Sechs auf einen Streich

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Seriendaten
Originaltitel Sechs auf einen Streich
Acht auf einen Streich
(Titel der 2. Staffel)
SechsaufeinenStreich.jpg
Produktionsland Deutschland
Jahr(e) seit 2008
Länge 60 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
jedes Jahr am 1. und 2. Weihnachtstag
(mit Ausnahme: Staffel 1)
Genre Fernsehreihe
Erstausstrahlung 20. Dezember 2008 auf Das Erste

Sechs auf einen Streich, beziehungsweise Acht auf einen Streich (Titel der 2. Staffel), ist eine deutsche Filmreihe des Ersten Deutschen Fernsehens mit Verfilmungen von Märchen der Brüder Grimm und Hans Christian Andersens, die das Erste Deutsche Fernsehen im Weihnachtsprogramm der jeweiligen Produktionsjahre erstmals ausstrahlte. In unregelmäßigen Abständen folgten Wiederholungen unter anderem in den regionalen Fernsehprogrammen. Seit dem Jahr 2010 waren es unter Beibehaltung des Titels Sechs auf einen Streich nur noch vier Märchen, die verfilmt wurden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die 60-minütigen Filme orientieren sich an den klassischen Überlieferungen, wurden aber in Erzählweise und Inhalt modernisiert. Veraltete Aussagen und Symboliken der Urfassung wurden neu interpretiert oder ergänzt, um dem sprachlichen Empfinden der Gegenwart Rechnung zu tragen.

Für die unter Aufbietung vieler bekannter deutscher Schauspieler aus Film und Fernsehen entstandene Produktion zeichneten mehrere Landesrundfunkanstalten verantwortlich. In den beteiligten Bundesländern wurden alte Schlösser und Burgen sowie urtümliche Landschaften als Drehorte ausgewählt. Historische Kostüme verleihen den Filmen zusätzliche Authentizität.

Nachdem 2008 sechs und 2009 acht Filme erschienen, wurden für das Weihnachtsprogramm 2010 die Grimm-Märchen Das blaue Licht und Der Meisterdieb verfilmt. Mit Die Prinzessin auf der Erbse und Des Kaisers neue Kleider enthält die Reihe erstmals auch Märchen von Hans Christian Andersen. Die Staffel von 2010 bekam keinen eigenen Titel, anders als die Staffel von 2009.

Für das Weihnachtsprogramm 2011 wurden vier weitere Märchenfilme gedreht: Am 24. Januar 2011 begann der Südwestrundfunk (Redaktion: Margret Schepers) mit den Dreharbeiten zu Die Sterntaler (Produktionsfirma: Bavaria Film). Im Mai 2011 folgte der rbb (Redaktion: Anke Sperl, Sabine Preuschhof) mit der Verfilmung von Jorinde und Joringel (Produktionsfirma: Antaeus Filmproduktion) und im Juni 2011 der Mitteldeutsche Rundfunk (Redaktion: Ralf Fronz) mit Die zertanzten Schuhe (Produktionsfirma: studio.tv.film GmbH). Der Westdeutsche Rundfunk (Redaktion: Wolfgang Wegmann) verfilmte Aschenputtel (Produktionsfirma: Askania Media).[1]

Für das Weihnachtsprogramm 2012 wurden erneut vier Märchen der Brüder Grimm in Szene gesetzt: Am 14. Februar 2012 setzte der NDR unter der Regie von Christian Theede das Märchen Allerleirauh um.[2] Der rbb (Redaktion: Sabine Preuschhof, Andrea Etspüler) verfilmte Hänsel und Gretel (Produktionsfirma: Askania Media).[3] Im Mai liefen die Dreharbeiten für die Umsetzung des Märchens Rotkäppchen vom hr an.[4] Darauf folgten abschließend vom MDR die Dreharbeiten für Schneeweißchen und Rosenrot.[5]

2013 wurden wie im Jahr 2010 zwei Grimm-Märchen (Vom Fischer und seiner Frau und Der Teufel mit den drei goldenen Haaren) und zwei Märchen von Hans Christian Andersen (Das Mädchen mit den Schwefelhölzern und Die kleine Meerjungfrau) verfilmt.

Laut Auskunft des für die Serie federführenden rbb's sollen auch 2014 vier weitere Märchen für das Weihnachtsprogramm verfilmt werden. Um welche Märchen es handelt, ist noch nicht entschieden.

Filme[Bearbeiten]

Fabian Busch als Fischer Hein und Katharina Schüttler als Ilsebill im Juni 2013 während der Dreharbeiten zum Film Vom Fischer und seiner Frau.

2008 (1. Staffel)[Bearbeiten]

2009 (2. Staffel)[Bearbeiten]

2010 (3. Staffel)[Bearbeiten]

2011 (4. Staffel)[Bearbeiten]

2012 (5. Staffel)[Bearbeiten]

2013 (6. Staffel)[Bearbeiten]

Wunschmärchen-Voting[Bearbeiten]

Anlässlich des 200. Jubiläums von Grimms Märchen rief Das Erste seine Zuschauer im Jahr 2012 auf, aus den zwanzig Verfilmungen von Märchen der Brüder Grimm, die bis 2011 innerhalb der Reihe Sechs auf einen Streich liefen, die sechs beliebtesten auszuwählen. Bis zum 28. Oktober 2012 gingen rund 10.000 Stimmen ein. Die Gewinnermärchen wurden am 8. und 9. Dezember 2012 im Ersten wiederholt. Die Rangfolge sah wie folgt aus:[6]

  1. Aschenputtel
  2. Frau Holle
  3. Die zertanzten Schuhe
  4. Die Sterntaler
  5. Schneewittchen
  6. König Drosselbart

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siegmund Grewenig (WDR) und Sabine Preuschhof (rbb Fernsehen) wurden für Idee und Gesamtkonzeption der Märchen-Reihe Acht auf einen Streich für den Adolf-Grimme-Preis 2010 nominiert. Maria von Heland gewann zudem als Regisseurin für Die Sterntaler den Bayerischer Fernsehpreis 2012 in der Kategorie „Kinderfilm“.

Die Märchen erzielten folgende Auszeichnungen:

  • Das tapfere Schneiderlein: Emil 2009 (Preis für gutes Kinderfernsehen von TV-Spielfilm)
  • König Drosselbart: Robert-Geisendörfer-Preis 2009
  • Schneewittchen: Award of the Russian Culture Center beim Art Amphora Kinder- und Jugendfilmfestival 2010
  • Die kluge Bauerntochter: Robert-Geisendörfer-Preis 2011
  • Die zertanzten Schuhe: Publikumspreis beim 11. Filmfest LeoLiese 2011
  • Die Sterntaler: Best of Fest Award beim Chicago International Children's Film Festival 2011
  • Hänsel und Gretel: Certificate of Merit-Award in der Kategorie „Children’s Program“ beim 49. Internationalen Film Festival in Chicago 2013

DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Alle Titel sind als Einzelexemplare von KNM Home Entertainment GmbH erhältlich. Zudem wurde die Reihe in Sammelboxen mit je zwei bis drei Filmen veröffentlicht. Die zunächst Acht auf einen Streich genannte Staffel aus dem Jahr 2009 wird dabei als Sechs auf einen Streich 2. Staffel bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neue Märchenklassiker für Weihnachten, rbb-webseite zu der Märchenreihe (Status vom 27. Juli 2011); abgerufen am 7. August 2011
  2. Marienburg wird zur Märchenfilm-Kulisse, ndr.de vom 22. Februar 2012; abgerufen am 7. Juli 2012
  3. rbb verfilmt Grimm-Klassiker „Hänsel und Gretel“ mit Anja Kling in einer Doppelrolle, presseservice.rbb-online.de; abgerufen am 7. Juli 2012
  4. Hessische Rundfunk verfilmt das Märchen "Rotkäppchen", rbb-online.de abgerufen am 17. Juli 2012
  5. Märchenhaft: Am Set von "Schneeweißchen und Rosenrot", mdr.de; abgerufen am 7. Juli 2012
  6. „Aschenputtel“ gewinnt das Wunschmärchen-Voting, abgerufen am 8. Dezember 2012