Altmelon

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Marktgemeinde
Altmelon
Wappen Österreichkarte
Wappen von Altmelon
Altmelon (Österreich)
Altmelon
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Fläche: 38,31 km²
Koordinaten: 48° 27′ N, 14° 58′ OKoordinaten: 48° 27′ 0″ N, 14° 58′ 0″ O
Höhe: 880 m ü. A.
Einwohner: 849 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 22 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3633, 3925, 4372
Vorwahl: 0 28 13
Gemeindekennziffer: 3 25 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Altmelon 60
3925 Altmelon
Website: www.altmelon.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Stauderer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
13
2
13 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Altmelon im Bezirk Zwettl
AllentsteigAltmelonArbesbachBad TraunsteinBärnkopfEchsenbachGöpfritz an der WildGrafenschlagGroß GerungsGroßgöttfritzGutenbrunnKirchschlagKottes-PurkLangschlagMartinsbergOttenschlag (Niederösterreich)PöllaRappottensteinSallingbergSchönbach (Niederösterreich)SchwarzenauSchweiggersWaldhausenZwettl-NiederösterreichLage der Gemeinde Altmelon im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Klausteich
Klausteich
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Altmelon ist eine Marktgemeinde mit 849 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Zwettl im Waldviertel im Nordwesten Niederösterreichs.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marktgemeinde Altmelon bildet mit den Gemeinden Arbesbach, Groß Gerungs, Langschlag und Rappottenstein das so genannte Waldviertler Hochland, das den westlichsten Teil des Bezirkes Zwettl umfasst. Altmelon befindet sich auf einem hügeligen Hochplateau in 900 m Seehöhe und ist geprägt von Wald- und Moorlandschaften, von kleinstrukturierter Landwirtschaft und nicht zu vergessen – die örtlichen Einwohner bezeichnen sich als „steinreich“ – von zahlreichen Granitformationen, die dieser Landschaft ihren urigen Charakter verleihen. Im Gemeindegebiet, im Weinsberger Wald nahe Kleinpertenschlag, entspringt der Kleine Kamp, ein kleinerer Teil des Gemeindegebiets entwässert Richtung Naarn. Der Klausteich, ein ehemaliger Schwemmteich, wird heute als Fisch- und Badeteich genutzt. Er liegt an der Grenze zu Oberösterreich und ist über einen kurzen Fußweg erreichbar.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 11 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Altmelon (296)
  • Dietrichsbach (72)
  • Dürnberg (0)
  • Fichtenbach (52)
  • Großpertenschlag (101)
  • Kleinpertenschlag (135)
  • Kronberg (45)
  • Kronegg (63)
  • Marchstein (19)
  • Perwolfs (35)
  • Schwarzau (31)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altmelon, Dietrichsbach, Fichtenbach, Großpertenschlag, Kleinpertenschlag und Perwolfs.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbesbach
Königswiesen (OÖ) Nachbargemeinden Schönbach
St. Georgen am Walde (OÖ) Bärnkopf

Klima und Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima ist aufgrund der ungeschützten Höhenlage rau und unwirtlich, im Winter kalt und schneesicher, im Sommer angenehm. Als Bewaldung überwiegt Fichtenmischwald, in den Moorgebieten Kiefern. Die überwiegende Kulturform ist das Grünland, daneben findet man Feldfrüchte wie Kartoffel, Gerste und Roggen. Besonders eingeschränkt ist der Obstbau, man findet nur vereinzelte Apfel-, Kriecherl- und Kirschbäume.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altmelon entstand als mittelalterliche Spätrodung Anfang des 13. Jahrhunderts und wurde 1259 erstmals urkundlich als „Mailan“ erwähnt. 1263 gründete Heinrich IV. von Kuenring, damals Herr auf Burg Rappottenstein, ein Zisterzienserinnenkloster, das aber bald wieder aufgegeben wurde. Die umliegenden bäuerlichen Siedlungen Perwolfs und Perthenschlag (heute Großpertenschlag) wurden 1371 erstmals urkundlich genannt. Dietrichsbach wurde um 1700 von Ferdinand Freiherr von Dietrichstein, Besitzer der Herrschaft Arbesbach, gegründet und hatte eine Glashütte und eine Brauerei. Noch später, im 18. Jahrhundert, entstanden Kleinpertenschlag, Fichtenbach und Kronegg (früher Cronets) als Holzfällersiedlungen. 1854 konstituierten sich die Gemeinde Altmelon mit den Katastralgemeinden Altmelon, Dietrichsbach und Perwolfs und die Gemeinde Großpertenschlag bestehend aus den Katastralgemeinden Großpertenschlag, Kleinpertenschlag und Fichtenbach. Im Jahre 1970 schlossen sich beide Gemeinden unter dem Namen Pertenschlag-Melon zusammen und anlässlich der Markterhebung im Jahr 1985 wurde der Name entsprechend dem Namen der Pfarre in Altmelon geändert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2011 864
2001 922
1991 924
1981 1007
1971 1053

Quelle: Bevölkerungsentwicklung von Altmelon. (PDF) Statistik Austria

Die Einwohnerentwicklung, aufgrund der wirtschaftlichen Randlage lange Zeit negativ, konnte im letzten Jahrzehnt stabilisiert werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Altmelon
  • Pfarrkirche Altmelon: Die Pfarrkirche, dem Heiligen Jakobus dem Älteren geweiht, zeigt eine Mischung verschiedener Stile. Entsprechend der erstmaligen Nennung im Jahr 1259 sind die ältesten Teile, das Presbyterium und der seitlich angebaute Glockenturm, gotischen Ursprungs. Nach der erworbenen Selbständigkeit von der Pfarre Arbesbach Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Langhaus erhöht.
  • Bauernmuseum Altmelon: Das Museum zeigt Gebrauchsgegenstände vergangener Zeiten. Sowohl Arbeitsmittel als auch Kleidung vermitteln einen Eindruck des beschwerlichen Alltags in der Umgebung. Besonders sehenswert ist die Sammlung bäuerlicher Arbeitsmaschinen, insbesondere alter Verbrennungsmotoren.
  • Schmiedemuseum Arbesbach: Im nahen Arbesbach existiert ein Schmiedemuseum.
Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Teil der Einwohner der Gemeinde Altmelon muss auspendeln. Von den in der Heimatgemeinde Beschäftigten entfällt wiederum der größte Teil auf den Sektor Land- und Forstwirtschaft. Immer mehr an Bedeutung gewinnt der Tourismus, hauptsächlich im Sommer.

Altmelon liegt an der Greiner Straße (B119), ebenso die Orte Fichtenbach, Kronegg, Kleinpertenschlag und Marchstein.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 15 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, SPÖ 2.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2009 Josef Auer (ÖVP)
  • seit 2010 Manfred Stauderer (ÖVP)

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altmelon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)