Allentsteig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stadtgemeinde
Allentsteig
Wappen Österreichkarte
Wappen von Allentsteig
Allentsteig (Österreich)
Allentsteig
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Fläche: 71,65 km²
Koordinaten: 48° 42′ N, 15° 20′ OKoordinaten: 48° 41′ 47″ N, 15° 19′ 39″ O
Höhe: 550 m ü. A.
Einwohner: 1.736 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 24 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3804
Vorwahl: 02824
Gemeindekennziffer: 3 25 01
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptstraße 23
3804 Allentsteig
Website: www.allentsteig.gv.at
Politik
Bürgermeister: Jürgen Koppensteiner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
14
3
1
1
14 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Allentsteig im Bezirk Zwettl
AllentsteigAltmelonArbesbachBad TraunsteinBärnkopfEchsenbachGöpfritz an der WildGrafenschlagGroß GerungsGroßgöttfritzGutenbrunnKirchschlagKottes-PurkLangschlagMartinsbergOttenschlag (Niederösterreich)PöllaRappottensteinSallingbergSchönbach (Niederösterreich)SchwarzenauSchweiggersWaldhausenZwettl-NiederösterreichLage der Gemeinde Allentsteig im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ortszentrum von Allentsteig
Ortszentrum von Allentsteig
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Allentsteig ist eine Stadtgemeinde mit 1736 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich. Bekannt ist die Stadt durch den nach ihr benannten Truppenübungsplatz Allentsteig.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allentsteig liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 71,41 Quadratkilometer; 35,04 % der Fläche sind bewaldet.

Allentsteig liegt in der Mitte des Waldviertels. Es liegt auf einer Seehöhe von 550 m und etwa 15 km (Luftlinie) nordöstlich der Bezirkshauptstadt Zwettl, etwa 60 km (Luftlinie) nördlich der Landeshauptstadt St. Pölten und etwa 95 km (Luftlinie) nordwestlich der Bundeshauptstadt Wien.

Die Stadtgemeinde Allentsteig ist Mitglied der Kleinregion ASTEG.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt selbst gehören noch 14 Katastralgemeinden, davon sind bewohnt (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[1]):

  • Allentsteig (1291)
  • Bernschlag (früher eigene Gemeinde mit Zwinzen) (121)
  • Zwinzen (60)
  • Thaua (früher eigene Gemeinde mit Reinsbach und Wurmbach) (189)
  • Reinsbach (75)

Im Gebiet des Truppenübungsplatzes wurden entsiedelt:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Allentsteig
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 0,5 2,4 6,6 12,8 17,8 20,6 23,1 22,7 17,3 11,8 5,1 1,2 Ø 11,9
Min. Temperatur (°C) −4,8 −3,9 −0,9 3,1 7,7 10,6 12,5 12,3 8,6 4,5 −0,1 −3,7 Ø 3,9
Temperatur (°C) −2,4 −1,2 2,2 7,4 12,5 15,4 17,6 17,0 12,2 7,4 2,1 −1,5 Ø 7,4
Niederschlag (mm) 26 24 43 45 72 88 94 86 59 38 39 32 Σ 646
Luftfeuchtigkeit (%) 79,3 72,3 65,6 57,0 57,9 59,0 57,2 56,0 62,1 69,8 80,8 83,3 Ø 66,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
0,5
−4,8
2,4
−3,9
6,6
−0,9
12,8
3,1
17,8
7,7
20,6
10,6
23,1
12,5
22,7
12,3
17,3
8,6
11,8
4,5
5,1
−0,1
1,2
−3,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
26
24
43
45
72
88
94
86
59
38
39
32
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Zeugen gibt es aus dem Mittelalter, als unter Karl dem Großen Franken angesiedelt wurden. Das Gebiet um Allentsteig wurde von den Babenbergern an die Kuenringer verschenkt. So entstand hier eine Burg und um 1430 das Schloss Allentsteig. Der Ortsname kam aus dem illyrischen dujay (für „rauschend“) und wandelte sich im Laufe der Zeit über Tygia, Tigin und Thige zu Stige. Im Jahr 1212 hieß der Ort Adeloldstige. Um 1700 hieß er bereits Allentsteig.

Im Zuge der Reformen nach der Revolution von 1848/1849 erhielt die Stadt ein Bezirksamt.

Bei Allentsteig ist auch der Herkunftsort von Hitlers Vorfahren. Es gibt Vermutungen, dass nach dem Anschluss Österreichs ein Teil der Ortschaft umgesiedelt und ein Truppenübungsplatz angelegt wurde, um Hitlers Wurzeln zu verheimlichen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soldatenfriedhof
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Allentsteig

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bedeutendste Arbeitgeber ist direkt und indirekt das Bundesheer mit dem Truppenübungsplatz Allentsteig. Dieser wurde gleich nach dem Anschluss Österreichs im Sommer 1938 auf Befehl Adolf Hitlers angelegt, im Zuge dessen wurden Döllersheim und Strones, die Heimatdörfer seiner Eltern und Großeltern, entsiedelt.[6]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten,[7] eine Volksschule und eine Mittelschule.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1874–1907 August Dötz, auch Abgeordneter zum Niederösterreichischen Landtag und zum Reichsrat[15]
  • bis 2005 Franz Bendinger (ÖVP)
  • 2005–2015 Andreas Kramer (ÖVP)
  • 2015 Manfred Zipfinger (ÖVP)
  • seit 2015 Jürgen Koppensteiner (ÖVP)[16]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Allentsteig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. Soldatenfriedhof Allentsteig regiowiki.at
  3. Allentsteig - "Landschaftsmesser", Erinnerungsstätte am Stadtsee (1997 bis 1999). Abgerufen am 11. November 2020.
  4. Rudi Palla et al.: Valie Export, Erinnerungsstätte Allensteig. Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Kultur und Wissenschaft, 1999, abgerufen am 10. November 2020 (dt).
  5. Johanna und Erwin Uhrmann: 111 Orte im Waldviertel, die man gesehen haben muss. Emons Verlag GmbH, 2018, ISBN 978-3-7408-0346-9, S. 104–105.
  6. Alexander Musik: Wo noch immer der Weltkrieg tobt. DIE ZEIT Nr. 506 vom 6. Dezember 2007.
  7. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 3. Oktober 2020.
  8. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 28. September 2020.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Allentsteig. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 8. Dezember 2018.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Allentsteig. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 8. Dezember 2018.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Allentsteig. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 8. Dezember 2018.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Allentsteig. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 8. Dezember 2018.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Allentsteig. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 8. Dezember 2018.
  14. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Allentsteig. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 29. Januar 2020.
  15. August Dötz volxzeitung.at
  16. Dies ist die offizielle Seite der Stadtgemeinde Allentsteig: Allentsteig. Abgerufen am 12. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).
  17. Markus Füxl: Bruno Niederle ist Ehrenbürger abgerufen am 13. April 2019