San Romano in Garfagnana

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San Romano in Garfagnana
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San Romano in Garfagnana (Italien)
San Romano in Garfagnana
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Lucca (LU)
Koordinaten: 44° 10′ N, 10° 21′ OKoordinaten: 44° 10′ 0″ N, 10° 21′ 0″ O
Höhe: 555 m s.l.m.
Fläche: 26 km²
Einwohner: 1.410 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einw./km²
Postleitzahl: 55038
Vorwahl: 0583
ISTAT-Nummer: 046027
Volksbezeichnung: Sanromani
Schutzpatron: San Romano (9. August)[2]
Website: Gemeinde San Romano in Garfagnana
Panorama von San Romano in Garfagnana
Panorama von San Romano in Garfagnana

San Romano in Garfagnana ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Lucca mit 1410 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde San Romano in Garfagnana in der Provinz Lucca

Der Ort liegt im oberen Serchiotal in der Garfagnana und gehört zur Comunità Montana della Garfagnana. Das Gemeindegebiet hat Anteil am Nationalpark Toskanisch-Emilianischer Apennin. Die Gemeinde liegt ca. 40 km nördlich der Provinzhauptstadt Lucca und ca. 85 km nordwestlich der Regionalhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 805 GG[3]. Der Fluss Serchio verbringt 5 seiner 106 km im Gemeindegebiet.[4] Die Gemeinde gehört zum Erzbistum Lucca.[5]

Zum Ort gehören auch die Fraktionen Caprignana (842 m, ca. 60 Einwohner), Cerreta (425 m, ca. 40 Einwohner), Naggio (475 m, ca. 50 Einwohner), Orzaglia (759 m, ca. 50 Einwohner), Sillicagnana (491 m, ca. 320 Einwohner), Verrucole (655 m, ca. 50 Einwohner), Vibbiana (765 m, ca. 70 Einwohner) und Villetta (448 m, ca. 32 Einwohner). Der Hauptort San Romano in Garfagnana hat ca. 280 Einwohner.[6]

Die Nachbargemeinden sind Camporgiano, Piazza al Serchio, Pieve Fosciana, Sillano Giuncugnano und Villa Collemandina.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die unterhalb der Burg Verrucole liegende Località Naggio wurde 793 erstmals als Vico Agio dokumentiert.[7] Bis zum Ende des 13. Jahrhunderts gehörte der Hauptort San Romano zu den Gherardinghi. Danach gelangte der Ort in den Machtbereich von Lucca. Nach dem Tod von Castruccio Castracani ging der Ort an die Malaspina und gelangte auf Weisung von Karl IV. 1369 an Lucca zurück.[8] Nach dem Fall des Luccheser Herrschers Paolo Guinigi 1430 war der Ort für 8 Jahre Florenz anhängig und suchte dann bei Leonello d’Este aus der Familie der Este Schutz und wurde so Teil der Provincia Estense di Garfagnana.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche San Romano in San Romano in Garfagnana
Fortezza delle Verrucole
  • Chiesa di San Romano, Kirche im Ortskern.
  • Oratorio di San Rocco, Kirche kurz außerhalb des Ortskerns.
  • Fortezza delle Verrucole, Festung im Ortsteil Verrucole. Die ältesten Teile der Festung entstanden im 10. Jahrhundert durch die Gherardinghi, die hier bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts blieben. Im 11. Jahrhundert bestand die Burg aus der Roccha Tonda und wurde danach ausgebaut. Große Erweiterungen fanden 1446 auf Betreiben von Leonello d’Este und 1565 auf Betreiben von Alfonso II. d’Este statt. 1683 wurde die Burganlage durch einen Blitzeinschlag mit folgender Explosion im Schießpulverhaus erheblich beschädigt. Die Gemeinde San Romano in Garfagnana kaufte die Festung 1986 und begann die Restauration 1990.[9]
  • Chiesa di San Lorenzo, Kirche im Ortsteil Verrucole.
  • Chiesa di San Rocco, Kirche im Ortsteil Vibbiana.
  • Chiesa dei Santi Giuseppe e Pantaleone, Kirche im Ortsteil Villetta.[10]
  • Chiesa di San Pantaleone, Kirche in der Località Sambuca nahe Villetta.[7] Wurde bei Kriegshandlungen im 15. Jahrhundert stark beschädigt und 1444 wieder aufgebaut.[10]
  • Chiesa di San Martino, Kirche im Ortsteil Sillicagnana, die bereits 1168 in einem Dokument von Papst Alexander III. erwähnt wurde.[11]
  • Oratorio della Madonna Addolorata, Kirche im Ortsteil Sillicagnana.
  • Santuario del SS. Crocifisso, Sanktuarium kurz außerhalb von Sillicagnana.
  • Monumento ai Caduti di Sillicagnana, Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege, das 1994 entstand.[12]
  • Chiesa di San Giovanni Battista, Kirche im Ortsteil Orzaglia.
  • Chiesa di San Giovanni Battista, Kirche im Ortsteil Caprignana.
  • Chiesa Santa Croce, Kirche in der Località Naggio.[7]
  • Castellaccio di Bacciano, Burgruine nahe der Località Bacciano bei Villetta. Die Burg entstand um das 11./12. Jahrhundert.[13]
  • Ponte di Bacciano, Brückenruine am Serchio nahe der Località Bacciano bei Villetta. Wurde erstmals 1345 dokumentiert.[14]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: San Romano in Garfagnana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Comuni Italiani und Tuttitalia
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 9. März 2016 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  4. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in San Romano in Garfagnana, abgerufen am 13. März 2016 (italienisch)
  5. Arcidiocesi di Lucca zu San Romano in Garfagnana, Webseite des Erzbistum Lucca, abgerufen am 13. März 2016 (italienisch)
  6. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Ortsteilen und Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Lucca, abgerufen am 13. März 2016 (italienisch)
  7. a b c Contado Lucchese: I borghi di S.Romano Garfagnana. Abgerufen am 13. März 2016 (italienisch)
  8. a b Contado Lucchese: San Romano Garfagnana. Abgerufen am 13. März 2016 (italienisch)
  9. Andrea Santoro: Fortezze, Rocche e Castelli in Lucchesia e in Garfagnana. Maria Pacini Fazzi Editore, Lucca 2005, ISBN 88-7246-682-2, S. 27–34.
  10. a b Webseite des Erzbistum Lucca zu den Kirchen San Pantaleone und SS. Giuseppe e Pantaleone in Villetta, abgerufen am 14. März 2016 (italienisch)
  11. Emanuele Repetti: SILICAGNANA, SERACANIANA, o SIRICAGNANA DELLA GARFAGNANA nella Valle superiore del Serchio. pdf, abgerufen am 14. März 2016 (italienisch)
  12. Lucca Terre zum Monumento ai Caduti di Sillicagnana, abgerufen am 13. März 2016 (italienisch)
  13. Lucca Terre zur Burgruine Castellaccio di Bacciano, abgerufen am 14. März 2016 (italienisch)
  14. Turismo in Toscana: Ruderi del ponte di Bacciano San Romano, ruderi del ponte di Bacciano, XIV secolo. Abgerufen am 14. März 2016 (italienisch)