Sechs auf einen Streich

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Seriendaten
Originaltitel Sechs auf einen Streich
Acht auf einen Streich
(Titel der 2. Staffel)
SechsaufeinenStreich.jpg
Produktionsland Deutschland
Jahr(e) seit 2008
Länge ca. 60 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
jedes Jahr am 1. und 2. Weihnachtstag
(mit Ausnahme: Staffel 1)
Genre Fernsehreihe
Erstausstrahlung 20. Dezember 2008 auf Das Erste

Sechs auf einen Streich, beziehungsweise Acht auf einen Streich (Titel der 2. Staffel), ist eine deutsche Filmreihe des Ersten Deutschen Fernsehens mit Verfilmungen von Märchen der Brüder Grimm, Hans Christian Andersen und Ludwig Bechstein, die das Erste Deutsche Fernsehen im Weihnachtsprogramm des jeweiligen Produktionsjahres erstmals ausstrahlt. In unregelmäßigen Abständen folgen Wiederholungen unter anderem in den regionalen Fernsehprogrammen. Regelmäßig gibt es Wiederholungen im "Märchenfilm im Ersten", jeden Sonntag um 11:00 Uhr auf "Das Erste". Von 2010 bis 2014 waren es unter Beibehaltung des Serientitels Sechs auf einen Streich nur noch vier Märchen pro Jahr, die verfilmt wurden. Für das ARD-Weihnachtsprogramm 2015 werden erstmals wieder sechs Märchenfilme produziert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Erste zeigte bis 2008 in seinem Vormittagsprogramm die älteren Märchenfilme von Schongerfilm und die der DEFA in gekürzter 60-minütiger Fassung. Deshalb kam von der Redaktion der Vorschlag, sechs Grimm-Märchen neu zu verfilmen und zu schauen, wie das bei den Zuschauern ankommt. Erst sollte der Titel "Sieben auf einen Streich" heißen. Doch da das schon beim Tapferen Schneiderlein der Spruch ist, überlegte man welche Zahlen sonst noch Bezug zu Märchen haben und kamen dann auch die Zahl Sechs.

Die 60-minütigen Filme orientieren sich an den klassischen Überlieferungen, wurden aber in Erzählweise und Inhalt modernisiert. Veraltete Aussagen und Symboliken der Urfassung wurden neu interpretiert oder ergänzt, um dem sprachlichen Empfinden der Gegenwart Rechnung zu tragen.

Für die unter Aufbietung vieler bekannter deutscher Schauspieler aus Film und Fernsehen entstandene Produktion zeichneten mehrere Landesrundfunkanstalten verantwortlich. In den beteiligten Bundesländern wurden alte Schlösser und Burgen sowie urtümliche Landschaften als Drehorte ausgewählt. Historische Kostüme verleihen den Filmen zusätzliche Authentizität.

Vorlagen[Bearbeiten]

Nachdem 2008 sechs und 2009 acht Filme ausschließlich nach Märchen der Brüder Grimm entstanden, wurden für das Weihnachtsprogramm 2010 nur zwei Grimm-Märchen (Das blaue Licht und Der Meisterdieb) verfilmt, aber erstmals mit Die Prinzessin auf der Erbse und Des Kaisers neue Kleider auch zwei Märchen von Hans Christian Andersen.

Für die Weihnachtsprogramme 2011 und 2012 wurden jeweils vier Märchen ausschließlich von den Brüdern Grimm in Szene gesetzt.

Im Jahr 2013 wurden wie 2010 zwei Grimm-Märchen (Vom Fischer und seiner Frau und Der Teufel mit den drei goldenen Haaren) und zwei Andersen-Märchen (Das Mädchen mit den Schwefelhölzern und Die kleine Meerjungfrau) verfilmt.

2014 wurden vier weitere Märchen für das Weihnachtsprogramm verfilmt. Neben drei Grimm-Märchen wurde mit Siebenschön erstmals ein Märchen von Bechstein verfilmt. Für 2015 werden die Märchen Die Salzprinzessin, Nussknacker und Mausekönig, Hans im Glück, Der Prinz im Bärenfell, Prinzessin Maleen und Schlaraffenland produziert, letzteres Märchen soll jedoch erst 2016 ausgestrahlt werden.

Filme[Bearbeiten]

Fabian Busch als Fischer Hein und Katharina Schüttler als Ilsebill im Juni 2013 während der Dreharbeiten zum Film Vom Fischer und seiner Frau.

2008 (1. Staffel)[Bearbeiten]

2009 (2. Staffel)[Bearbeiten]

2010 (3. Staffel)[Bearbeiten]

2011 (4. Staffel)[Bearbeiten]

2012 (5. Staffel)[Bearbeiten]

2013 (6. Staffel)[Bearbeiten]

2014 (7. Staffel)[Bearbeiten]

Wunschmärchen-Voting[Bearbeiten]

Anlässlich des 200. Jubiläums von Grimms Märchen rief Das Erste seine Zuschauer im Jahr 2012 auf, aus den zwanzig Verfilmungen von Märchen der Brüder Grimm, die bis 2011 innerhalb der Reihe Sechs auf einen Streich liefen, die sechs beliebtesten auszuwählen. Bis zum 28. Oktober 2012 gingen rund 10.000 Stimmen ein. Die Gewinnermärchen wurden am 8. und 9. Dezember 2012 im Ersten wiederholt. Die Rangfolge sah wie folgt aus:[6]

  1. Aschenputtel
  2. Frau Holle
  3. Die zertanzten Schuhe
  4. Die Sterntaler
  5. Schneewittchen
  6. König Drosselbart

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siegmund Grewenig (WDR) und Sabine Preuschhof (rbb Fernsehen) wurden für Idee und Gesamtkonzeption der Märchen-Reihe Acht auf einen Streich für den Adolf-Grimme-Preis 2010 nominiert. Maria von Heland gewann zudem als Regisseurin für Die Sterntaler den Bayerischen Fernsehpreis 2012 in der Kategorie „Kinderfilm“.

Die Märchen erzielten folgende Auszeichnungen:

  • Das tapfere Schneiderlein: Emil 2009 (Preis für gutes Kinderfernsehen von TV-Spielfilm)
  • König Drosselbart: Robert-Geisendörfer-Preis 2009
  • Schneewittchen: Award of the Russian Culture Center beim Art Amphora Kinder- und Jugendfilmfestival 2010
  • Die kluge Bauerntochter: Robert-Geisendörfer-Preis 2011
  • Die zertanzten Schuhe: Publikumspreis beim 11. Filmfest LeoLiese 2011
  • Die Sterntaler: Best of Fest Award beim Chicago International Children’s Film Festival 2011
  • Hänsel und Gretel: Certificate of Merit-Award in der Kategorie „Children’s Program“ beim 49. Internationalen Film Festival in Chicago 2013
  • Das Mädchen mit den Schwefelhölzern:
    • Silver Award beim Chicago International Film Festival Television Award Kategorie "Kinderfilm"
    • "Weißer Elefant" für Regie an Uwe Janson,
    • "Weißer Elefant" für Nachwuchspreis an Lea Müller

DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Alle Titel sind als Einzelexemplare von KNM Home Entertainment GmbH erhältlich. Zudem wurde die Reihe in Sammelboxen mit je zwei bis drei Filmen veröffentlicht. Die zunächst Acht auf einen Streich genannte Staffel aus dem Jahr 2009 wird dabei als Sechs auf einen Streich 2. Staffel bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neue Märchenklassiker für Weihnachten, rbb-webseite zu der Märchenreihe (Status vom 27. Juli 2011); abgerufen am 7. August 2011
  2. Hessische Rundfunk verfilmt das Märchen "Rotkäppchen" (Memento vom 11. Februar 2013 im Webarchiv Archive.is), rbb-online.de abgerufen am 17. Juli 2012 (Fassung vom 11. Februar 2013 im Archive.today)
  3. Märchenhaft: Am Set von "Schneeweißchen und Rosenrot", mdr.de; abgerufen am 7. Juli 2012
  4. rbb verfilmt Grimm-Klassiker „Hänsel und Gretel“ mit Anja Kling in einer Doppelrolle, presseservice.rbb-online.de; abgerufen am 7. Juli 2012
  5. Marienburg wird zur Märchenfilm-Kulisse (Memento vom 15. Januar 2013 im Internet Archive), ndr.de vom 22. Februar 2012 (Fassung vom 11. Februar 2013 im Archive.today)
  6. „Aschenputtel“ gewinnt das Wunschmärchen-Voting (Memento vom 11. Februar 2013 im Webarchiv Archive.is), abgerufen am 8. Dezember 2012 (Fassung vom 11. Februar 2013 im Archive.today)