Vanderlei Luxemburgo

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Vanderlei Luxemburgo
Lula and Wanderley Luxemburgo.jpg
Luxemburgo (l) und Luiz Inácio Lula da Silva.
Spielerinformationen
Name Vanderlei Luxemburgo da Silva
Geburtstag 10. Mai 1952
Geburtsort Nova IguaçuBrasilien
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1971–1978 Flamengo Rio de Janeiro
1978 SC Internacional
1979–1980 Botafogo FR
Stationen als Trainer
Jahre Station
1981 America (RJ) (Co-Trainer)
1981–1982 CR Vasco da Gama (Co-Trainer)
1983 Campo Grande AC
1983 Rio Branco AC
1984 Friburguense AC
1984 Al-Ittihad <(Co-Trainer)
1984 Al-Ittihad
1985 EC Democrata
1986–1987 Fluminense Rio de Janeiro U-20
1987 America FC (RJ)
1987–1988 Al-Shabab
1989–1990 CA Bragantino
1991 Guarani FC
1991 Flamengo Rio de Janeiro
1992–1993 AA Ponte Preta
1993–1994 Palmeiras São Paulo
1995 Flamengo Rio de Janeiro
1995 Paraná Clube
1995–1996 Palmeiras São Paulo
1996 Paraná Clube
1997 FC Santos
1998 Corinthians São Paulo
1998–2000 Brasilien
2000 Brasilien Olympia
2001 Corinthians São Paulo
2002 Palmeiras São Paulo
2002–2003 Cruzeiro Belo Horizonte
2004 FC Santos
2004–2005 Real Madrid
2006–2007 FC Santos
2008–2009 Palmeiras São Paulo
2009 FC Santos
2010 Atlético Mineiro
2010–2012 Flamengo Rio de Janeiro
2012–2013 Grêmio Porto Alegre
2013 Fluminense Rio de Janeiro
2014–2015 Flamengo Rio de Janeiro
2015 Cruzeiro Belo Horizonte
2016 Tianjin Songjiang FC
2017– Sport Recife
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Vanderlei Luxemburgo da Silva, bekannt auch als Wanderley Luxemburgo, denn er verwendet beide Schreibweisen,[1] (* 10. Mai 1952 in Nova Iguaçu) ist ein brasilianischer Fußballtrainer. Als Spieler hatte er in den 1970er Jahren Erfolge mit dem CR Flamengo in Rio de Janeiro. Ab den 1980er Jahren wurde er zum bislang erfolgreichsten Trainer der brasilianischen Fußballgeschichte. Er gewann fünfmal die nationale Meisterschaft mit vier verschiedenen Vereinen. Zudem gewann er zwölf Staatsmeisterschaften. Außerdem war Vanderlei Luxemburgo von 1998 bis 2000 Cheftrainer der brasilianischen Nationalmannschaft.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im industriellen Nova Iguaçu nordwestlich von Rio de Janeiro geborene Luxemburgo begann mit dem Fußball Ende der 1960er Jahre in der Staatshauptstadt in der Jugend von Botafogo FR und gewann dort von 1968 bis 1970 drei Staatsmeisterschaften in Serie in seiner Altersgruppe.

1971 kam der noch 18-jährige Linksaußen zum großen Ortsrivalen CR Flamengo, bei dem er sich bald als Stammspieler integrierte. Anfangs wurde er zusätzlich in der Jugend eingesetzt wurde und gewann 1971 und 1972 die Staatsmeisterschaften. Mit der Jugendnationalmannschaft gewann er 1973 und 1974 das Juniorenturnier im südfranzösischen Cannes und fungierte als Spielführer. Mit der ersten Mannschaft Flamengos gewann er 1972, 1974 und 1978 die Staatsmeisterschaften und 1972 das Torneio do Povo. Ab 1974 hatte er bei Flamengo mit dem später 70-fachen Nationalspieler Júnior starke Konkurrenz auf seiner Position.

Nach der Meisterschaft von 1978 wechselte er zum SC Internacional in Porto Alegre, für den er aber kaum zum Einsatz kam. 1980 beendete er wiederum bei Botafogo seine Spielerlaufbahn.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Trainer der brasilianischen Fußballnationalmannschaft von 1998 bis 2000 begann Luxemburgo verheißungsvoll mit dem Gewinn der Copa América 1999. Danach häuften sich die Misserfolge. Binnen eines Monats verlor Brasilien in der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 gegen Paraguay (1:2) und gegen Chile (0:3), die zweite und die dritte brasilianische Niederlage in Qualifikationsspielen überhaupt.[2] Als Brasilien wiederum einen Monat später im Viertelfinale des olympischen Fußballturniers 2000 gegen Kamerun ausschied, wurde er entlassen. Luxemburgos Amtszeit als Trainer gilt in Brasilien als die ruhmloseste in der jüngeren Geschichte der Fußballnationalmannschaft.[3] Die brasilianische Presse warf ihm Wankelhaftigkeit vor, da er in 34 Spielen der Nationalmannschaft 91 verschiedene Spieler einsetzte.[4]

Erfolgreicher war Luxemburgo als Vereinstrainer. Vom 30. Dezember 2004 bis zum 4. Dezember 2005 trainierte er Real Madrid. Vor seinem Wechsel nach Madrid war Luxemburgo beim Pelé-Club FC Santos als Trainer tätig. Mit Santos hatte er ebenso die brasilianische Landesmeisterschaft gewonnen, wie zuvor schon mit drei anderen Vereinen, was nach wie vor Rekord in Brasilien ist.

In der Saison 2013 trainierte er den Fluminense FC, bis er im Abstiegskampf fünf Spieltage vor Saisonende entlassen wurde. Es wäre ein Novum in der Geschichte des brasilianischen Fußballs gewesen, wäre der Vorjahresmeister abgestiegen. Unter seinem Nachfolger Cristóvão Borges beendete der Verein die Saison auf einem Abstiegsplatz, hielt jedoch aufgrund einer umstrittenen Entscheidung des Sportgerichts doch noch die Klasse.[5]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft

Vereine

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alex Bellos: Futebol. The Brazilian way of life. Bloomsbury, London 2002. ISBN 0-7475-5403-X. S. 235f. Seit einem Verfahren wegen Steuerhinterziehung unterschreibt er zwar noch mit seinem amtlichen Namen Vanderlei, ansonsten verwendet er seinen „Künstlernamen“ Wanderley.
  2. Alex Bellos: Futebol. The Brazilian way of life. Bloomsbury, London 2002. S. 321.
  3. Alex Bellos: Futebol. The Brazilian way of life. Bloomsbury, London 2002. S. 322.
  4. Alex Bellos: Futebol. The Brazilian way of life. Bloomsbury, London 2002. S. 363.
  5. Sven Goldmann: Fluminense schafft doch noch den Klassenerhalt – vor Gericht. tagesspiegel.de; abgerufen am 7. Januar 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]