Mickie Krause

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Mickie Krause 2012
Mickie Krause in Mannheim 2016 auf dem La Ola Schlagerfestival

Mickie Krause (eigentlich Michael Engels; * 21. Juni 1970 in Wettringen) ist ein deutscher Sänger und Entertainer.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Jugend war er Sänger der Schulband[1] und Gruppenleiter bei der katholischen Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg.[2] Im Alter von 15 Jahren wurde er zum Bravo-Boy gewählt.[3] Nach der Schulzeit machte er zwei Ausbildungen, zum Textilveredler[4] und zum Jugend- und Heimerzieher.[5] In den 1990er Jahren war er Warm-Upper bei Birte Karalus, Oliver Geissen und Hans Meiser.[6] Außerdem war er Sänger der Schlagerband Erika Rehbein und das Schlagerkarussell.[7] Stets war er nur Sänger, er kann weder ein Instrument spielen noch Noten lesen.[8] Seine erste Single 'Anita' erschien 1998 auf dem Label Ladyland der Firma Dance Street Records, die ihn damit auch im selben Jahr nach Mallorca Live ins Riu Palace brachten. Seit 1999 tritt er regelmäßig (in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch) in der Diskothek Riu Palace an der Platja de Palma auf Mallorca auf und gehört in der Hauptsaison ebenso wie Jürgen Drews zu den erfolgreichsten Akteuren der Szene. In der Wintersaison hat er zahlreiche Auftritte bei Après-Ski-Partys in den dafür bekannten Wintersportorten sowie auf Mallorca-Partys in ganz Deutschland. Eines seiner Markenzeichen ist eine Langhaarperücke.[9] Mit dem Tragen der Perücke will er sein Privatleben schützen.[10] Er lässt keine Fotos ohne die Perücke machen.[9] Im RTL-Spendenmarathon 2006 ersteigerte Krause den „König-von-Mallorca-Mantel“ seines Kollegen Drews.

Mit dem Song Zehn nackte Friseusen hatte er 1999 seinen Durchbruch. Diese und weitere Singles schafften immer wieder den Sprung in die deutschen Hitparaden. Die Texte von Krauses Liedern stammen zum größten Teil von einem Komponisten namens Amaretto.[11] Laut hitparade.ch ist Amaretto ein Pseudonym für den Komponisten Harro Steffen,[12] der in den 1980er Jahren bereits für Nena[13] gearbeitet hat. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass es sich um den Bassisten August Wemke bzw. August Amaretto Wemke handelt, der aus der TV-Sendung Granaten wie wir bekannt ist.

Krauses Lieder sind Partymusik. In vielen seiner Songs verwendete er die Melodien bekannter Klassiker und Oldies, die mit neuen Texten versehen wurden. Supa Deutschland beispielsweise enthielt Motive aus „Guantanamera“, Orange trägt nur die Müllabfuhr basiert auf „Go West“ von den Pet Shop Boys, Ich glaub hier ist doch wieder Alkohol im Spiel verwendete stellenweise die Melodie von „John Brown's Body“ und Jan Pillemann Otze die von „Sieben Tage lang (Was wollen wir trinken)“. Ich bin solo basiert auf dem Hit Sailing von Rod Stewart.

Sein 2007 erschienenes Album „Vom Mund in die Orgel“ enthielt Einspielungen gängiger Mundorgel-Klassiker. Mit Jürgen Drews sang er "Hoch auf dem gelben Wagen". Der Titel der ersten Single aus diesem Album, Finger im Po Mexiko, geht auf einen Text von Kleist-Preisträger Max Goldt zurück.[14] Der mexikanische Botschafter in Deutschland Jorge Castro-Valle Kuehne beschwerte sich über das Lied bei Krauses Plattenfirma EMI: Wie Sie sicher verstehen werden, hat der Titel unter den Mitgliedern der in Deutschland lebenden mexikanischen Gemeinde große Empörung hervorgerufen, die zu Recht darüber verärgert sind, dass der Name Mexikos auf eine derart respektlose und vulgäre Weise verwendet wird.[15] Das Lied seiner fünften Single, Zeig doch mal die Möpse, kann er nach zwei Stimmbandoperationen nicht mehr in der Originalversion singen.[16] Den Vorwurf, seine Texte seien sexistisch und anzüglich, weist er zurück: Sie sind vielmehr doppeldeutig und immer ganz knapp oberhalb der Gürtellinie. [...] Intellektuelle, die tiefgreifende Texte hören wollen, sollen zu einem Konzert von Herbert Grönemeyer gehen.[17] Über seine musikalische Entwicklung sagte er 2014: Ich bin ja nicht mehr dieser Schmuddelsänger von 1998, „Zehn nackte Frisösen“, „Zeig doch mal die Möpse“, sondern habe mich in den letzten Jahren mit „Nur noch Schuhe an“ oder „Schatzi, schenk mir ein Foto“ auch musikalisch weiterentwickelt, einem noch größeren Publikum geöffnet und bin kompatibler und erwachsener geworden.[10] Krause arbeitet seit vielen Jahren mit den Produzenten von Xtreme Sound und Hermann Niesig zusammen.[18] Am 8. Juni 2013 trat er zum ersten Mal bei Wetten, dass..? auf. 2014 wirkte er in der deutschen Koch-Castingshow Hell’s Kitchen (Sat.1) mit. Im März 2015 nahm er im "Deutschland 2"-4er-Wok von Elton an der TV Total Wok-WM 2015 teil.

Krause lebt mit seiner Frau, drei Töchtern und einem Sohn[19] in Wettringen im Ortsteil Tie-Esch.[9] Er besitzt ein Haus auf Mallorca.[10]

Mickie Krause in Mannheim 2016

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Mickie Krause/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2001 OK…Folgendes – Meine größten Erfolge Teil 2 85
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Januar 2001
2003 Krause Alarm – Das beste Partyalbum der Welt 76
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2003
2006 Wie Blei in den Regalen 56
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Juli 2006
2007 Vom Mund in die Orgel –
Mickie Krause singt die schönsten Fahrten- und Wanderlieder!
74
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Juli 2007
2010 Entscheidung auf Mallorca 70
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Juli 2010
2012 Eins plus wie immer 30
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. August 2012
2014 Ein Wort sagt mehr als 1000 Bilder 27
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Mai 2014

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ballermann-Award
    • 2007
    • 2011: in der Kategorie „Bester Live-Act“
    • 2013: in der Kategorie „Bester Live-Act“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mickie Krause – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interviews: Mickie Krause. partyfans.com. 6. Dezember 2003. Abgerufen am 14. April 2016.
  2. Martina Schubert: Mickie Krause: „Leben baut auf Glauben auf“. Pro - Christliches Medienmagazin. 30. Oktober 2015, abgerufen am 14. April 2016.
  3. Mickie Krause klopft an die Himmelstür. citybeat.de. 5. Juni 2002, abgerufen am 14. April 2016.
  4. Lilian Schmitz: Wie feiern die Deutschen, Mickie Krause? wer-ist-thomas-mueller.de. Abgerufen am 14. April 2016.
  5. Uwe Wahlbrink: Schlagerstar Mickie Krause dirigiert Schüler im Genokolleg. Schatzi und die nackten Friseusen. Westfälische Nachrichten. 17. Mai 2013, abgerufen am 14. April 2016.
  6. Bonnticket TV- Folge 40 (Mickie Krause). Vimeo. 1. Februar 2013, abgerufen am 14. April 2016.
  7. Mickie Krause 1997 mit "Erika Rehbein und das Schlagerkarussell. YouTube. 12. September 2011, abgerufen am 14. April 2016.
  8. Mickie Krause: Heute Partylegende auf Mallorca, früher Pfadfinder im Münsterland. mallorca-blog.de. 5. Oktober 2013, abgerufen am 14. April 2016.
  9. a b c BILD und PSR besuchten Schlagerstar Mickie Krause. Schlagernacht am 11.6. im Dynamo-Stadion. Bild. 9. März 2011, abgerufen am 14. pril 2016.
  10. a b c Anne Koslowski: Mickie Krause am 16. August bei großer Schlagerparty. „Trotzdem liebe ich diesen Job“. Westfälische Nachrichten. 29. Juli 2014, abgerufen am 14. April 2016.
  11. Mickie Krause. Für geistreiche Texte ist Amaretto zuständig. DerWesten.de. 21. Februar 2013, abgerufen am 14. April 2016.
  12. Harro Steffen auf hitparade.ch. Abgerufen am 14. April 2016.
  13. Notenblatt des Nena-Songs Leuchtturm (PDF). dux-verlag.de. Abgerufen am 14. April 2016.
  14. Max Goldt, Okay Mutter, ich nehme die Mittagsmaschine. Beste Kolumnen. Zürich 1999. S. 423.
  15. Mark Pittelkau: Diplomatische Verwicklungen wegen Karnevals-Schlager. Mexiko wehrt sich gegen ,,Finger im Po‘‘. Bild.de. 30. Januar 2008, abgerufen am 14. April 2016.
  16. Charlotte Steenken: Mickey Krause im Interwiev über Sexiness, zehn nackte Friseusen und seine Kinder. „Alkohol spielt eine sehr große Rolle“. kreiszeitung.de. 4. November 2016, abgerufen am 14. April 2016.
  17. Bianca Flachenecker: Interview. „Man muss geboren sein für diesen Job“. Augsburger Allgemeine. 10. März 2011, abgerufen am 14. April 2016.
  18. Hermann Niesig auf schedlermusic.com. Abgerufen am 14. April 2016.
  19. Der erste Sohn. Mickie Krause ist wieder Vater geworden. T-Online.de. 1. Oktober 2015, abgerufen am 14. April 2016.