach
Koordinaten: 49° 13′ 8″ N, 11° 1′ 30″ O
Höhe: 388–405 m ü. NN
Einwohner: 427 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91166
Vorwahl: 09172

Rittersbach ist ein Ortsteil von Georgensgmünd im mittelfränkischen Landkreis Roth.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pfarrdorf liegt, umgeben von Feldern und Wiesen, drei Kilometer nördlich von Georgensgmünd. Der im benachbarten Mäbenberg entspringende Rittersbach fließt hindurch und mündet in die ca. 2,5 Kilometer weiter östlich verlaufende Rednitz. Die nächste größere Stadt ist das 6 km nordöstlich gelegene Roth.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der älteste schriftliche Hinweis auf Rittersbach stammt aus dem Jahr 1312. Durch die günstige Lage an mehreren Handelswegen stellte sich ein verhältnismäßig hoher Wohlstand ein. Auch Martin Luther soll auf seiner Rückreise von Rom nach Nürnberg im März 1511 dort entlanggefahren sein.

Nachdem 1816 die Landstraße von Schwabach nach Pleinfeld über Roth und Wernsbach (der Vorläufer der heutigen Bundesstraße 2) gebaut wurde, ging dieser Standortvorteil verloren und die Einwohner konzentrierten sich auf die Landwirtschaft. Besonders der Hopfenanbau entwickelte sich im 19. Jahrhundert zur wichtigsten Einnahmequelle.

In dem Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort folgendermaßen beschrieben[2]:

„Rittersbach, Ansbachisches Pfarrdorf im Oberamte Roth von 27 Unterthanen, wovon einer Eichstättisch und zwar zum Pfleg- dann Kastenamte Abenberg im Oberlande gehörig ist. Es liegt solches anderthalb Stunden südöstlich von Abenberg, wovon es ehedem ein Filial war, gegen die Rednitz hin. Es entspringt nicht weit davon ein Bach, vermuthlich gleiches Nahmens, der bey diesem Dorfe einen Weyher bildet und oberhalb Unterheckenhofen in die Rednitz fällt.“

Mit dem Gemeindeedikt (19. Jh.) wurde Rittersbach eine politisch selbständige Gemeinde, zu der die Orte Unterheckenhofen und Weinmannshof gehörten. Am 1. Mai 1978 wurden Rittersbach und Weinmannshof nach Georgensgmünd eingemeindet, Unterheckenhofen kam zu Roth.[3]

2012 feierte der Ort sein 700-jähriges Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Georgensgmünd#Rittersbach

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Rittersbach

Jahr 1910[4] 1925[5] 1933[5] 1939[5]
Einwohner 349 345 311 329

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier Kilometer östlich von Rittersbach verläuft die Bundesstraße 2. Die Staatsstraße 2224 verbindet den Ort mit Schwabach und Georgensgmünd. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Mäbenberg und Unterheckenhofen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Rittersbach. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 533 (franconica.uni-wuerzburg.de).
  • Gottfried Stieber: Ritterspach. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 653–654 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verein für Computergenealogie e. V., Rittersbach
  2. Bundschuh, Sp. 533.
  3. http://wiki-de.genealogy.net/Georgensgmünd
  4. Gemeindeverzeichnis.de, Bezirksamt Schwabach
  5. a b c Verwaltungsgeschichte.de, Stadt und Landkreis Schwabach