Spiegelberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Spiegelberg
Spiegelberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Spiegelberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 2′ N, 9° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Höhe: 383 m ü. NHN
Fläche: 28,22 km2
Einwohner: 2126 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 71579
Vorwahl: 07194
Kfz-Kennzeichen: WN, BK Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 069
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sulzbacher Straße 7
71579 Spiegelberg
Webpräsenz: www.gemeinde-spiegelberg.de
Bürgermeister: Uwe Bossert
Lage der Gemeinde Spiegelberg im Rems-Murr-Kreis
Allmersbach im TalAllmersbach im TalAlthütteAuenwaldBacknangBacknangBurgstettenFellbachGroßerlachKaisersbachKaisersbachKaisersbachKaisersbachKirchberg an der MurrLeutenbach (Württemberg)Leutenbach (Württemberg)Leutenbach (Württemberg)MurrhardtOppenweilerPlüderhausenPlüderhausenPlüderhausenRudersbergSchorndorfSchwaikheimSpiegelbergSulzbach an der MurrWaiblingenWaiblingenWaiblingenWeissach im TalWelzheimWinnendenWinterbach (Remstal)Aspach (bei Backnang)BerglenBerglenWeinstadtKernen im RemstalUrbach (Baden-Württemberg)AlfdorfAlfdorfKorb (Württemberg)RemshaldenKarte
Über dieses Bild
Spiegelberger Kirche

Spiegelberg ist eine Gemeinde im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiegelberg liegt am teilweise nach ihm bekannten Fluss „Spiegelberger“ Lauter im Naturraum Schwäbisch-Fränkische Waldberge[2] und ist Mitgliedsgemeinde im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Nachbarstädte und -gemeinden Spiegelbergs sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Süden): Oppenweiler, Aspach, Oberstenfeld (Landkreis Ludwigsburg), die Stadt Beilstein, Wüstenrot (beide Landkreis Heilbronn), Großerlach und Sulzbach an der Murr.

Das Dorf Spiegelberg

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Spiegelberg gehören 12 separat gelegene Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser sowie einige Wüstungen. Zur Gemeinde Spiegelberg im Gebietsstand vom 31. August 1971 gehören das Dorf Spiegelberg, die Weiler Eisenlautern, Großhöchberg, Hüttlen, Obere Roßstaig, Roßstaig und Vorderbüchelberg und der Wohnplatz Gieshof sowie die abgegangene Ortschaft Lassweiler.[3] Der Weiler Dauernberg wurde 1977 eingemeindet. Zur ehemaligen Gemeinde Nassach gehören das Dorf Nassach und der Weiler Kurzach sowie die abgegangene Ortschaft Glashausen. Zur ehemaligen Gemeinde Jux gehört das Dorf Jux.[4]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort geht auf eine im Jahre 1700 im Spiegelberger Ortsteil Jux gegründete Glashütte zurück. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Pächterwechsel wurde im Jahre 1705 im nahen Lautertal eine Schleifmühle zur Spiegelfertigung errichtet. Diese wurde, nach dem erzeugten Produkt, Spiegelberg benannt. Die Spiegelhütte wurde 1794 geschlossen. 1795 wurden die Gebäude der Spiegelhütte verkauft und eine Krappfabrik gegründet. Trotz des für 10 Jahre zugesicherten Monopols in einem Umkreis von 7 Meilen sowie weiterer Vergünstigungen bestand diese nur wenige Jahre. Infolge der Gründung der Krappfabrik wurden weiterhin eine Baumwollspinnerei, vorübergehend auch eine Essig- und Biersiederei, sowie eine Baumwollfärberei und eine Bleiche gegründet.

Bis 1797 ein eigenes Stabsamt gebildet werden konnte, gehörte Spiegelberg zum Oberamt Marbach. Dem Stabsamt Spiegelberg gehörten neben Spiegelberg auch Jux und Roßstaig an. Das Stabsamt bestand bis 1807, ehe es zur Eingliederung in das ebenfalls im Königreich Württemberg befindliche Oberamt Backnang kam.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1827 wurde Großhöchberg nach Spiegelberg eingemeindet, das bis dahin eine selbstständige Gemeinde bildete. Am 1. September 1971 wurden die Gemeinden Jux und Nassach nach Spiegelberg eingemeindet.[6] Dauernberg wurde am 1. Januar 1977 von der Gemeinde Oppenweiler nach Spiegelberg umgemeindet.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hatte der Gemeinderat 12 gewählte Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,56 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

Freie Wählervereinigung 8 Sitze (62,43 %)
Gemeinsam Vorwärts Liste 3 Sitze (28,83 %)
Spiegelberg Aktiv 1 Sitze (8,74 %)

Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 hat der Gemeinderat 10 gewählte Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,5 %. Das Ergebnis der Wahl:[8]

Freie Wählervereinigung 7 Sitze
Gemeinsam Vorwärts Liste 3 Sitze

Jeweils zusätzliches Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiegelberg hat eine Grundschule, einen Kindergarten und einen Waldkindergarten.

Das Dorf Jux um 1900

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiegelberg liegt an der Idyllischen Straße.

Auf dem 533 Meter hohen Juxkopf, der zweithöchsten Erhebung der Löwensteiner Berge, bietet der Juxkopfturm des Schwäbischen Albvereins eine ausgezeichnete Rundumsicht über den Schwäbisch-Fränkischen Wald.

An der Straße vom Winterlautertal nach Jux befindet sich der Wetzsteinstollen, ein ehemaliges Bergwerk, in dem Schleifsteine abgebaut wurden.

Im Rathaus Spiegelberg befindet sich seit 2005 das Glasmuseum Spiegelberg, das die Geschichte der Glashütten im Schwäbisch-Fränkischen Wald anschaulich darstellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Traub (1914–1998), geboren in Vorderbüchelberg, Politiker (SPD), Landtags- und Bundestagsabgeordneter

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spiegelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  3. Ein Waldgewann Laßweiler liegt nach der einschlägigen Topographischen Karte etwa 2 km östlich des Weilers Vorderbüchelberg am Südostabfall der Schwarzjurakuppe Greut über dem Klingenansatz des Leukertsbachs. 49° 3′ 42,7″ N, 9° 28′ 56,2″ O
  4. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 556–557.
  5. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Spiegelberg.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 446.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 464.
  8. Ausschnitt aus der Backnanger Kreiszeitung vom 27. Mai 2014