Trient VS

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
VS ist das Kürzel für den Kanton Wallis in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Trient (Begriffsklärung)ff zu vermeiden.
Trient
Wappen von Trient
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis VS
Bezirk: Martigny
BFS-Nr.: 6142i1f3f4
Postleitzahl: 1929
Koordinaten: 565665 / 100706Koordinaten: 46° 3′ 25″ N, 6° 59′ 42″ O; CH1903: 565665 / 100706
Höhe: 1'300 m ü. M.
Fläche: 39,6 km²
Einwohner: 178 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 4 Einw. pro km²
Website: www.trient.ch
Trient

Trient

Karte
Lac de Salanfe Lac d’Émosson Lac du Vieux Émosson Lac de Champex Lac de Fully Lac Inférieur Lac des Vaux Lac de Cleuson Lac du Grand Désert Lac de Louvie Frankreich Frankreich Kanton Waadt Bezirk Conthey Bezirk Entremont Bezirk Monthey Bezirk Saint-Maurice Bezirk Siders Bezirk Sitten Bovernier Charrat Fully Isérables Leytron Martigny Martigny-Combe Riddes Saillon Saillon Saxon VS Trient VSKarte von Trient
Über dieses Bild
w

Trient (französisch [tʀiɛ̃], frankoprovenzalisch [trəjɛ̃]) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Martigny im französischsprachigen Teil des Schweizer Kantons Wallis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde, die 22 Weiler umfasst, liegt am Fusse des Mont-Blanc-Massivs nahe der Grenze zu Frankreich. Sie liegt am gleichnamigen Flüsschen Trient, welches dem auf Gemeindegebiet liegenden Trientgletscher entspringt.

Die nordwestliche Grenze gegen die Gemeinde Finhaut wird durch die Gewässer Trient und Eau Noire gebildet, die südlichwestliche Grenze gegen Frankreich durch die vergletscherte Aiguille du Tour (3'540 m ü. M.), die südöstliche Grenze gegen Orsières durch die ebenfalls vereisten Aiguilles Dorées (3'519 m). Die nordöstliche Grenze gegen Martigny markiert der Col de la Forclaz (1'527 m).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trient ist von Martigny via die 1957 eröffnete Hauptstrasse 203 über den Col de la Forclaz erreichbar, die als Route départementale weiter nach Chamonix führt. Ans öffentliche Verkehr ist Trient durch die Postautoverbindung Martigny–Col de la Forclaz–Trient angeschlossen, im Sommer fahren ausgewählte Kurse weiter nach Châtelard-Frontière an der Staatsgrenze.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trient lebte von der Viehwirtschaft und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von der Eisgewinnung aus dem Trientgletscher. In der Belle Époque blühte der Tourismus auf. Heute leben in Trient hauptsächlich Wegpendler.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiler Les Jeurs war um 1350 ein kleines Dorf, wogegen der Weiler Trient noch ein Maiensäss war.

Kirchlich wurde Trient 1830 zum Rektorat und 1868 zur Pfarrei erhoben, doch erst 1893 trennte es sich vollends von Martigny.

Politisch spaltete sich Trient nach einer 1899 erfolgten Abstimmung im darauffolgenden Jahr von der Gemeinde Martigny-Combe ab, die ihrerseits bis 1841 zu Martigny gehört hatte.

In der Schlacht bei Trient von 1844, einem Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen den Walliser Liberalen und den Walliser Konservativen, siegten die Letzteren («alten Schweiz») über die Ersteren («junge Schweiz»).

Die Bevölkerungszahl war lange stark rückläufig. 1900 zählte die Gemeinde 329 Einwohner, 1950 188 und 2000 noch 130.[3] In jüngster Zeit konnte sie sich wieder erholen und lag per 31. Dezember 2014 bei 178.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trient – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Offizielles Kursbuch: Fahrplanfeld 12.213, 2015/16, abgerufen am 5. November 2015
  3. David Rey: Trient (VS) im Historischen Lexikon der Schweiz.