Salzbrunn (Beelitz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 52° 11′ 6″ N, 12° 55′ 37″ O

Salzbrunn
Stadt Beelitz
Wappen von Salzbrunn
Höhe: 42 m ü. NN
Fläche: 4,3 km²
Einwohner: 179 (4. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Eingemeindet nach: Beelitz
Postleitzahl: 14547
Vorwahl: 033204
Salzbrunn (Brandenburg)
Salzbrunn

Lage von Salzbrunn in Brandenburg

Salzbrunn ist ein Ortsteil der Stadt Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark im Land Brandenburg. Der Ort hat zusammen mit dem der Gemarkung zugehörigen Gemeindeteil Birkhorst 179 Einwohner (2015)[1] und liegt 27 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Potsdam, etwa einen Kilometer westlich der B 2 zwischen Beelitz und Treuenbrietzen im Naturpark Nuthe-Nieplitz.[2] Seit der brandenburgischen Gebietsreform im Jahr 2001 ist Salzbrunn ein Ortsteil der Stadt Beelitz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert fand man in der Nähe der Nieplitz unterirdische Salzquellen. Von 1542 bis 1548 baute man ein nordöstlich des heutigen Ortes ein Salzwerk, um den Rohstoff zu gewinnen. Der Ortsname geht auf diese Anlage zurück. 1580 findet sich eine urkundliche Erwähnung als auch der […] Salzbrunnen. Das Salz wurde durch Sieden einer Sole gewonnen.[3] Das Dorf entstand 1748 durch die Ansiedlung von zwölf Pfälzer Familien, die der königliche Kommissar Brandt auf Weisung von Friedrich den Großen anwerben ließ. Sie verpflichteten sich dem König gegenüber „treu, hold und gegenwärtig“ [4] zu sein. Friedrich II. befreite sie für zwei Jahre von den Abgaben und förderte die Ansiedlung durch ein freies Kontingent an Bau- und Feuerholz. Zur Urbarmachung des Geländes begradigte man den Fluss und legte die Niedermoore um den Ort trocken.

Die Reste der ehemaligen Salinen sind noch heute zu besichtigen.[5] Im Jahre 2016 wurden sie als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.[6]

Bis zur Eingemeindung nach Beelitz am 31. Dezember 2001 war Salzbrunn eine eigenständige Gemeinde, die von 1817 bis 1952 zum Landkreis Zauch-Belzig[7], bis 1993 zum Kreis Potsdam-Land und zuletzt zum Landkreis Potsdam-Mittelmark gehörte.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein nach oben gebogener grüner Balken, belegt mit einem silbernen Salzkristall, begleitet oben von drei bewurzelten grünen Bäumen, unten von einem gemauerten runden roten Brunnen.“[8]

Die Einwohner von Salzbrunn und Birkhorst erzählen von ihren drei markanten riesigen Bäumen, die schon von weit her zu sehen waren. Diese standen in Formation weit draußen auf den Feldern der Umgebung und waren für lange Zeit ein Erkennungsmerkmal für die Ortschaft. Es war der Wunsch der Einwohner, diese drei großen Bäume auf ihrem gemeinsamen Wappen für Salzbrunn und Birkhorst darzustellen. Die Zahl drei in der Anordnung der drei Bäume könnte in diesem Zusammenhang auch für den Eid an den König stehen: TREU – HOLD – GEGENWÄRTIG. Der grüne Bogen steht für die Salzwiesen und die weite Landschaft, in der die drei markanten Bäume stehen. Der Salzkristall aus der historischen Geschichte des Ortes und der Brunnen als Namensgeber für den Ort Salzbrunn und sprechende Elemente in ihrer Anordnung, oben der Salzkristall, darunter der Brunnen SALZ BRUNN en.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Ismet Salahor aus Frankfurt gestaltet und beim HEROLD am 14. Dezember 2015 in der Ortswappenrolle unter der Nr.: 44BR aufgenommen.

Sehenswürdigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Salzbrunn

Die evangelische Dorfkirche Salzbrunn ist eine Saalkirche, die in den Jahren 1784/1785 von den Pfälzer Siedlern errichtet wurde. In den Jahren 2003 und 2004 erfolgte eine umfangreiche Sanierung. Im Innern befindet sich eine schlichte Ausstattung aus der Bauzeit. Westlich des Kirchturms befindet sich auf dem Friedhof eine Kriegsgräberstätte für die Toten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Salzbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beelitzer Nachrichten 26. Jahrgang Nr. 11, Seite 14
  2. Land Brandenburg, Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV) (PDF; 949 kB) Karte des Naturparks Nuthe Nieplitz mit genauen Grenzen.
  3. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 148, ISBN 3-937233-30-X, ISSN 1860-2436.
  4. inixmedia nord/ost im Auftrag der Stadt Beelitz (Hrsg.): Spargelstadt Beelitz – Stadt mit Köpfchen, 1. Auflage, 2013/2014
  5. Stadt Beelitz, Ortsteil Salzbrunn
  6. Einmaliges Relikt in Brandenburg. In: MAZonline. 7. Januar 2016, abgerufen am 9. Januar 2016.
  7. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte. Landkreis Zauch-Belzig.
  8. Wappenangaben auf der Internetseite Deutsche-Kommunale-Wappenschau