Salwa Eid Naser

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Salwa Eid Naser Leichtathletik

Salwa Eid Naser (2019)
Salwa Eid Naser in Doha 2019

Nation BahrainBahrain Bahrain NigeriaNigeria Nigeria
Geburtstag 23. Mai 1998 (21 Jahre)
Geburtsort Anambra, Nigeria
Größe 166 cm
Gewicht 55 kg
Karriere
Disziplin 400-Meter-Lauf
Bestleistung 48,14 s Sport records icon AR.svg
Trainer Jose Rubio, vorm. John George Obeya
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Asienspiele 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Asienmeisterschaften 4 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Hallenasienmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Militärweltspiele 2 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
U18-Weltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Jugendspiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
U18-Asienmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Silber0 London 2017 400 m
0Gold0 Doha 2019 400 m
0Bronze0 Doha 2019 4 × 400 m Mixed
Logo der Asian Games Asienspiele
0Gold0 Jakarta 2018 400 m
0Gold0 Jakarta 2018 4 × 100 m
0Silber0 Jakarta 2018 4 × 400 m
Asienmeisterschaften
0Gold0 Doha 2019 200 m
0Gold0 Doha 2019 400 m
0Gold0 Doha 2019 4 × 400 m
0Gold0 Doha 2019 4 × 400 m Mixed
0Bronze0 Doha 2019 4 × 100 m
Hallenasienmeisterschaften
0Gold0 Doha 2016 4 × 400 m
Logo der CISM Militärweltspiele
0Gold0 Mungyeon 2015 400 m
0Gold0 Wuhan 2019 400 m
0Bronze0 Wuhan 2019 4 × 100 m
Logo der IAAF Jugendweltmeisterschaften
0Gold0 Cali 2015 400 m
Olympische Ringe Olympische Jugendspiele
0Silber0 Nanjing 2014 400 m
Jugendasienmeisterschaften
0Gold0 Doha 2015 400 m
0Bronze0 Doha 2015 Sprintstaffel
letzte Änderung: 12. November 2019

Salwa Eid Naser (* 23. Mai 1998 in Anambra als Ebelechukwu Agbapuonwu) ist eine bahrainische Sprinterin nigerianischer Herkunft, die sich auf die 400-Meter-Strecke spezialisiert hat.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naser wurde in Nigeria als Ebelechukwu Agbapuonwu geboren, ihre Mutter ist Nigerianerin und ihr Vater Bahrainer.[1] Seit 2014 tritt sie als Salwa Eid Naser für Bahrain an.[2]

Erstmals bei einer internationalen Meisterschaft trat Salwa Eid Naser bei den Arabischen Juniorenmeisterschaften 2014 in Kairo an. Dort gewann sie die Goldmedaille über 200 und 400 Meter. Bei den Olympischen Jugendspielen in Nanjing gewann sie die Silbermedaille und musste sich dabei nur der Australierin Jessica Thornton geschlagen geben. Ein Jahr später wurde sie bei den Jugendweltmeisterschaften in Cali Weltmeisterin über 400 Meter.[3] Auch bei den Jugendasienmeisterschaften in Doha gewann sie die Goldmedaille in dieser Disziplin und Bronze mit der bahrainischen Sprintstaffel (1000 Meter). Bei den Militärweltspielen in Mungyeong in Südkorea gewann sie Gold über 400 Meter und wurde damit die jüngste Siegerin in der Geschichte dieser Spiele. Zudem gewann sie Bronze mit der 4-mal-400-Meter-Staffel. 2016 gewann sie mit der 4-mal-400-Meter-Staffel die Goldmedaille bei den Hallenasienmeisterschaften in Doha. Zudem qualifizierte sie sich für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, bei denen sie mit neuer Bestleistung das Halbfinale erreichte.

2017 gewann sie bei den Islamic Solidarity Games in Baku Gold über 400 Meter und mit beiden Sprintstaffeln. Mit ihren Leistungen qualifizierte sie sich auch für die Weltmeisterschaften in London, bei denen sie über 400 Meter in das Finale gelangte und dort hinter der US-Amerikanerin Phyllis Francis die Silbermedaille gewann. Sie verbesserte in all ihren drei Läufen den bahrainischen Rekord und gelangte auch erstmals unter die 50-Sekunden-Marke.[4] Beim Diamond League Abschluss in Brüssel verbesserte sie ihren Rekord ein weiteres Mal und sicherte sich damit den zweiten Platz im Diamond Race. Im Jahr 2018 lief Naser hauptsächlich in der Diamond League und blieb in allen Rennen dort unter 50 Sekunden. Beim Herculis in Monaco verbesserte sie den Asienrekord der Chinesin Ma Yuqin auf 49,08 s und erreichte damit Rang zwei hinter Shaunae Miller-Uibo von den Bahamas. Ende August nahm sie an den Asienspielen in Jakarta teil und gewann dort mit neuem Meisterschaftsrekord von 50,09 s die Goldmedaille im 400-Meter-Lauf vor der Inderin Hima Das. Auch mit der bahrainischen 4-mal-100-Meter-Staffel und der gemischten 4-mal-400-Meter-Staffel war sie siegreich. 2019 wurde aber die Goldmedaille mit der gemischten Staffel wegen eines Dopingvergehens ihrer Mitstreiterin Kemi Adekoya aberkannt. Nur mit der 4-mal-400-Meter-Staffel in der Besetzung Aminat Yusuf Jamal, Iman Essa Jasim, Edidiong Odiong und Salwa Eid Naser musste sich die bahrainische Mannschaft Indien geschlagen geben. Anfang September gewann sie beim Leichtathletik-Continentalcup in Ostrava in 49,32 s und damit die zweitschnellste Zeit ihrer Karriere.

2019 siegte Naser bei den Arabischen Meisterschaften in Kairo in 52,72 s sowie mit der 4-mal-100-Meter-Staffel. Kurz darauf siegte sie bei den Asienmeisterschaften in Doha über 200 Meter in Meisterschaftsrekordzeit von 22,74 s sowie in 51,34 s über 400 Meter. Dazu kamen Siege mit den 4-mal-400-Meter-Staffeln (Frauen und Mixed) sowie Bronze mit der 4-mal-100-Meter-Staffel.[5] Bei den Weltmeisterschaften, die im Oktober ebenfalls in Doha stattfanden, steigerte sich Naser im Finale um fast eine Sekunde auf 48,14 s und stellte damit nicht nur einen neuen Asienrekord auf, sondern gewann damit auch Gold und lief in der ewigen Weltbestenliste auf Rang drei. Zudem sicherte sie sich in der erstmals ausgetragenen Mixed-Staffel in 3:11,82 min, ebenfalls Asienrekord, hinter den Vereinigten Staaten und Jamaika die Bronzemedaille.[6] Anschließend siegte sie bei den Militärweltspielen in Wuhan in 50,15 s und gewann in der 4-mal-100-Meter-Staffel in 44,24 s die Bronzemedaille hinter Brasilien und der Volksrepublik China. Zudem wurde sie über 200 Meter im Vorlauf disqualifiziert.[7]

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 100 Meter: 11,24 s (+1,3 m/s), 8. Juni 2019 in Salamanca
    • 60 Meter (Halle): 7,37 s, 19. Februar 2016 in Doha (bahrainischer Rekord)
  • 200 Meter: 22,51 s (+1,9 m/s), 30. Juni 2019 in Palo Alto (bahrainischer Rekord)
  • 400 Meter: 48,14 s, 3. Oktober 2019 in Doha (Asienrekord)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Salwa Eid Naser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gen 10: one-lap wonder Salwa Eid Naser. In: iaaf.org. 17. Dezember 2017, abgerufen am 24. April 2019 (englisch).
  2. Ebele Agbapuonwu becomes Salwa Naser – Nigerian athletes dump Nigeria in droves. In: dailytimes.ng. 11. August 2017, abgerufen am 24. April 2019 (englisch).
  3. Steve Landells: Naser takes a tip from George Michael and gets 400m gold in Cali. IAAF, 21. Juli 2015, abgerufen am 27. Oktober 2017 (englisch).
  4. Cathal Dennehy: Having beaten her heroes, Naser lives her teenage dreams. IAAF, 10. August 2017, abgerufen am 27. Oktober 2017 (englisch).
  5. Bob Ramsak: Naser completes 200m/400m double as Asian Championships conclude in Doha. IAAF, 24. April 2019, abgerufen am 6. Mai 2019 (englisch).
  6. Mike Rowbottom: Report: women's 400m - IAAF World Athletics Championships Doha 2019. IAAF, 3. Oktober 2019, abgerufen am 4. Oktober 2019 (englisch).
  7. Bob Ramsak: Naser, Lasitskene and Romani capture Military World Games titles in Wuhan. IAAF, 23. Oktober 2019, abgerufen am 12. November 2019 (englisch).