Waldhausen (Niederösterreich)

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Marktgemeinde
Waldhausen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Waldhausen
Waldhausen (Niederösterreich) (Österreich)
Waldhausen (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Fläche: 39,92 km²
Koordinaten: 48° 31′ N, 15° 15′ OKoordinaten: 48° 31′ 0″ N, 15° 15′ 0″ O
Höhe: 682 m ü. A.
Einwohner: 1.217 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 30 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3531, 3914
Vorwahl: 02877
Gemeindekennziffer: 3 25 29
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Waldhausen 4
3914 Waldhausen
Website: www.waldhausen.gv.at
Politik
Bürgermeister: Christian Seper (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
16
3
16 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Waldhausen im Bezirk Zwettl
AllentsteigAltmelonArbesbachBad TraunsteinBärnkopfEchsenbachGöpfritz an der WildGrafenschlagGroß GerungsGroßgöttfritzGutenbrunnKirchschlagKottes-PurkLangschlagMartinsbergOttenschlag (Niederösterreich)PöllaRappottensteinSallingbergSchönbach (Niederösterreich)SchwarzenauSchweiggersWaldhausenZwettl-NiederösterreichLage der Gemeinde Waldhausen (Niederösterreich) im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Waldhausen ist eine Marktgemeinde mit 1217 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldhausen liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 39,85 km². 42,86 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 12 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2020[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Brand, Hirschenschlag, Königsbach, Loschberg, Niedernondorf, Niederwaltenreith, Obernondorf, Rappoltschlag, Waldhausen, Werschenschlag und Wiesenreith.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwettl Rastenfeld
Großgöttfritz Nachbargemeinden Lichtenau im Waldviertel
Sallingberg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter dominierte die Lozburg das Gebiet, die von manchen Historikern bei der Ortschaft Loschberg, etwa 1,7 Kilometer von Waldhausen entfernt, angenommen wird. Mangels klar zuzuordnender sichtbarer Reste ist diese Standortvermutung umstritten.[2]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Walthowsen, was soviel bedeutet wie „bei den Häusern im Wald“, stammt aus dem Jahr 1346, obschon die Kolonisierung der Gegend bereits im 12. Jahrhundert begonnen hatte.[3]

Mit 1. Jänner 1968 wurden die Gemeinden Brand, Niedernondorf und Obernondorf mit Waldhausen fusioniert. Am 18. September 1979 wurde der Gemeinde das Marktrecht verliehen.[4]

Am 21. Jänner 2006 wurde in einem Wald bei der Ortschaft Brand das Versteck der Saliera, eines aus dem Kunsthistorischen Museum Wien geraubten Kunststücks, gefunden.

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1951 1.776
1961 1.708
1971 1.643
1981 1.540
1991 1.369
2001 1.334
2011 1.266
2020 1.217

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Waldhausen (Niederösterreich)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Waldhausen

Im Jahr 2001 gab es 51 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und im Jahr 1999 laut einer Erhebung 173 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 554. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,8 Prozent.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Arbeitgeber ist das Großsägewerk von Stora Enso Timber (vormals bis August 2001 Holzindustrie Schweighofer) in Brand mit ca. 350 Mitarbeitern.

In Werschenschlag gibt es die Firma „Glaszone“, die Küchenrückwände aus Glas erzeugt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Waldhausen befindet sich ein Kindergarten[5] und eine Volksschule.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldhausen liegt an der Lokalbahn Schwarzenau–Zwettl–Martinsberg, deren Personenverkehr im Abschnitt Zwettl – Martinsberg – Gutenbrunn bereits 1986 und im Abschnitt Schwarzenau – Zwettl im Dezember 2010 eingestellt wurde. Güterverkehr besteht noch bis Waldhausen, die restliche Strecke wurde 2010 auch für den Güterverkehr eingestellt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 16, und SPÖ 3.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2015 Franz Häusler (ÖVP)
  • seit 2015 Christian Seper (ÖVP)[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Waldhausen, Lower Austria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  2. Eintrag über Loschberg auf NÖ-Burgen online – Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg
  3. Waldhausen. In: gedaechtnisdeslandes.at. Abgerufen am 23. November 2020.
  4. Gemeindeänderungen ab 1945 (Vereinigungen, Teilungen, Namens- u. Statusänderungen). Statistik Austria, S. 37, 170, abgerufen am 14. Februar 2019.
  5. NÖ-Landeskindergarten Waldhausen. In: waldhausen.gv.at. Abgerufen am 9. Oktober 2020.
  6. Volksschule Waldhausen. In: waldhausen.gv.at. Abgerufen am 9. Oktober 2020.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Waldhausen. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 31. Januar 2020.
  8. Bürgermeister Christian Seper. In: waldhausen.gv.at. Abgerufen am 13. Januar 2021.