Arbesbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Marktgemeinde
Arbesbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Arbesbach
Arbesbach (Österreich)
Arbesbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Fläche: 55,03 km²
Koordinaten: 48° 28′ N, 14° 56′ OKoordinaten: 48° 28′ 0″ N, 14° 56′ 0″ O
Höhe: 850 m ü. A.
Einwohner: 1.591 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 29 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3920, 3925
Vorwahl: 02813
Gemeindekennziffer: 3 25 02
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptplatz 35
3925 Arbesbach
Website: www.arbesbach.gv.at
Politik
Bürgermeister: Martin Frühwirth (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
17
1
1
17 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Arbesbach im Bezirk Zwettl
AllentsteigAltmelonArbesbachBad TraunsteinBärnkopfEchsenbachGöpfritz an der WildGrafenschlagGroß GerungsGroßgöttfritzGutenbrunnKirchschlagKottes-PurkLangschlagMartinsbergOttenschlag (Niederösterreich)PöllaRappottensteinSallingbergSchönbach (Niederösterreich)SchwarzenauSchweiggersWaldhausenZwettl-NiederösterreichLage der Gemeinde Arbesbach im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Dorfzentrum und Burg von Westen
Dorfzentrum und Burg von Westen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Arbesbach ist eine Marktgemeinde mit 1591 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbesbach liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 54,98 Quadratkilometer. 48,59 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 12 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[1]):

  • Arbesbach (653)
  • Brunn (126)
  • Etlas (73)
  • Haselbach (63)
  • Kamp (63)
  • Neumelon (51)
  • Pretrobruck (67)
  • Purrath (79)
  • Rammelhof (146)
  • Schönfeld (89)
  • Schwarzau (57)
  • Wiesensfeld (124)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liebenau (OÖ) Groß Gerungs
Nachbargemeinden Rappottenstein
Königswiesen (OÖ) Altmelon Schönbach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Arbesbach, genannt „Stockzahn des Waldviertels“, liegt auf über 900 m auf einer Granitformation. Sie entstand am Ende des 12. Jahrhunderts inmitten des Arbesbacher Waldes an der damaligen Fernstraße von Spitz nach Freistadt und wurde um 1190 von den Kuenringern der Linie Weitra-Rappottenstein erbaut. 1593 wurde als Ersatz für die Burg das Herrenhaus Arbesbach als Herrensitz errichtet.

Arbesbach entstand Anfang des 13. Jahrhunderts unterhalb dieser Burg als wirtschaftlicher und seelsorglicher Mittelpunkt der Herrschaft. 1246 wird die Pfarre Arwaizpach erstmals urkundlich erwähnt. Die Marktrechte des Ortes sind seit Ende des 14. Jahrhunderts bezeugt.

Die Pfarrkirche St. Ägidius wurde an der Schmalseite des regelmäßigen Rechteckplatzes erbaut. An ihrer Stelle wurde nach einem Brand im Jahr 1756 der heutige Barockbau errichtet (1761–1772).

Am südwestlich der Ortschaft gelegenen Galgenberg befindet sich in einem Wald ein Galgen, welcher im Jahr 1728 zuletzt für eine Hinrichtung benutzt wurde. Der Galgen ist auf einem Granitfelsen errichtet und besteht aus drei Steinsäulen und einem Mauerkreis mit Durchgang.[2][3][4] Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Arbesbach ein Arzt, vier Verkehrsunternehmer, vier Bäcker, zwei Fleischer, ein Friseur, fünf Gastwirte, vier Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Modehaus, ein Landmaschinenhändler, zwei Obsthändler, ein Schlosser, zwei Schmiede, drei Schneider und eine Schneiderin, fünf Schuster, drei Schweinhändler, vier Tischler, ein Uhrmacher, vier Viehhändler, zwei Viktualienhändler, ein Wagner, ein Zimmerer und mehrere Landwirte ansässig.[5]

Die Eingemeindung von Purrath und Rammelhof erfolgte am 1. Jänner 1967, die von Pretrobruck und Wiesensfeld am 1. Jänner 1970.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmiedemuseum im Ortsteil Kamp
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Arbesbach

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der URA (Union Volleyball Arbesbach) spielt in der österreichischen Bundesliga.[7]
  • Der UFCA (Union Fußball Club Arbesbach) spielt in der 2. Klasse Waldviertel Süd – Abstieg im Sommer 2010 von der 1. Klasse Waldviertel.[8]
  • Außerdem gibt es einen Stockschützen-, Tennis- und Tischtennisclub.[9]
  • Durch Arbesbach verlaufen mit dem Nord-Süd-Weitwanderweg und dem Eisenwurzenweg zwei österreichische Weitwanderwege.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitsplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Arbesbach gab es im Jahr 2011 insgesamt 542 Arbeitsplätze. Davon entfielen auf die Landwirtschaft und auf den Dienstleistungssektor jeweils vierzig Prozent und zwanzig Prozent auf den Produktionssektor.[10]

Berufspendler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 885 Erwerbstätigen, die im Jahr 2011 in Arbesbach wohnten, hatte etwas weniger als die Hälfte ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde, die übrigen pendelten aus. Aus der Umgebung kamen 134 Menschen, um in Arbesbach zu arbeiten.[11]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es zwei Kindergärten,[12] einen davon in Purrath, eine Volksschule und eine Mittelschule.[13]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2009 Josef Weidmann (ÖVP)
  • 2009–2020 Alfred Hennerbichler (ÖVP)
  • seit 2020 Martin Frühwirth (ÖVP)[19]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: Franz Holzmann (1927–2020), Bürgermeister von Arbesbach 1975–1990[20]
  • 2020: Alfred Hennerbichler, Altbürgermeister von Arbesbach[21]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Arbesbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. Die Geschichte von Arbesbach
  3. Stefan Lefnaer: Erhaltene Galgen in Österreich, in: Jost Auler (Hrsg.): Richtstättenarchäologie 2. archaeotopos-Verlag, Dormagen 2010, ISBN 978-3-938473-12-2
  4. Detaillierte Beschreibung
  5. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 194
  6. Gemeindeänderungen ab 1945 (Vereinigungen, Teilungen, Namens- u. Statusänderungen). Statistik Austria, S. 22, 41, abgerufen am 6. Februar 2019.
  7. Union Volleyball Arbesbach
  8. UFC Arbesbach
  9. Sportunion Arbesbach
  10. Ein Blick auf die Gemeinde Arbesbach, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 12. Januar 2021.
  11. Ein Blick auf die Gemeinde Arbesbach, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 12. Januar 2021.
  12. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 3. Oktober 2020.
  13. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 28. September 2020.
  14. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Arbesbach. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 11. Januar 2020.
  15. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Arbesbach. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 11. Januar 2020.
  16. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Arbesbach. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 11. Januar 2020.
  17. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Arbesbach. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 11. Januar 2020.
  18. a b Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Arbesbach. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 11. Januar 2020.
  19. Arbesbach. Abgerufen am 12. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).
  20. Trauer um Holzmann, www.noen.at, abgerufen am 26. Dezember 2020.
  21. Alfred Hennerbichler für Engagement geehrt, www.noen.at, abgerufen am 7. Dezember 2020.