Trient VS

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VS ist das Kürzel für den Kanton Wallis in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Trient (Begriffsklärung)ff zu vermeiden.
Trient
Wappen von Trient
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton WallisKanton Wallis Wallis (VS)
Bezirk: Martigny
BFS-Nr.: 6142i1f3f4
Postleitzahl: 1929
Koordinaten: 565665 / 100706Koordinaten: 46° 3′ 25″ N, 6° 59′ 42″ O; CH1903: 565665 / 100706
Höhe: 1300 m ü. M.
Höhenbereich: 832–3540 m ü. M.[1]
Fläche: 39,56 km²[2]
Einwohner: 165 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 4 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
18,2 % (31. Dezember 2019)[4]
Website: www.trient.ch
Trient

Trient

Lage der Gemeinde
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Trient (französisch [tʀiɛ̃], frankoprovenzalisch [trəjɛ̃]) ist eine Munizipalgemeinde und eine Burgergemeinde im Bezirk Martigny im französischsprachigen Teil des Schweizer Kantons Wallis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Munizipalgemeinde, die 22 Weiler umfasst, liegt im Vallée du Trient am Fusse des Mont-Blanc-Massivs nahe der Grenze zu Frankreich. Sie liegt am gleichnamigen Flüsschen Trient, welches dem auf Gemeindegebiet liegenden Trientgletscher entspringt.

Die nordwestliche Grenze gegen die Gemeinde Finhaut wird durch die Gewässer Trient und Eau Noire gebildet, die südwestliche Grenze gegen Frankreich durch die vergletscherte Aiguille du Tour (3540 m ü. M.), die südöstliche Grenze gegen Orsières durch die ebenfalls vereisten Aiguilles Dorées (3519 m). Die nordöstliche Grenze gegen Martigny markiert der Col de la Forclaz (1527 m).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiler Les Jeurs war um 1350 ein kleines Dorf, wogegen der Weiler Trient noch ein Maiensäss war.

Kirchlich wurde Trient 1830 zum Rektorat und 1868 zur Pfarrei erhoben, doch erst 1893 trennte es sich vollends von Martigny.

Politisch spaltete sich Trient nach einer 1899 erfolgten Abstimmung im darauffolgenden Jahr von der Gemeinde Martigny-Combe ab, die ihrerseits bis 1841 zu Martigny gehört hatte.

In der Schlacht bei Trient von 1844, einem Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen den Walliser Liberalen und den Walliser Konservativen, siegten die Letzteren («alten Schweiz») über die Ersteren («junge Schweiz»).

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1900 1950 2000 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Einwohner 329 188 130 147 148 144 161 178 193 174

Die Bevölkerungszahl war lange stark rückläufig. 1900 zählte die Gemeinde 329 Einwohner, 1950 188 und 2000 noch 130.[5] In jüngster Zeit konnte sie sich wieder erholen und lag per 31. Dezember 2019 bei 165.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trient ist von Martigny via die 1957 eröffnete Hauptstrasse 203 über den Col de la Forclaz erreichbar, die als Route départementale weiter nach Chamonix führt. Ans öffentliche Verkehr ist Trient durch die Postautoverbindung Martigny–Col de la Forclaz–Trient angeschlossen, im Sommer fahren ausgewählte Kurse über den Pass «Tête Noire» weiter nach Châtelard-Frontière an der Staatsgrenze.[6]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trient lebte von der Viehwirtschaft und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von der Eisgewinnung aus dem Trientgletscher. In der Belle Époque blühte der Tourismus auf. Heute leben in Trient hauptsächlich Wegpendler.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Infanteriewerk A 61 Fort Litroz[7][8]
  • Tête-Noire-Schlucht[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Trient – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. David Rey: Trient (VS). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  6. Offizielles Kursbuch: Fahrplanfeld 12.213, 2015/16, abgerufen am 5. November 2015
  7. Fort Litroz
  8. Fort Litroz 29. August 2017: In der Festung Litroz
  9. Myswitzerland.ch: Tête-Noire-Schlucht