Susanne Wolff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Susanne Wolff (* 1973 in Bielefeld[1]) ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen in Bielefeld, absolvierte Susanne Wolff von 1994 bis 1998 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover eine Ausbildung zur Schauspielerin. Bereits während ihres Studiums spielte sie am Schauspiel Hannover in einer Inszenierung des Regisseurs Andreas Kriegenburg. Von 1998 bis 2009 gehörte sie zum Ensemble des Thalia Theaters Hamburg, wo sie u. a. in Arbeiten von Nicolas Stemann, Alize Zandwijk, Rafael Sanchez und Andreas Kriegenburg zu sehen war. Daneben spielte sie 2001 in Wien die Rolle der Alma Mahler in Alma – A Show Biz ans Ende (2001, Regie: Paulus Manker) sowie die Penthesilea bei den Salzburger Festspielen (2005). Von 2009 bis 2016 war Susanne Wolff festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Berlin. Sie arbeitete u. a. mit den Regisseuren Stephan Kimmig, Stefan Pucher, Armin Petras und Jette Steckel zusammen. Seit 2003 spielt Susanne Wolff auch Film- und Fernsehrollen.[2] Ihre erste Regiearbeit legte sie 2016 am Schauspiel Frankfurt mit der Produktion Shoot / Katzelmacher / Repeat vor.[3]

Über sich selbst sagt sie: „Ich habe keine Coolness, weil meine Brüder immer zu mir gesagt haben: Du bist klein, dick, doof und hässlich. Es ging auch da immer darum, sich zu behaupten. Ich bin jedenfalls nicht als Nesthäkchen aufgewachsen. Und habe mich erst später aus der Dick-doof-und-hässlich-Wahrnehmung herausgeschält.“[4]

Über ihre Motivation als Schauspielerin meinte sie: „Ein Freund sagte einmal zu mir, ich sei ein Gefühlsjunkie. Und das ist vielleicht auch der Hauptantrieb für diesen Beruf. Man kann Gefühle anzapfen, die man im Privatleben in solch einer Gewaltsamkeit nicht erlebt. Was bei Schiller oder Shakespeare verhandelt wird, ist nicht das, was man selbst jeden Tag in seinem Leben verhandelt“.[4]

Theater-Rollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004 Hedda Gabler in Hedda Gabler von Henrik Ibsen, Regie: Stephan Kimmig, Thalia Theater, Hamburg
  • 2007 Maria in Maria Stuart von Friedrich Schiller, Regie: Stephan Kimmig, Thalia Theater, Hamburg
  • 2009 Othello in Othello von William Shakespeare, Regie: Jette Steckel, Deutsches Theater Berlin
  • 2010 Karoline in Das letzte Feuer von Dea Loher, Regie: Andreas Kriegenburg, Deutsches Theater Berlin
  • 2012 Kreon in Ödipus Stadt von Sophokles, Euripides, Aischylos, Regie: Stephan Kimmig, Deutsches Theater Berlin
  • 2014 Ellida Wangel in Die Frau vom Meer von Ibsen, Regie: Stephan Kimmig, Deutsches Theater Berlin
  • 2015 Olivia in Was ihr wollt von Shakespeare, Regie: Stefan Pucher, Deutsches Theater Berlin
  • 2015 Clavigo in Clavigo von Johann Wolfgang von Goethe, Regie: Stephan Kimmig, Deutsches Theater Berlin

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolff erhielt u.a. folgende Auszeichnungen:[5]

  • Boy-Gobert-Preis der Stadt Hamburg (1999)
  • 3sat-Preis für die Titelrolle in Nora (2003)
  • Rolf-Mares-Preis Hamburger Theater für die Rolle der Penthesilea in Penthesilea (2006)
  • Förderpreis deutscher Film für Das Fremde in mir und Die Glücklichen (2008)
  • Sao Paolo International Filmfestival: beste Darstellerin für Das Fremde in mir (2008)
  • Deutscher Fernsehpreis 2013 in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für ihre Rolle in Mobbing

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.kino.de/star/susanne-wolff/ bei Kino.de, abgerufen am 14. Januar 2016
  2. http://www.agentur-schneider-berlin.de/susanne-wolff
  3. http://www.fr-online.de/theater/schauspiel-frankfurt--shoot-katzelmacher-repeat--schleichendes-unbehagen,1473346,34271694.html, abgerufen am 10. August 2016
  4. a b Die Zeit 48/2010; S. 57
  5. Agentur Schneider Berlin