Tom Gaebel

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Tom Gaebel (2015).

Tom Gaebel (* 13. Januar 1975 in Gelsenkirchen, eigentlich Tom Gäbel) ist ein deutscher Sänger, Entertainer und Bandleader.

Musikalischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tom Gaebel wuchs in Ibbenbüren in einer musikalischen Familie auf. Bereits früh wurde sein Musiktalent entdeckt und gefördert. Zusätzlich zu seiner zwölfjährigen Geigenausbildung erlernte er autodidaktisch das Schlagzeug- und Posaunespielen. Während seiner Schulzeit spielte er Theater, drehte Kurzfilme, spielte in der Big Band seiner Schule und war an zwei Musicals beteiligt. Mit dem JugendJazzOrchester NRW tourte er als Posaunist 1998 in China, und war 2000/2001 als Sänger mit dem Bundesjugendjazzorchester auf Tournee. Am Conservatorium von Amsterdam in Hilversum hat er schließlich nach einem acht Jahre dauernden Musikstudium das Hauptfach Jazzgesang mit einem Diplom-Abschluss (cum laude) beendet. Bereits während des Studiums trat er auf dem Montreux Jazz Festival, dem Worldport Jazzfestival und dem Gooise Jazzfestival auf; auch sang er 2004 Ellis Bring Back that Smile für den Soundtrack des niederländischen Kinofilms Ellis in Glamourland. Er spielt Blockflöte, Violine, Schlagzeug, Posaune und Klavier.

Sein jüngerer Bruder Colin Gäbel war Netzreporter bei dem Sender GIGA Digital Television und ist bei dem Online Sender Rocket Beans TV als Moderator und Redakteur tätig.[1] Sein jüngster Bruder Denis Gäbel wurde Jazzmusiker (Tenor- und Sopransaxophon, Komposition).

Einer breiten Öffentlichkeit wurde Tom Gaebel durch sein 2004 gestartetes Projekt Tom Gaebel & Band spielen Frank Sinatra bekannt. Sein nächstes Album Introducing: Myself enthielt neben Coverversionen auch Eigenkompositionen. Erste Fernsehauftritte verbesserten Gaebels Bekanntheit weiter, etwa bei der TV-total-Silvester-Gala, TV-total-Jazz-Night oder dem Red Nose Day. Bisher erhielt er für seine Tonträgerverkäufe dreimal den German Jazz Award im Gold- und zweimal im Platinformat. Bei seinen Albenaufnahmen und Konzerttourneen ist regelmäßig auch sein Bruder Denis Gäbel, ein erfolgreicher Saxofonist, mit von der Partie.

Die ursprüngliche Schreibweise seines Namens Tom Gäbel änderte er 2007 „aus Gründen der Modernität“[2] in Tom Gaebel. Seine Fans gaben ihm den Spitznamen Dr. Swing.

2010 hatte Gaebel zum 18-jährigen Jubiläum neben Udo Walz einen Gastauftritt bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Darüber hinaus war er in Fernsehsendungen wie Volle Kanne, Die ultimative Chartshow und DAS! zu Gast. Seit 2010 ist Tom Gaebel regelmäßig in der Frühlings-, Herbst- und Adventsshow des ZDF und im ZDF-Fernsehgarten sowie in diversen anderen Produktionen wie Nur die Liebe zählt, MDR Hier ab 4 und der RTL-Chartshow zu Gast.

Gaebel spielte auf vielen Festivals, darunter bei der Düsseldorfer Jazz-Rally, dem Kemptener Jazzfrühling, dem Mittelrhein Musik Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival und den Jazzopen Stuttgart.

2013 ging er mit dem Programm Christmas a GoGo bundesweit auf Tour und erhielt im selben Jahr aufgrund der Verkäufe Gold im German Jazz Award für das Album Easy Christmas.

2014 veröffentlicht der Sänger sein sechstes Studioalbum mit dem Titel So Good to Be Me, welches größtenteils aus Eigenkompositionen besteht.

Nach Easy Christmas veröffentlichte Tom Gaebel 2015 sein zweites Weihnachtsalbum A Swinging Christmas. Im Gedenken an den 100. Geburtstag von Frank Sinatra im Dezember 2015 spielte Gaebel mit seinem Orchester einige Livekonzerte u. a. auch mit dem WDR Funkhausorchester. 2016 war Tom Gaebel als Mentor und Coach in der Fernsehsendung "It takes Two" bei RTL zu sehen. Er ging dort mit der Nachrichtensprecherin Annett Möller als Sieger hervor. 2017 war er als erster Gast neben Doro Pesch, Laith al Deen und Tim Benzko in Xavier Naidoos Fernsehsendung "Xaviers Wunschkonzert" bei Sky One zu sehen, in der Naidoo Tom Gaebels Titel "The Cat" sang.

2018 gab es eine Zusammenarbeit mit den Fantastischen 4, auf dem Album „Captain Fantastic“ gibt es eine Reprise Version vom Titel „Hitisn“ feat. Tom Gaebel.

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist mit Saskia Runge liiert.

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikalische Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tom Gaebel mit seiner Band während des Konzertes So Good to Be Me 2015 im Bürgerhaus Ibbenbüren.
  • Goresaw (Beatrock) (seit 1992)
  • Zwillinge & die Blechgang (Popband mit Tom Gaebel am Schlagzeug) (1995–1999)
  • Tom Gaebel & Tobias Kremer Big Band (Swing) (1999–2001)
  • Tom Gaebel & the Young Sinatras (Swing) (2001/2002)
  • Tom Gaebel & Band spielen Frank Sinatra (Swing) (2002–2004)
  • Release des Debüt-Albums „Introducing: Myself“ und Tour mit eigener Big Band (2005/2006)
  • Tom Gaebel & His Big Band auf großer „Good Life“-Tour (2007/2008)
  • Tom Gaebel & His Big Band „Don't Wanna Dance Tour“(2009)
  • Tom Gaebel & His Big Band auf „Tom Gaebels's Swinging Christmas Show“ deutschlandweit (2010)
  • Tom Gaebel & His Orchestra mit „Tom Gaebel's Christmas a Go Go Tour“ (2013)
  • Tom Gaebel & His Orchestra / So Good to Be Me Tour (2014)
  • Tom Gaebel & His Orchestra / Tom Gaebel singt Sinatra (2015)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[3]
Introducing: myself
  DE 99 04.11.2005 (1 Wo.)
Good Life
  DE 47 19.03.2007 (5 Wo.)
Music to Watch Girls By
  DE 67 07.06.2010 (2 Wo.)
So Good to Be Me
  DE 82 03.10.2014 (1 Wo.)
  • Tom Gäbel – The Day That Lies Ahead (2003)
  • Tobias Kremer Big Band featuring Tom Gäbel – Sinatra (2003)
  • Tom Gäbel & the Young Sinatras – The Unknown (2003)
  • Tom Gäbel & Die Tobias Kremer Big Band – SWING! (2004 – Telemedia Music GmbH)
  • Tom Gäbel – Introducing: Myself (2005 – Indigo)
  • Tom Gäbel – Introducing: Myself – Tour Edition (2006 – Indigo)
  • Tom Gaebel – Good Life – Mr. Good Life Edition (2007 – Indigo)
  • Tom Gaebel – Good Life (2007 – Indigo)
  • Tom Gaebel – Don't Wanna Dance (2008 – Telemedia Music GmbH)
  • Tom Gaebel – Music to Watch Girls By (2010 – Telemedia Music GmbH)
  • Tom Gaebel – Easy Christmas (2010 – Telemedia Music GmbH)
  • Tom Gaebel – So Good to Be Me (2014 – tomofon records)
  • Tom Gaebel - A Swinging Christmas (2015 - tomofon records)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Zehren: Mit Schwung und Seele. (Porträt Tom Gaebel), in: Westfalenspiegel 1/2009, S. 63.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gaebel erhielt für das Album Introducing Myself 2006 den German Jazz Award; aufgrund der weiteren Verkäufe erhielt er 2017 das Platinformat des Preises. 2007 folgte für das Album Good Life der German Jazz Award und zehn Jahre später den German Jazz Award in Platin. Einen German Jazz Award im Goldformat erhielt er für die Alben Don’t Wanna Dance (2009), Music to Watch Girls By (2011), Easy Christmas (2013), A Swinging Christmas (2018) und So Good To Be Me (2018).[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tom Gaebel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Colin Archive - Rocket Beans TV. In: Rocket Beans TV. Abgerufen am 13. Juni 2016.
  2. Zitat; ZDF-Mittagsmagazin vom 14. März 2007
  3. Chartverfolgung Deutschland
  4. Auszeichnungen für Musikverkäufe: DE