Unter-Sensbach

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Unter-Sensbach
Stadt Oberzent
Koordinaten: 49° 31′ 53″ N, 9° 0′ 43″ O
Höhe: 337 m ü. NHN
Fläche: 13,47 km² [LAGIS]
Einwohner: 570 (2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Eingemeindet nach: Sensbachtal
Postleitzahl: 64760
Vorwahl: 06068

Unter-Sensbach ist ein Stadtteil der am 1. Januar 2018 neu gegründeten Stadt Oberzent im südhessischen Odenwaldkreis.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter-Sensbach liegt in der Mitte des Talzuges, der von dem Sensbach in allgemeiner Nord-Süd-Richtung durchflossen wird, eingerahmt im Westen von dem bis 558 Meter aufragenden Höhenzug der Sensbacher Höhe und im Osten von einer Bergkette, die im Falkenberg 546 Meter erreicht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bestehen des Ortes ist unter dem Namen Senczelsbach seit 1353 und unter dem Namen Nieder-Sentzelspach seit 1363 urkundlich bezeugt. Hinsichtlich des Zentgerichts war Unter-Sensbach geteilt. Unter-Sensbach unter der Linde gehörte zur Pfälzischen Zent Eberbach, ober der Linde begann die Erbach-Fürstenauische Zent Beerfelden. Auf einem Bergrücken wurde 1961 am Ende der Kirchstraße eine evangelische Kirche errichtet.

Am 1. Februar 1971 schloss sich Unter-Sensbach anlässlich der Gebietsreform in Hessen freiwillig mit den Gemeinden Ober-Sensbach und Hebstahl zur Gemeinde Sensbachtal zusammen,[2][3] die wiederum am 1. Januar 2018 mit weiteren Gemeinden die Stadt Oberzent bildete.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Laufbrunnen, Stellsteinreihen und Kellerportale stehen unter Denkmalschutz neben einem bedeutenden alten Hubenhof des 17./18. Jahrhunderts in außergewöhnlich vollständigem Erhaltungszustand.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den überörtlichen Verkehr ist Unter-Sensbach durch die Landesstraße L 3120 erschlossen, die aus nordwestlicher Richtung von Beerfelden her über die Sensbacher Höhe (Sattelhöhe 525 Meter) kommt und dann den Sensbach talabwärts begleitend erst Unter-Sensbach und dann Hebstahl erreicht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsteil Unter-Sensbach. In: www.sensbachtal.de. Gemeinde Sensbachtal, archiviert vom Original am 12. Februar 2013; abgerufen am 3. September 2018.
  2. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 22 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358.
  4. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Hauptstraße 37/39 In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen