Seuzach

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Seuzach
Wappen von Seuzach
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Winterthurw
BFS-Nr.: 0227i1f3f4
Postleitzahl: 8472
Koordinaten: 697211 / 265842Koordinaten: 47° 32′ 10″ N, 8° 43′ 47″ O; CH1903: 697211 / 265842
Höhe: 455 m ü. M.
Fläche: 7,56 km²
Einwohner: 7265 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 961 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
12,5 % (31. Dezember 2016)[2]
Website: www.seuzach.ch
Karte
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Seuzach (schweizerdeutsch Söizi [ˈsœi̯t͡si]) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich in der Schweiz. Die Gemeinde ist eine Agglomerationsgemeinde der Stadt Winterthur.

Zur Gemeinde Seuzach gehören auch die zwei Dorfteile Ober- sowie Unterohringen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Silber ein aufbäumendes, rotgezäumtes und gesatteltes schwarzes Pferd

Das Gemeindewappen wurde von dem Familienwappen der bis ins 15. Jahrhundert hier ansässige Ritter vom Heimenstein übernommen. Ihr Stammsitz befand sich auf einer Anhöhe nördlich des Dorfes.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Seuzach liegt wenige Kilometer nördlich der Stadt Winterthur und wird vom Gemeindegebiet von Winterthur zur Hälfte umschlossen.

Von der Gemeindefläche sind knapp 25 % Waldgebiet und Gewässerfläche, gut 44 % dienen der Landwirtschaft; knapp 10 % sind Verkehrsfläche und gut ein Fünftel ist überbaut.

Die Gemeinde Seuzach grenzt im Nordwesten an Hettlingen, im Norden an Dägerlen, im Nordosten an Dinhard und im Osten, Süden und Südwesten an die Stadt Winterthur.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SVP hat 39,0 %, die SP 18,8 %, die FDP 20,2 %, die Grünen 4,8 %, die CVP 4,7 %, und die EVP 6,7 % der Wählerstimmen. Gemeindepräsidentin ist Katharina Weibel (FDP) (Stand 2015).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seuzach ist im Jahr 1263 erstmals urkundlich erwähnt worden.

Seuzach, historisches Luftbild von 1923 aus 400 Metern Höhe, aufgenommen von Walter Mittelholzer

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche St. Martin
Reformierte Kirche mit Pfarrhaus Seuzach

In Seuzach gibt es drei Kirchen:

  • Die reformierte Kirche steht am Ende der Kirchgasse auf einer Anhöhe.
  • Die katholische Kirche St. Martin wurde im Jahr 1972 eingeweiht und besitzt einen Kirchraum, der in seiner Gestaltung ein Gesamtkunstwerk der Winterthurer Künstlerin Ro Studer-Koch ist.
  • Die Freie Evangelische Gemeinde befindet sich am Ende der Forrenbergstrasse.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr wohnen in Seuzach viele Pendler, welche in Zürich und Umgebung arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seuzach liegt an der S-Bahnlinie S 12 BruggAltstettenZürich HBStadelhofenWinterthurSeuzach/Seen und ist im Stundentakt direkt mit Zürich und jeweils 30 Minuten versetzt via S 29 WinterthurStein a. Rhein über Winterthur ebenfalls mit Zürich verbunden. An den Wochenenden wird Seuzach auch durch das Nachtnetz des Zürcher Verkehrsverbunds bedient. Die Buslinie 674 verbindet Seuzach über den Amelenberg mit dem Hauptbahnhof Winterthur.

Von der Autobahn A1 gelangt man über die Abfahrt 71 Winterthur-Ohringen auf die Hauptstrasse H15, welche durch den Ortsteil Ohringen führt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Januar 2015 lebten 7198 Menschen in Seuzach. Der Anteil der Schweizer Bürger lag bei rund 87,3 Prozent.[3]

Jahr Einwohner[4]
1962 2674
1970 3258
1980 4630
1990 5396
2000 6466
2010 7050
2015 7198

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Martin Gubler: Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 79: Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich. Band 8: Der Bezirk Winterthur Nördlicher Teil. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 1986, ISBN 3-7643-1812-0, S. 88–117.
  • Adolf Greuter: Erinnerungen an das frühere Seuzach. Greuter (Selbstverlag), Seuzach 1995.
  • Otto Sigg, Markus Brühlmeier: Seuzach. Vom Bauerndorf zur modernen Wohngemeinde. Chronos, Zürich 2011, ISBN 978-3-0340-1077-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seuzach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 20. September 2017.
  3. seuzach.ch abgerufen am 25. Februar 2012.
  4. Gemeindeporträt Kanton Zürich. In: statistik.zh.ch. Abgerufen am 10. September 2016.