Vega (Rapper)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vega (2018)

Vega, bürgerlich Andre Witter (* 1985 in Langen), ist ein deutscher Rapper aus Frankfurt. Er ist Gründer und Inhaber des Plattenlabels Freunde von Niemand.[1]

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vega wurde 1985 in Langen (Hessen) als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienisch-sizilianischen Vaters geboren. Er wuchs in Höchst an der Nidder auf, einem Dorf etwa 25 km von Frankfurt entfernt. Nachdem er schon früh mit Rap in Kontakt geriet, kaufte er sich bald erstes Equipment und stellte unter dem damaligen Namen VRS eine EP mit fünf Liedern ins Internet.

Nach weiteren EPs, welche im Internet zur Verfügung gestellt wurden, veröffentlichte er 2005 – wieder im Internet – das Unzerfikkbar Mixtape, das bis heute über 5000 Mal heruntergeladen wurde. Danach wurde er Mitglied der Rapcrew Rare-Squad. Später lernte er die beiden Berliner Rapper Sentino und Kid Kobra kennen. Mit letzterem und dem Produzenten Djorkaeff nahm er anschließend den Song Nicht mehr feierlich auf, den Abroo von Buckwheats Music hörte. Dieser machte Vega dann seinem Labelboss Separate bekannt, worauf Vega bei Buckwheats Music unterschrieb.

Nach zahlreichen Features mit Künstlern seines Labels erschien schließlich im Jahr 2006 das Kollaboalbum Deutsche Probleme mit Separate. Daraufhin wurde mehrmals ein Soloalbum von Vega angekündigt, das sich jedoch trotz zahlreicher Ankündigungen immer wieder verschob. Das hatte zur Folge, dass Vega 2007 die EP Adlerjunge zum Gratisdownload anbot. Anfang 2008 trennte sich Vega von Buckwheats Music. Dennoch bestritt er danach mit Casper, Maeckes & Plan B und Pimpulsiv eine Tour, auf der er auch erste Solosongs spielte.

So wurde auch Bosca auf ihn aufmerksam. Vega war später auch am Mammut Remix von Der Beweis beteiligt, zu welchem auch ein Video veröffentlicht wurde. Ende 2008 gründete Vega gemeinsam mit dem Produzententeam Emonex (M1X) aus Mainz sein Label Butterfly Music.

Am 9. Oktober 2009 veröffentlichte Vega sein Debütalbum Lieber bleib ich broke. Anfang 2010 wurde er bei den Hiphop.de Awards 2009 als „Bester Newcomer National“ ausgezeichnet.[2] Am 30. September 2010 folgte die kostenlose Online-EP Die Wahrheit ist hässlich, auf welcher Marc Reis, Olson Rough und Sänger Tareq vertreten sind. Zudem gab Vega in dem Monat in einem Statement bekannt, dass es im Streit zwischen dem Mitgründer Emonex und ihm zu einer Trennung kam. Ebenfalls verkündete Vega, nun die von seinem Ex-Partner geschützten Namen Vega sowie Butterfly Music in Zukunft nicht mehr benutzen zu dürfen. Weiter hat Emonex die Live-Performance seiner produzierten Tracks mittels eines Anwaltsschreibens an Vega untersagt.

Im März 2011 gründete Vega das Plattenlabel Freunde von Niemand, wo neben den vorherigen Künstlern auch die Rapper Bosca, Bizzy Montana, Face, Migo und Timeless sowie die Produzenten Johnny Pepp, Cristalbeats und Jumpa unter Vertrag stehen.

Außerdem ist Vega bekennendes Mitglied der Frankfurter Ultra-Gruppe Ultras Frankfurt 97, die in seinen Texten und Videos wiederholt repräsentiert wird.

Am 13. Januar 2012 erschien Vegas zweites Album Vincent, das in Deutschland auf Platz 5 und in Österreich auf Platz 28 der Album-Charts einstieg und somit seine ersten Charterfolge für sich und sein Label Freunde von Niemand verbuchen konnte.

Sein am 11. Januar 2013 erschienenes drittes Album Nero stieg in Deutschland auf Platz 2 der Album-Charts ein. Im August 2013 wurde die Trennung von Hadi El-Dor, dem damaligen Manager von Freunde von Niemand bekannt gegeben.

Am 16. Januar 2015 erschien Vegas viertes Soloalbum Kaos, mit dem er erstmals die Spitze der deutschen Charts erreichte. Im Juni 2015 gründete Vega gemeinsam mit dem FvN-Manager Andreas Schnell ein neues Musiklabel unter dem Namen Über die Grenze. Mit Born, Samson Jones (ehemals Jonesman) und Montez gab er bereits die ersten Signings bekannt.

Am 9. März 2018 veröffentlichte Vega sein fünftes Soloalbum V, das Platz vier der deutschen Charts erreichte, sowie den zweiten Teil seines Mixtapes Dreggisch und roh.

Am 6. März 2020 erschien sein sechstes Soloalbum Locke, sein siebtes Soloalbum 069 am 12. Februar 2021.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen, Cover)
Anmerkungen Cover
 DE  AT  CH
2009 Lieber bleib ich broke
Butterfly Music
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2009
2012 Vincent
Wolfpack Entertainment
DE5
(2 Wo.)DE
AT28
(1 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 13. Januar 2012
Vincent - Cover.JPG
2013 Nero
Wolfpack Entertainment
DE2
(2 Wo.)DE
AT14
(1 Wo.)AT
CH30
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 11. Januar 2013
FVN 002 - Vega - Nero - Cover.jpg
2015 Kaos
Wolfpack Entertainment
DE1
(3 Wo.)DE
AT14
(1 Wo.)AT
CH6
(3 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 16. Januar 2015
2018 V
DE4
(3 Wo.)DE
AT12
(1 Wo.)AT
CH11
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 9. März 2018
2020 Locke
DE2
(2 Wo.)DE
AT18
(1 Wo.)AT
CH30
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 6. März 2020
2021 069
DE3
(1 Wo.)DE
CH35
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 12. Februar 2021

Kollaboalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH
2006 Deutsche Probleme
Buckwheats Music
Erstveröffentlichung: 2006
mit Separate
2016 Alte Liebe rostet nicht
Wolfpack Entertainment
DE4
(2 Wo.)DE
AT13
(1 Wo.)AT
CH8
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 2016
mit Bosca

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH
2015 [Ka:os] Live in Frankfurt
DE28
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 2015

Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH
2005 Unzerfikkbar Mixtape
Erstveröffentlichung: 2005
Online-Mixtape; als VRS
2016 Dreggisch und roh
Freunde von Niemand
CH81
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 2016
Tour- und Online-Mixtape
2018 Dreggisch und roh 2
DE89
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 2018

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH
2004 Erst der Anfang
Erstveröffentlichung: 2004
Online-EP; als VRS
2007 Adlerjunge
Erstveröffentlichung: 2007
Online-EP
2010 Die Wahrheit ist hässlich
Erstveröffentlichung: 2010
Online-EP

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH
2020 Am Boden bleiben
069
DE50
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 20. November 2020
feat. Casper & Montez
Hyänen
069
DE41
(1 Wo.)DE
CH79
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 3. Dezember 2020
feat. Samra
2021 Ich will es bar
069
DE48
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 28. Januar 2021
feat. Haftbefehl
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zu Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
2021 Waage
069
DE1DE
Charteinstieg: 19. Februar 2021
1 Waage konnte sich nicht in den offiziellen deutschen Singlecharts platzieren, erreichte jedoch Rang zwölf der Single-Trend-Charts (19. Februar 2021).[4]

Weitere Lieder

  • 2006: Nicht mehr feierlich (feat. Kid Kobra)
  • 2006: Buckwheats Excluxive (feat. Turkish)
  • 2007: Unzerfikkbar (feat. Nightlife)
  • 2007: Exclusive
  • 2008: Gottes Sohn (Remix) (feat. Charon)
  • 2008: Splash! Exclusive
  • 2009: Hand reichen
  • 2009: Keiner bleibt
  • 2009: Was ist mit dir?
  • 2009: Koma (Remix) (feat. Haftbefehl, Jonesmann, Favorite & Blaze)
  • 2010: Daniels Jack
  • 2011: Solang es schlägt (feat. Bosca)

Juice-Exclusives

  • 2007: New Kids on the Block II (feat. Blumio, Kitty Kat, Fard, KC Rebell, Flaver Taver, Casper, Rynerrr Schrott, Sprachtot, Semi B, AmmO, Der Schöne Ralf, Sucuk Ufuk, Greckoe, Phrase, Samurai, Marsimoto, Skinny Al, Animus, Morlockk Dilemma, Gregpipe, H aka N, Juvel, Lance Carvell & Adas; auf Juice-CD #75)
  • 2007: Solange ich atme (feat. Separate; auf Juice-CD #77)
  • 2007: Was ihr redet (feat. Ercandize, Marteria & Separate; auf Juice-CD #80)
  • 2009: Der Junge von der Bushalte (auf Juice-CD #99)
  • 2014: 1312 (auf Juice-CD #126)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vega gründet neues Label Freunde von Niemand (Memento vom 20. August 2011 im Internet Archive)
  2. Natalie Karlisch: Vodafone Hiphop.de Awards – Die offizielle Preisverleihung. In: Hiphop.de. 16. Februar 2010, abgerufen am 28. Oktober 2021.
  3. a b c d e f Chartquellen: DeutschlandÖsterreichSchweiz
  4. Offizielle Single Trending Charts. In: mtv.de. 19. Februar 2021, abgerufen am 19. Februar 2021.