Strelitz-Alt

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Strelitz-Alt
Koordinaten: 53° 19′ 52″ N, 13° 5′ 50″ O
Eingemeindung: 1931
Postleitzahl: 17235
Vorwahl: 03981
Der Altstrelitzer Wasserturm

Strelitz-Alt, im Volksmund auch Altstrelitz genannt, ist ein Stadtteil von Neustrelitz mit rund 3500 Einwohnern. Der Stadtteil war von 1349 bis 1931 unter dem Stadtnamen Strelitz selbstständige mecklenburgische Landstadt und von 1701 bis 1712 Hauptresidenz der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz.[1][2] Strelitz wurde 1931 eingemeindet und heißt seit 1994 offiziell Strelitz-Alt.[3] Der weithin sichtbare Altstrelitzer Wasserturm ist heute das Wahrzeichen des Stadtteils.[4] 2015 wurde in Altstrelitz das 666. Jahr der Stadtgründung gefeiert.[5]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasservogelwarte am Tiefen Trebbower See

Strelitz-Alt liegt im Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte umgeben von zahlreichen Seen und Wäldern, eingebettet in eine durch die Eiszeit geformte Landschaft. Das angrenzende Naturschutzgebiet Kalkhorst bietet einer Reihe von Tieren und Pflanzen einen gesicherten Lebensraum. Die nahegelegene Vogelwarte am Tiefen Trebbower See ermöglicht die Beobachtung zahlreicher Wasservogelarten. Zum Baden und Angeln eignet sich der Domjüchsee. Im Bereich der heutigen Badestelle befand sich früher die Altstrelitzer Badeanstalt. Domjüchsee und Tiefer Trebbower See sind über die Stendlitz verbunden. Der Bach versorgte früher die Domjüchmühle, den Schlossgraben und die Binnenmühle mit Wasser.[6] Zwischen Strelitz-Alt und Neustrelitz liegt der Bürgerhorst. Auf einem Festplatz in diesem Laubwald fand früher das Schützenfest statt.

In den sumpfigen Altstrelitzer Wiesen finden Weißstörche reichlich Nahrung. Auf einem Firmengelände in der Carl-Meier Straße wurde deshalb 1976 ein Kunsthorst als Nistgelegenheit für diese Vögel errichtet. Bis die Störche in der zweiten Augusthälfte nach Afrika in ihr Winterquartier fliegen, ist es z. Z. möglich, von einem neben dem Storchennest errichteten Turm aus direkt oder vom Café am Alex aus per Webcam einen Blick in das Storchennest zu werfen.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegt ist der Ortsname Strelitz schon 1278, 1316, 1399, 1569 sowie in der Schreibweise Streliz 1329, Streltz 1349, Streltza 1350, Streltze 1387, Strelytze 1389, Strelisse 1389, Strelitze 1395. Er geht auf altslawisch Strělci (Schützen) zurück und war möglicherweise die Bezeichnung einer Dienstsiedlung, wie es sie im Mittelalter in Ostmitteleuropa mehrfach gab. Der Ortsname bedeutet damit „Ort der (Bogen-)Schützen“ bzw. „Ort, wo die Schützen wohnen“.[8][9][10] 1733 wurde in einem Reskript des regierenden Herzogs von Mecklenburg-Strelitz an das Ratskollegium von Strelitz erstmals von einer Umbenennung der Stadt gesprochen.[11] In diesem Schreiben gab Adolf Friedrich III. unter anderem der Hoffnung Ausdruck, dass der „Ort dergestallt anwachsen werde, daß mit der Zeit Neuen-Strelitz mit Alten-Strelitz combinieret werden“.[11] Tatsächlich bewirkten Gründung und Ausbau von Neustrelitz aber den Niedergang von Strelitz. Am 10. September 1931 erfolgte die Eingemeindung nach Neustrelitz.[12][4] Schon bald nach Gründung von Neustrelitz (1733) wurde Strelitz zur Unterscheidung auch Altstrelitz. genannt.[13] Die Bahnstation bezeichnete man schon Ende des 19. Jahrhunderts als Strelitz Alt (ohne Bindestrich). Strelitz wurde auch als Neustrelitz-Strelitz, Strelitz (Alt) oder Strelitz-Alt bezeichnet, aber nie umbenannt. Erst 1994 erhielt der heutige Neustrelitzer Stadtteil die offizielle Bezeichnung Strelitz-Alt.[12][14][3][15]

Slawische Besiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Ortsnamen und auch der Name Strelitz weisen noch heute auf eine frühe slawische Besiedlung des Raumes zwischen Oder und Elbe hin.[10] Auf Strelitzer Boden siedelten die zum Liutizenbund gehörenden Redarier.[16] Es wurde überliefert, dass hier im Schutze umgebender Wasser- bzw. Sumpfflächen eine slawische Burg gestanden hat.[17] Siedlungsreste wurden jedoch bisher nicht gefunden.[9]

1147 führten sächsische, dänische und polnische Fürsten den Wendenkreuzzug gegen die bis zu diesem Zeitpunkt unabhängigen Liutizen. Im Ergebnis wurden die liutizischen Lande zwischen den Herzogtümern Pommern (Südvorpommern) und Mecklenburg (Ostteil) sowie der Mark Brandenburg (Nordteil) aufgeteilt und damit dem Heiligen Römischen Reich einverleibt.[18] Die bereits durch viele Kriegsjahre dezimierte slawische Bevölkerung wurde christianisiert und im Zuge der zunehmend deutschen Besiedlung assimiliert.

Strelitz wird Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte von Mecklenburg um 1300
Otto von Dewitz als Graf von Fürstenberg (Reitersiegel, 1349)
Plan von Schloss- und Stadt Strelitz (1786). Plan der inneren Stadt nach einem Entwurf von 1619.

1278 wurde Strelitz – damals noch ein Dorf im Land Stargard – erstmals urkundlich erwähnt.[9][19] Um 1300 kam das Land als brandenburgisches Lehen an Mecklenburg.[20] Infolge von Erbschaftsstreitigkeiten wurde es 1315 im Norddeutschen Markgrafenkrieg (1308–1317) vom Brandenburger Markgrafen Waldemar überfallen.[21][22] Dieser belagerte die Stadt Woldegk (1315/16) und zog nach vergeblicher Belagerung gegen Neubrandenburg, um dort den Mecklenburger Fürsten Heinrich II. zu stellen. Heinrich – auch der Löwe genannt – wollte hier nicht eingeschlossen werden, positionierte seine Streitmacht zwischen Strelitz und Fürstensee und besetzte den Mühlenberg. 1316 kam es dann zur „Schlacht an der Domjüch.[21]„Am schrecklichsten und blutigsten aber war das Gefecht auf dem die Seen teilenden Wege.“[21] schrieb der Historiker Karl Friedrich von Klöden. Abschließend bemerkte er: „Die Zahl der Gefangenen wie der Toten war außerdem sehr groß, und das Gefecht für die Brandenburger verloren. Es muß dies in der letzten Hälfte des Februars vorgefallen sein.“[21] Im Ergebnis von Friedensverhandlungen zwischen dem König von Dänemark, Heinrich II. von Mecklenburg und den Brandenburgern mussten die Markgrafen Waldemar und Johann von Brandenburg noch 1316 ihr Strelitzer Schloss verpfänden.[9][23] Heinrich II. konnte Waldemar schließlich in der Schlacht bei Gransee im August 1316 endgültig besiegen und bekam mit dem Templiner Frieden (25. November 1317) die Herrschaft Stargard als brandenburgisches Lehen zugesprochen.[22][20][24][25]

1328 wurden Otto und Ulrich von Dewitz – die Erzieher und Berater von Heinrich II. – für ihre Verdienste mit „Hus und Dorf Strelitz“ belehnt.[26] Dazu gehörten eine reiche Feldmark und die drei in den märkischen Fehden untergegangenen Dörfer Buristorpe, Cavelsbroke (Cobelbrok)[9] und Domjuche (Domjüch)[9] sowie das kleine Land (Ahrensberghe).[26] Das Strelitzer Schloss befand sich 1328 im Besitz von Otto von Dewitz.[4][26][27] Auf einem Siegel aus dem 14. Jahrhundert wird Strelitz in einer lateinischen Umschrift als „S. Burgensium opidi Strelitz“[28] bezeichnet.

1329 starb Heinrich II. Seine Söhne Albrecht II. und Johann zu Mecklenburg teilten sich nun die Herrschaft in Mecklenburg. Das Land Stargard – darin „hus unde dorpp“ Strelitz – wurde vom brandenburgischen Markgrafen Ludwig an die beiden Fürsten als Lehen vergeben.[9][4] Die Lehnsabhängigkeit von Brandenburg endete 1347 mit der Erhebung der Herrschaft Stargard zum Reichslehen durch den römisch-deutschen König und späteren Kaiser Karl IV. und der Vergabe an die mecklenburgischen Fürsten.[29]

1348 wurde die Grafschaft Fürstenberg gegründet und Otto und Ulrich von Dewitz damit belehnt. Die Gebrüder Dewitz schlossen Strelitz der neugegründeten Grafschaft an. Am 4. Dezember 1349 verliehen sie Strelitz das Stadtrecht.[30][31] Der Stadt wurden auch die Feldmarken Domjüch. Buristorpe. und Cobelbrok. zugesprochen[9] und mit Neubrandenburger Stadtrecht („Neuen–Brandenburgisches Stadtrecht“) bewidmet.[32] Das Brandenburger Stadtrecht in der Mark Brandenburg, in Pommern und im südlichen Mecklenburg wurde aus dem Magdeburger Recht abgeleitet.[33] Mit der Verleihung des Stadtrechts war eine Reihe weiterer Privilegien und Nutzungsrechte für verschiedene Ländereien verbunden.[32]

Um 1400 wurde Strelitz landesherrlicher Besitz und Sitz eines herzoglichen Amtmanns.[9] In der Folgezeit wurde das Amt Strelitz zur Apanagierung von nicht regierenden Mitgliedern des mecklenburgischen Fürstenhauses genutzt. 1505 waren 26 Ortschaften verpflichtet, dem Amt Strelitz Pächte, Abgaben und Dienste zu leisten.[9]

Landstadt in Mecklenburg-Strelitz (1701–1931)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mecklenburg nach der dritten Mecklenburgischen Hauptlandesteilung

Am 8. März 1701 erfolgte im Ergebnis des Hamburger Vergleichs die Dritte Mecklenburgische Hauptlandesteilung. Es entstanden die Teilherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Der erste Regent von Mecklenburg-Strelitz Adolf Friedrich II. wählte als Hauptresidenz und Hauptstadt seines Landesteils die Stadt Strelitz, in deren unmittelbarer Nähe sich die Handelswege von Wesenberg nach Woldegk und von Fürstenberg nach Neubrandenburg kreuzten. Seinen Wohnsitz, eine alte Wasserburg am Rande der Stadt, ließ der Herzog zum Residenzschloss ausbauen.[34][35]

In der Nacht vom 24. zum 25. Oktober 1712 brannten das Strelitzer Residenzschloss und fast alle Nebengebäude nieder. Da der Standort des abgebrannten Schlosses für einen zeitgemäßen barocken Neubau ungeeignet war und die Strelitzer Bürger die Hand- und Spanndienste verweigerten, erfolgte von 1726 bis 1731 der Um- und Ausbau des nur wenige Kilometer von Strelitz entfernten Jagdschlosses Glieneke zum neuen herzoglichen Residenzschloss. In dessen unmittelbarer Nähe siedelte Adolf Friedrich III. zunächst seine Höflinge und die Verwaltungsbehörden des Landes an und gründete 1733 die Stadt Neustrelitz.[19][36]

1805 wurde auf dem Gelände des abgebrannten Schlosses das Altstrelitzer Gefängnis als „Landarbeits- auch Zucht- und Irrenhaus“ erbaut. 2001 wurde es geschlossen. Das „Verwaltungsgebäude des Gefängnisses“ und das „Hafthaus I mit Anbau “ stehen heute unter Denkmalschutz.[37][38][39]

1815 wurde Mecklenburg-Strelitz in Verwaltungsbezirke, Ämter und freie Städte, eingeteilt. Die Stadt Strelitz gehörte zu den freien Städten mit besonderen Rechten.[40][41]

Während der Revolution von 1848 war hier ein wichtiges Zentrum der liberalen Reformbewegung. Obwohl Strelitz - anders als Neustrelitz - als mecklenburgische Landstadt im Stargardischen Kreis bis 1918 auf Landtagen der 1523 vereinten Landstände mit Sitz und Stimme vertreten war, verlor es durch den Aufstieg von Neustrelitz seit Mitte des 18. Jahrhunderts zunehmend an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung. 1931 erfolgte auf Grundlage einer Notverordnung die Eingemeindung, der in den Jahren der Weltwirtschaftskrise (1927–1928) stark verschuldeten Stadt, nach Neustrelitz.[17]

1925 zählte die Stadt 4817 Einwohner.

Stadtteil von Neustrelitz seit 1931[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte von Strelitz seit der Eingemeindung ist Teil der Neustrelitzer Stadtgeschichte. Ausgenommen davon ist die Zeit von 1945 bis 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone unter kommunaler Selbstverwaltung.

Zeit des Nationalsozialismus (1933 bis 1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedächtnisstätte für die Altstrelitzer Juden am Alexanderplatz.

In der Zeit des Nationalsozialismus waren auch die Strelitzer Juden zunehmender Diskriminierung und nationalsozialistischem Terror ausgesetzt. Die Strelitzer Synagoge wurde während der Novemberpogrome 1938 durch Brandstiftung zerstört und viele Juden – auch aus anderen Orten und der Umgebung – vorübergehend in das Altstrelitzer Gefängnis gebracht.[42]

Eine Augenzeugin aus Altstrelitz berichtet über die Zeit nach der Reichspogromnacht: „In diesen furchtbaren Tagen für die jüdischen Menschen erhängte sich Frau Lewinsky mit ihrer Tochter im Wohnzimmer am Ofen, sie hatten ein kleines Seifengeschäft uns gegenüber. Familie Wolfsohn, die am Alex eine Kohlenhandlung hatte, wurde aus dem Haus geworfen, sie mußten eine kleine Wohnung beziehen und in das Haus zog der Ortsgruppenleiter ein. Der Schneidermeister Selsky hatte großes Glück, er konnte mit seiner Frau und dem Sohn Alex 1934 Deutschland verlassen und nach Palestina auswandern. So könnte man noch von vielen jüdischen Menschen berichten. Eines Tages standen die noch in Strelitz Alt verbliebenen Juden mit einem kleinen Koffer oder Karton am Markt und stiegen in einen Bus ein. Wohin sie gebracht wurden ist nicht bekannt.“[42]

Wie alle deutschen Juden wurden auch die Strelitzer Juden von den Nationalsozialisten ausgegrenzt, vertrieben, deportiert und schließlich ermordet. Viele begingen aus Angst und Verzweiflung Suizid. 1946 lebten nur noch zwei jüdische Bürger in Altstrelitz.[43]

An die 40 während des Holocaust ermordeten oder in den Tod getriebenen Altstrelitzer erinnert eine am 10. November 2013 enthüllte, zwei Meter hohe Stele.[43] Sie steht auf der Gedächtnisstätte für die Altstrelitzer Juden neben dem Gedenkstein für die 1938 zerstörte Altstrelitzer Synagoge.

Die Gedächtnisstätte auf dem ehemaligen Altstrelitzer Judenfriedhof erinnert an bedeutende Juden wie den Rabbiner Dr. Jacob Hamburger, den Gelehrten und Lehrer Dr. Daniel Sanders sowie die Kaufmannsfamilie Wolfsohn.[44]

Kommunale Selbstverwaltung (1945–1946)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1945 – kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges – wurde der historische Kern von Altstrelitz nach heftigen Kämpfen durch Brandstiftung fast völlig zerstört. Einige wenige Gebäude blieben erhalten.[45]

Die Alliierten schufen zunächst handlungsfähige Gemeindeverwaltungen und gingen dann zum Aufbau von Gemeinden und Ländern über.[46] Strelitz wurde nochmals selbstständige Stadt (1945–1946). Als Ortsbevollmächtigter, später Bürgermeister, wurde Wilhelm Stolte vom sowjetischen Kommandanten eingesetzt.[47]

Die kommunale Selbstverwaltung von Strelitz wurde durch die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) wieder aufgehoben, als der Strelitzer Stadtrat die Rückübertragung der bis 1931 zu der Stadt Strelitz gehörenden Flächen von der Stadt Neustrelitz forderte. Der Neuaufbau vernichteter Häuser wurde den Strelitzer Eigentümern verboten, was noch heute im dortigen Straßenbild erkennbar ist.

Entwicklung des Stadtteils (1945 bis heute)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 1945 übernahm der sowjetische NKWD das seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts bestehende Altstrelitzer Gefängnis als Gefängnis Nr. 5 Strelitz der Abteilung Speziallager. Das Gefängnis kam 1947 wieder in deutsche Hände und wurde bis zur Schließung 2001 als Justizvollzugsanstalt (JVA) genutzt.

Von 1983 bis 1989 war auf dem Gelände der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Domjüch () die 229. Raketenabteilung der 152. Garde-Raketenbrigade aus der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD, ab 1989 WGT) stationiert.[48] Das ebenfalls hier stationierte 66. Garde-Fla-Raketenregiment wurde gemäß Zwei-plus-Vier-Vertrag 1993 abgezogen.

1991 wurde das Technikum von Strelitz-Alt – offiziell Ingenieurschule für Bauwesen Neustrelitz genannt – nach Neubrandenburg verlegt und in die Fachhochschule Neubrandenburg eingegliedert.

Seit 1994 wird der Stadtteil offiziell Strelitz-Alt genannt.[3]

Das als Justizvollzugsanstalt − JVA Neustrelitz – genutzte Altstrelitzer Gefängnis wurde 2001 geschlossen und die neue Jugendanstalt Neustrelitz an der Wesenberger Chaussee nahm ihren Betrieb auf.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Strelitz-Alt

  • Der Wasserturm, errichtet auf einer Anhöhe an der Fürstenberger Straße, konnte 1907 nach vierjähriger Bauzeit in Betrieb genommen werden. Das Wasser wurde aus Tiefbrunnen in den auf einer Betondecke verankerten Kessel gepumpt. Die Fallhöhe von 40,4 Metern und eine Speicherkapazität von maximal 140 Kubikmetern gewährleisteten einen konstanten Wasserdruck von 3 bar im gesamten Leitungsnetz. Weil die Speicherkapazität nicht mehr ausreichte, musste ab 1978/79 die Druckstation Kiefernheide mit den dazugehörigen Reinwasserbehältern die Trinkwasserversorgung sichern. Der Turm wurde bis 1997 restauriert. Da er in einer Trinkwasserschutzzone liegt, ist jedoch nur eine sensible Nutzung als Technisches Denkmal möglich.[49]
ehem. Technikum Strelitz (Seitenansicht aus Südwesten)
  • Das Technikum Strelitz wurde am 12. März 1890 eröffnet. Der Architekt Max Hittenkofer (der Ältere) hatte das Polytechnikum bereits 1875 in Buxtehude gegründet, später mit Einwilligung des Großherzogs Friedrich Wilhelm II. (1819–1904) nach Strelitz verlegt und als „Unterrichtsanstalt für das Baufach und verwandte Gewerbe“[50] wiedereröffnet. 1891 erfolgte die Einweihung des im Auftrag der Stadt Strelitz errichteten Schulgebäudes. Die Pläne dafür stammten von Hittenkofer selbst, der auch bis 1899 Direktor dieser Schule war. Der Erweiterungsbau wurde, nachdem Hittenkofer das Schulgebäude gekauft und Land dazu erworben hatte, am 21. Oktober 1892 fertiggestellt. Als Anbau folgten 1893 das Schul- und Verwaltungsgebäude und 1895 das Direktorialgebäude. Die Zahl der in- und ausländischen Studenten wuchs zwischen 1891 und 1910 von 425 auf 1685. Der Ruhm dieser Ausbildungsstätte verbreitete sich schon bald in alle Welt.[50][51] Heute ist das Gebäude Sitz der Verwaltung der Stadtwerke Neustrelitz, der Geschäftsstelle Strelitz-Alt der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz und einer Apotheke.
  • Hafthaus I mit Anbau und Verwaltungsgebäude des Altstrelitzer Gefängnisses
  • Ehemaliges Kaiserliches Postamt
  • Ehemaliger Bahnhof mit Güterabfertigungsgebäude
  • Feuerwehrhaus in der Schulstraße

Verlorene Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke auf Serienscheinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serienscheine der Stadt Strelitz von 1921 zeigen die Stadtkirche, das Rathaus und eines der drei Torhäuser.

  • Der 50-Pfennig-Schein zeigt auf der linken Seite des Marktplatzes das Rathaus mit Freitreppe (erbaut 1791)[52] und die Kirche St. Marien. erbaut 1724–1730 von Julius Löwe. Am 1. Mai 1945 wurden beide Gebäude durch Feuer zerstört.[53] Ebenfalls dargestellt ist das Stadtwappen. Es ist gespalten. Dem Wappen der Grafen von Fürstenberg entstammen die Rauten, dem Wappen der Familie von Dewitz die mit Deckeln versehenen goldenen Pokale auf rotem Grund.[54]
  • Der 25-Pfennig-Schein zeigt das Neubrandenburger Torhaus. Außerdem gab es noch das Wesenberger Torhaus und das Fürstenberger Torhaus. Errichtet wurden die Torhäuser auf Grundlage der Landes-Straßenreform und Binnenzollfestlegung von 1877 an den damaligen Ausfallstraßen. Die quergestellten verputzten Fachwerkgebäude waren Amtssitz und meist auch Wohnung der Torschreiber. Jeder passierende Reiter und Wagen musste beim Torschreiber das Torgeld entrichten. Außerdem wurde am Tor auch die Akzise erhoben. 1869 verloren die Torhäuser mit dem Fall der Binnenkontrollen ihre Funktion. Da die Tore zu Verkehrshindernissen wurden, mussten sie später abgerissen werden (Fürstenberger Torhaus 1871, Wesenberger Torhaus 1905).[55][56]

Strelitzer Synagoge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standort der ehemaligen Synagoge am Alexanderplatz

Die Altstrelitzer Synagoge, früher umgangssprachlich auch Judenkirche genannt, wurde am 5. September 1763 in Gegenwart von Adolf Friedrich IV. – seit 1752 regierender Herzog von Mecklenburg-Strelitz – eingeweiht. Ihr Standort befand sich in zurückgesetzter Position auf einem Grundstück am heutigen Alexanderplatz.[57][58] Die Synagoge in Strelitz diente der Jüdischen (Landes-) Gemeinde als religiöser Versammlungsort. Gottesdienste wurden mit Choralgesang und Orgelspiel entsprechend den Riten des im 19. Jahrhundert entstandenen Reformjudentums abgehalten. 1847 wurde die Synagoge erstmals renoviert und neu geweiht. Von 1860 bis 1911 wirkte hier der Oberlandesrabbiner Jacob Hamburger.[57]

Das Baugelände stellte Adolf Friedrich IV. zur Verfügung. Die Mittel brachte die Jüdische Gemeinde von Strelitz – zu dieser Zeit 60 Familien mit etwa 420 – 480 Familienmitgliedern – selbst auf. Der Herzog steuerte zahlreiche Ritualgegenstände bei.[57][59]

Die Synagoge war ein im Stil des Rokoko errichteter, massiver Putzbau über einer rechteckigen Grundform mit je vier schlanken, sechsflügligen Rundbogenfenstern an den Längsseiten. Das Innere konnte von der Frontseite aus über eine Vorhalle betreten werden. An den Vorraum mit zwei Wendeltreppen schloss sich ein großer Saal − der Versammlungsraum der Gemeinde – mit Spiegelgewölbe an. In der Altarnische stand ein neunarmiger Leuchter – eine Chanukkia aus Bronze mit einem Durchmesser von 1,00 m und einer Höhe von 1,85 m. Im Toraschrein wurden zwei Torarollen mit silbernem Rimonim und silbernen Toraschilden aufbewahrt. Diese rituellen Gegenstände hatte wahrscheinlich der Hofjuwelier Carl Ludwig Leonard Barnewitz aus Neustrelitz angefertigt. Darüber hinaus wurden in der Synagoge ein 68 cm hoher Wasserbehälter und ein 40 cm hohes Waschbecken aus Kupfer für rituelle Waschungen sowie eine hohe silberne Räucherlampe aufbewahrt.[60]

Gedenkstein zur Erinnerung an die Altstrelizer Synagoge

Während der Novemberpogrome wurde am 10. November 1938 die Synagoge von Nationalsozialisten durch Brandstiftung zerstört.[57][60][61] Unter Bezug auf die Reichsverordnung von 1938 forderte die Neustrelitzer Stadtverwaltung die Gemeinde auf – diese hatte nur noch neun Mitglieder[62] – die während der Reichspogromnacht entstandenen Schäden unverzüglich zu beseitigen. Da diese dazu nicht in der Lage war, veranlasste die Stadtverwaltung den Abriss der zerstörten Synagoge. Die Kosten sollten die Gemeindemitglieder tragen, die dazu außerstande waren. Daraufhin erging Arrestbefehl.[57][63] An die Synagoge erinnern ein schmiedeeiserner Zaun von 1913 und eine Gedenkstätte.[57]

Am Gedenkstein zur Erinnerung an die Synagoge erinnerten Einwohner der Stadt am 9. November 2017 an die Pogromnacht des Jahres 1938 und gedachten der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus.[64]

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Sternberger Hostienschänderprozess (1492) und der anschließenden Vertreibung aller Juden aus Mecklenburg verhängten die Jüdischen Gemeinden außerhalb Mecklenburgs einen Bann über das Land. Dieser verbot es den Juden fortan sich in Mecklenburg niederzulassen. Erst als Anfang des 18. Jahrhunderts der Bann seine Wirkung verloren hatte, siedelten sich wieder jüdische Familien in Mecklenburg an.[65][66]

Um aber dort arbeiten und wohnen zu können, mussten sie sich unter den Schutz des Landesherrn stellen. 1704 regierte Adolf Friedrich II. das Herzogtum Mecklenburg-Strelitz. Nur diesem stand es zu, den Juden die Niederlassung in Form eines Schutzbriefes zu erlauben. Diese Juden hießen offiziell Schutzjuden und mussten jährlich für ihre Familien ein Schutzgeld entrichten. Zu den ihnen verbrieften Rechten gehörte neben dem Wohnrecht an den dafür bestimmten Orten, das Recht untereinander zu heiraten, jüdische Knechte zu halten, ihre Religion auszuüben und Handel zu treiben. Verboten war ihnen der Erwerb von Grundbesitz und das Ausüben eines zunftgemäßen Gewerbes.[67]

Den Um- und Ausbau des kleinen Jagdhauses in der Meierei Glienke nach dem Schlossbrand von 1712 zum Residenzschloss der dann 1733 gegründeten Stadt Neustrelitz konnte der seit 1708 regierende Herzog Adolf Friedrich III. nur über Geld finanzieren, das ihm unter anderen der Hofjude Jakob Isaak beschaffte.[68] Mit Erlaubnis des Herzogs bildeten die Strelitzer Juden schon bald eine eigene Jüdische Gemeinde.[68] Diese wuchs zur größten in ganz Mecklenburg an.[68] Der Altstrelitzer Judenfriedhof wurde 1728 angelegt.[69] Die Einweihung der Strelitzer Synagoge als notwendiges Versammlungshaus fand am 5. September 1763 in Gegenwart des seit 1752 regierenden Herzogs Adolf Friedrich IV. statt.[70][71]

Völlig anders als in Mecklenburg-Schwerin fokussierte das gesamte jüdische Leben in Mecklenburg über fast zwei Jahrhunderte hinweg auf Strelitz. Um 1820 hatte Altstrelitz 2386 Einwohner, darunter waren 473 Juden.[72] Der Neustrelitzer Historiker Harald Witzke schrieb zur Entwicklung der Jüdischen Gemeinde in der bis 1931 selbstständigen Stadt Strelitz: „1760 lebten in Altstrelitz 60 jüdische Familien (etwa 420 Personen), um das Jahr 1800 zählt die jüdische Gemeinde 600 Menschen[73], jeder vierte Einwohner der Stadt ist Jude. Bis 1830 bleibt ihre Zahl relativ konstant, danach wird die Gemeinde ständig kleiner. Altstrelitz ist das Zentrum der jüdischen Gemeinde des gesamten Herzogtums. Der Strelitzer Ältestenrat bildet für das ganze Land den Vorstand.“[74]

Die Juden lebten nicht wie in anderen Städten in einem Ghetto, sondern waren auf das ganze Stadtgebiet verteilt.[4] Strelitz galt als das westlichste Stetl und wurde im Volksmund auch Oll Mochum genannt. Die Bezeichnung Oll Mochum – in der deutschen Entsprechung „alter Ort“ – wurde abgeleitet vom hebräischen Wort „Makom“ (Ort, Stadt) und dem plattdeutschen Wort „oll“ (alt).[75][76] Der Heimatforscher und Zeitzeuge Klaus Giese schrieb dazu in einer anlässlich des 650jährigen Gründungsjubiläums der Stadt Strelitz im Nordkurier erschienenen Artikelserie unter der Überschrift »Als Oll Mochum bekannt« :

„Durch den seit 1733 sehr hohen jüdischen Bevölkerungsanteil verwundert es nicht, daß in die Umgangssprache der Altstrelitzer viele jiddische Worte und Wendungen eingeflossen und bis ins 20. Jahrhundert lebendig blieben. Von großer Originalität war dabei das Gemisch aus Plattdeutsch und Jiddisch, wie es vor allem die Handelsleute benutzten. Nicht von ungefähr wurde für Strelitz (=Altstrelitz) der Spottname Oll Mochum im ganzen Land gebräuchlich und ist bis jetzt noch üblich (Mochum =Heimatort). Andererseits ging aber auch unser Plattdeutsch in die Umgangssprache der Handelsjuden ein.“

Klaus Giese (1998)[76]

Durch Abwanderung ging am Ende des 19. Jahrhunderts die Zahl der Juden auf ca. 100 zurück.[68] 1914 wurde der Sitz der jüdischen Landesgemeinde nach Neubrandenburg verlegt, die fortan die einzige jüdische Gemeinde in Mecklenburg-Strelitz und für alle hier lebenden Juden zuständig war.[77] Damit endete für Strelitz die zentrale Rolle des jüdischen Lebens in Mecklenburg-Strelitz, in welche die Stadt seit dem 18. Jahrhundert hineingewachsen war.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Born, Kaufmann, Kommerzienrat
  • Carl Siewert († 1899), Begründer der Carl Siewert Stiftung
  • Daniel Sanders (1819–1897), Philologe, Pädagoge
  • Friedrich Krüger (1819–1896), Kaufmann, Senator, Kommerzienrat
  • Julius Kohrt (1833–1907), Senator, Amtmann
  • Carl Stammer († 1898), Bäckermeister, Bürger
  • Max Hittenkofer der Jüngere (1876– ), Direktor des Technikums, Nachfolger des Vaters
  • Georg Maaß († 1932), Stadtverordneter, Stadtrat

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Egmont von Chasot (1716–1797), Besitzer des (späteren) Stadtgutes Marly[78]
  • Karl Petermann (1807–1866), Jurist, Stadtrichter
  • Eduard Nauwerck (1809–1868), Jurist, Bürgermeister
  • Jacob Hamburger (1826–1911), Rabbiner
  • Max Hittenkofer (der Ältere) (1844–1899), Gründungsdirektor des Technikums nach dessen Wiedereinrichtung in Strelitz
  • Carl Serger († 1913), Anstaltsleiter und Arzt der Landesirrenanstalt Domjüch (1902–1913)
  • Hermann Starke, Anstaltsleiter und Arzt der Landesirrenanstalt Domjüch (1913–1935)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Strelitz Alt lag an der Bahnstrecke Berlin–Stralsund und wurde 1995 geschlossen.

Literatur und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Strelitz-Alt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Schlossbrand von 1712 beendete die fürstliche Hofhaltung in Strelitz.
  2. Gustav-Adolf Strasen: Unsere Städte. In: Heimatbuch des Kreises Neustrelitz. 1954, S. 114–125.
  3. a b c Künftig heißt es Strelitz-Alt. In: Amtsblatt der Stadt Neustrelitz. 94/03, 9. Februar 1994.
  4. a b c d e Verlagsbeilage: 650 Jahre Strelitz-Alt. In: Nordkurier. 1999.
  5. Offizielle Homepage der Stadt Neustrelitz666 Jahre: Strelitz leuchtet auf, Abgerufen am 13. August 2015.
  6. Klaus Giese: Strelitz vor dem 650.Jubiläum, (8). In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung. 1998.
  7. Homepage „Altstrelitzer Kulturstammtisch“, Abgerufen am 13. August 2015.
  8. Deutsches Ortsnamenbuch. Hrsg. von Manfred Niemeyer. De Gruyter, Berlin/Boston 2012, S. 448.
  9. a b c d e f g h i j Gustav-Adolf Strasen: Unsere Städte. In: Heimatbuch des Kreises Neustrelitz. 1953, S. 114–125.
  10. a b Julius Bilek: Die slawischen Ortsnamen des Kreises Neustrelitz. In: Heimatbuch des Kreises Neustrelitz. 1953, S. 79.
  11. a b Annalise Wagner: Wie aus der Meierei Glienke die Stadt Neustrelitz wurde. In: Schriftenreihe des Karbe-Wagner-Archivs, Heft 2, Aus dem alten Neustrelitz. 1968, S. 6–7.
  12. a b L. Lose: Ein wichtiger Tag in der Geschichte. In: Freie Erde. Ein wichtiger Tag in der Geschichte der Stadt. 1983.
  13. Ein zeittypisches Verfahren: auch Stettin nannte man zur Unterscheidung von Neustettin „Altstettin“ und Brandenburg (Havel) zur Unterscheidung von Neubrandenburg „Alt(en)brandenburg“.
  14. vgl. Werner Lexow: Erst 1877 erreichte die Eisenbahn Neustrelitz. In: Freie Erde. Aus der Geschichte des Eisenbahnbaus in Mecklenburg-Strelitz. 1983.
  15. Mario Tumm: Zu Strelitz-Alt gehört jetzt der Bindestrich. In: Nordkurier. 1994.
  16. EB/Gerlinde Kienitz: Stargard kam als Lehen zu Mecklenburg. In: Nordkurier, In der Geschichte des Strelitzer Landes geblättert (2). → unter Bezug auf Adam von Bremen: Bischofsgeschichte der Hamburger Kirche.
  17. a b Gerlinde Kienitz: Aus der Stadtgeschichte. In: Neustrelitz–Eine Führung durch die Stadt. Hrsg.: Museum der Stadt Neustrelitz, Neustrelitz, S. 4.
  18. s. WP-Artikel Liutizen
  19. a b Gerlinde Kienitz: Aus der Stadtgeschichte. In: Neustrelitz - Eine Führung durch die Stadt. Hrsg.: Museum der Stadt Neustrelitz, Neustrelitz 1985, S. 4.
  20. a b Franz Christian Boll: Heinrich von Mecklenburg in Besitz des Landes Stargard mit Lychen und Wesenberg. Der Vertrag von Wittmannsdorf. In: Geschichte des Landes Stargard bis zum Jahre 1471. Band 1, Neustrelitz 1846, S. 123–129. (Digitalisat)
  21. a b c d Walter Karbe, Walter Gotsmann: Die Schlacht an der Domjüch. In: Strelitzer Allerlei. Vom schönen Neustrelitz. Buchhandlung Otto Wagner, Neustrelitz 1938, [Nachdruck: Druckerei Lorrenz, Neustrelitz 1991, Hrsg.: Karbe-Wagner-Archiv, S. 32. → unter Bezug auf den Historiker Karl Friedrich von Klöden : Schlacht an der Domjüch In: Geschichte des Markgrafen Waldemar. die Reimchronik des Ernst von Kirchberg auf Krümel und die Schmettausche Karte.
  22. a b Georg Christian Friedrich Lisch: Die Schlacht bei Gransee im Jahre 1316. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 11, Schwerin 1846, S. 216–220. (Digitalisat)
  23. Annett Wieking: Erhaltenswertes in Strelitz-Alt. In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung. Serie: Denkmale in Mecklenburg-Strelitz (15). Neustrelitz 29. Oktober 1997, S. 14. → unter Bezug auf einen Vertrag von 1316.
  24. EB/Gerlinde Kienitz: Stargard kam als Lehen zu Mecklenburg. In: Nordkurier. In der Geschichte des Strelitzer Landes geblättert (2).
  25. Reiner Szczesiak: Der Niederadel des Landes Stargard vom 13. bis zum 16. Jahrhundert. In: Mecklenburg–Strelitz, Beiträge zur Geschichte einer Region. Band 2. Friedland/Meckl 2002, ISBN 3-9807532-7-1, S. 36 ff.
  26. a b c Annalise Wagner, E. Lubs: Geschichtliches von Alt-Strelitz In:Neustrelitzer Stadtführer, Hrsg. Rat der Stadt Neustrelitz, Einband und Zeichnungen Gerd Gombert, Neustrelitz, 1965, S. 6.
  27. Klaus Giese: Burg Arnsberg bringt langwierige Fehde. In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung. Strelitz vor dem 650. Jubiläum (19). Neustrelitz 1998.
  28. Rat Siemssen: Das alte Strelitzer Stadtsiegel, Aus dem Stadtarchiv, Strelitz 1812. In: Mecklenburg-Strelitzer Kalender 1999, Ein Jahrbuch, Hrsg.: Freundeskreis des Karbe-Wagner-Archivs e. V., Neustrelitz 1999, S. 5.(das Siegel selbst wird im Stadtmuseum Neustrelitz aufbewahrt.)
  29. Hermann Krabbo: Der Übergang des Landes Stargard von Brandenburg auf Mecklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 91 (1927), S. 17. (Digitalisat)
  30. Gerlinde Kienitz: Strelitz. Die erste Residenzstadt. In: Neustrelitz 1733–1983. Hrsg.: Museum der Stadt Neustrelitz, Neustrelitz 1983, S. 10. → unter Bezug auf: Urkunde über die Verleihung des Stadtrechts. Stadtarchiv Neustrelitz, V US 1.
  31. „hus unde stadt“ Strelitz werden schon 1348 als Teil der Grafschaft Fürstenberg urkundlich bezeugt.
  32. a b Walter Karbe; Walter Gotsmann: Strelitz und die Geschichtsschreiber. In: Strelitzer Allerlei. Vom schönen Neustrelitz. Buchhandlung Otto Wagner, Neustrelitz 1938, S. 11, Hrsg. Nachdruck Karbe-Wagner-Archiv, Neustrelitz 1991. → unter Bezug auf den herzoglichen Archivar Chemnitz († 1687) In: Mecklenburgische Chronik.
  33. s. WP-Artikel Stadtrecht
  34. Harald Witzke: Zum dritten Mal geteilt. In: Nordkurier. Heimatkurier, 6. März 2001.
  35. Erwin Schulz: Ordensbrüder zeigen sich sehr spendabel. In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung, 300 Jahre Mecklenburg-Strelitz (1), Neustrelitz, 14. Oktober 2000.
  36. Reiner Petrzak: Kleiner Geschichtsausflug nach Oll Mochum. In: Nordkurier. Neustrelitz
  37. JA Neustrelitz: Chronik der JA Neustrelitz, 30. März 2011.
  38. Harald Lachmann: Finanzstarke Liebhaber von Denkmälern gesucht. In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung.
  39. Internet-Redaktion des Landkreises Mecklenburg-Strelitz : Denkmalliste (Stand Juni 1997) In: www.mecklenburg-strelitz.de (19. April 2011).
  40. s. WP-Artikel: Geschichte der Kreisbildung in DeutschlandMecklenburg-Strelitz
  41. s. WP-Artikel: Verwaltungsgeschichte MecklenburgsLandschaftRechte der Städte
  42. a b Sprachlos vor Entsetzen dem Feuer zugesehen, Augenzeugen des Synagogen-Brandes erinnern sich. In: Nordkurier. Neustrelitz, unter Bezug auf die Niederschrift der Zeitzeugin Ursula Kreienbring aus Strelitz-Alt.
  43. a b Susanne Böhm: Gleis führt „in die Köpfe“.(online) In: Nordkurier/Strelitzer Zeitung vom 11. November 2013 (abgerufen am 10. Januar 2014)
  44. Klaus Giese: Alt-Strelitz. In: Irene Diekmann: Wegweiser durch das jüdische Mecklenburg-Vorpommern. Potsdam 1998, S. 51–66.
  45. Faltblatt zum Jubiläum: 650 Jahre Strelitz-Alt, 1349–1999. Hrsg.: Stadt Neustrelitz. Neubrandenburg 1999.
  46. s. WP-Artikel: Kommunale Selbstverwaltung (Deutschland)Historische Entwicklung
  47. I. Kennke, S. Kattige: Straßen unserer Stadt – Wer war Wilhelm Stolte? In: Freie Erde. Neustrelitz Juli 1984.
  48. http://www.peterhall.de/srbm/westerngroup/152rbr/152rbr3.html
  49. msb: Wasserturm restauriert. In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung. 24. August 1997.
  50. a b EB/G. Kienitz: Absolventen verbreiten Ruhm in aller Welt. In: Nordkurier. Mecklenburg-Strelitz im 20. Jahrhundert. Neustrelitz 1999.
  51. Gerlinde Kienitz: Absolventen verbreiten Ruhm in aller Welt In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung. Neustrelitz, Juli 1999 (Reihe Mecklenburg-Strelitz im 20. Jahrhundert).
  52. Klaus Giese: Strelitz vor dem 650. Jubiläum (34). In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung. 1998.
  53. Klaus Giese: Strelitz vor dem 650.Jubiläum,(53). In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung. 1999.
  54. Aus dem Stadtarchiv: Das Alte Strelitzer Stadtsiegel. In: Mecklenburg-Strelitzer Kalender. 1999, S. 5.
  55. Klaus Giese: Strelitz vor dem 650. Jubiläum (1). In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung. 1998.
  56. Annalise Wagner: Aus dem Leben eines Torsschreibers. In: Schriftenreihe des Karbe-Wagner-Archivs, Heft 2, Aus dem alten Neustrelitz. 1968, S. 16.
  57. a b c d e f Harald Witzke: Die Synagoge zu Strelitz In: Mecklenburg-Strelitzer Kalender 1999. Ein Jahrbuch. Hrsg.: Freundeskreis des Karbe-Wagner-Archivs e. V. Neustrelitz, 1998.
  58. Basisinformationen In: Synagogen-Internet-Archiv (23. März 2012)
  59. Klaus Giese: Eduard J. Wolfsohn blieb und schuftete als Hafenarbeiter. In: Nordkurier. Strelitzer Zeitung, Serie: Strelitz vor dem 650jährigen Jubiläum (43). 28. November 1998.
  60. a b V.K.: Die ehemalige Jüdische Synagoge der jüdischen Gemeinde. Vor 50 Jahren von den Faschisten niedergebrannt. In: Freie Erde. November 1988.
  61. Klaus Giese: Mit der Synagoge verbrannte eine ganze Kultur. In: Nordkurier, Strelitz vor dem 650jährigen Jubiläum (44).
  62. Stand: 24. April 1938.
  63. Zeitungsausschnitt unter der Überschrift: Barbarischer Druck. mit Kopie eines Fotos von der Synagoge.
  64. Gedenkstunde am Synagogenstein in Strelitz-Alt. Strelitzer Echo – Amtliches Bekanntmachungsblatt der Stadt Neustrelitz, Ausgabe 23 vom 25.11.2017.
  65. Heinz Hirsch: Spuren jüdischen Lebens in Mecklenburg. In: Reihe Geschichte Mecklenburg-Vorpommern, Hrsg. Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern, Nr. 4. Schwerin 2006, S. 12f. (Digitalisat, PDF 5,7 MB)
  66. Jürgen Borchert: Dr. Donaths »Geschichte der Juden«. In: Des Zettelkastens anderer Teil. Hinstorff Verlag, Rostock 1988, ISBN 3-356-00149-3, S. 81–83 unter Bezug auf Dr. Ludwig Donath: Geschichte der Juden in Mecklenburg. Leipzig 1874.
  67. Harald Witzke: Die ersten jüdischen Familien in Strelitz. In: Freie Erde. Neustrelitz, 07/1988.
  68. a b c d Klaus Giese: Alt-Strelitz. In: I. Diekmann: Wegweiser durch das jüdische Mecklenburg-Vorpommern. Potsdam 1998, S. 51–66
  69. Jüdische Friedhöfe in Neustrelitz (MST) In: Website der Alemannia Judaica (Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum )
  70. Harald Witzke: Die Synagoge zu Strelitz. In: Mecklenburg-Strelitzer Kalender. Neustrelitz 1999, S. 37.
  71. Basisinformationen In: Synagogen-Internet-Archiv, Abgerufen am 23. März 2012.
  72. Annalise Wagner, E. Lubs: Geschichtliches von Alt-Strelitz In:Neustrelitzer Stadtführer, Hrsg. Rat der Stadt Neustrelitz, Einband und Zeichnungen Gerd Gombert, Neustrelitz, 1965, S. 8.
  73. Die Zahl von 600 Personen ist für Strelitz-Alt zu hoch und nicht zu belegen, sie bezieht sich vielmehr auf das gesamte Herzogtum Mecklenburg-Strelitz.
  74. Harald Witzke: 1760 leben in Altstrelitz 60 jüdische Familien. In: Freie Erde. Neustrelitz, 07/1988.Anmerkung: Das Material zur Geschichte der Strelitzer Juden erarbeitete der wissenschaftliche Mitarbeiter des Karbe-Wagner-Archivs Neustrelitz Harald Witzke aus Anlass des 50-Jährigen Gedenktages an die Reichspogromnacht. Aus redaktionellen Gründen erschien in der Zeitung nur eine gekürzte Fassung. Die vollständige Fassung ist im Karbe-Wagner-Archiv einzusehen. (lt. Mitteilung der Redaktion am Anfang des Artikels).
  75. Walter Karbe, Walter Gotsmann: Strelitz und die Geschichtsschreiber. In: Strelitzer Allerlei. Vom schönen Neustrelitz. Buchhandlung Otto Wagner, Neustrelitz 1938, S. 11, Nachdruck: Druckerei Lorrenz, Neustrelitz 1991, Hrsg.: Karbe-Wagner-Archiv Neustrelitz. → unter Bezug auf Helene von Krause: Altstrelitz. In: Unter der wendischen Krone. Berlin 1912.
  76. a b Klaus Giese: Eduard J. Wolfsohn blieb und schuftete als Hafenarbeiter. Serie: Strelitz vor dem 650jährigen Jubiläum (43), In: Nordkurier, 28. November 1998 (Abschnitt: »Als Oll Mochum bekannt«).
  77. Vgl. Verordnung vom 21. Januar 1914, betr. die Organisation und rechtliche Stellung der jüdischen Gemeinde des Herzogtums Strelitz. In: Großherzoglich Meckl.-Strelitzscher Offizieller Anzeiger 1914 (6. Februar), Nr. 12, S. 101–109.
  78. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3), Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, Band 2, S. 592–594.