Wilhelmshavener HV

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Wilhelmshavener HV
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Voller Name Wilhelmshavener Handball-Verein e.V.
Abkürzung(en) WHV
Gegründet 1995
Vereinsfarben blau/rot/gelb
Halle Nordfrost-Arena
Plätze 2.433
Trainer Christian Köhrmann
Liga 2. Bundesliga
2016/17
Rang 12. Platz
DHB-Pokal 1. Runde
Website www.whvhandball.de
Heim
Auswärts


Die Mannschaft des WHV am 27. Mai 2016 vor dem Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen

Der Wilhelmshavener HV (Wilhelmshavener Handballverein) ist ein deutscher Handballverein mit Sitz in Wilhelmshaven.

Der Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein entstand 1995 aus der Handball-Abteilung des Polizei-Sportvereins Wilhelmshaven. Seit der Saison 1999/2000 bestreitet der Verein seine Spiele unter der jetzigen Bezeichnung Wilhelmshavener HV.

2002 stieg der WHV nach gewonnener Relegation gegen die SG Solingen in die Handball-Bundesliga auf. Im ersten Bundesligajahr schlug der WHV zweimal Frisch Auf Göppingen und trotzte dem THW Kiel in eigener Halle ein Remis ab. Am Ende belegte das Team Rang 15. Die Saison 2005/2006 schloss der WHV mit dem 16. Tabellenplatz ab, so dass zwei Relegationsspiele gegen den TSV Bayer Dormagen den Verbleib in der höchsten Spielklasse sichern mussten. In der Saison 2006/2007 erreichte der Verein einen respektablen 11. Platz. Zu den Höhepunkten der Spielzeit zählte ein 34:32-Heimsieg gegen die SG Flensburg-Handewitt am 16. Mai 2007. Die Saison 2007/2008 erbrachte insgesamt nur vier Siege. Daran konnte auch der zum 18. Januar 2008 verpflichtete Trainer Klaus-Dieter Petersen nichts ändern, so dass mit dem 18. Platz nach sechs Jahren in der 1. Liga der Abstieg in die 2. Liga Nord folgte.

Im ersten Zweitligajahr nach dem Abstieg zeichnete sich schnell ab, dass dem WHV nicht der Wiederaufstieg gelingen würde. Vor der Saison 2009/2010 wurde die Mannschaft stark verjüngt: das Durchschnittsalter zu Saisonbeginn betrug 22,6 Jahre. Die Bundesligasaison begann mit sieben Niederlagen in Folge und endete schließlich mit nur neun Siegen (aus 32 Spielen) auf Platz 14. So trennte sich der Verein zum Ende der Saison einvernehmlich von Trainer Petersen; neuer Trainer wurde der bisherige Assistenztrainer Andrzey Staszewski.

Im Februar 2011 teilte der Verein mit, dass man aus finanziellen Gründen „den bereits laufenden Lizenzantrag für die neue eingleisige zweite Bundesliga nicht weiter verfolgen“ wird. Obwohl die Saison 2011/2012 in der 3. Liga West mit drei Siegen begonnen hatte, bat Trainer Staszewski im September 2011 „aus persönlichen Gründen“ um die Auflösung seines Vertrages.[1] Christian Köhrmann führte die Mannschaft bis zum Ende der Saison als Spielertrainer weiter. In dieser Funktion trainierte er die Mannschaft auch in den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14, wobei er sich immer mehr auf die Trainerfunktion von der Bank aus konzentrierte.[2] In der Saison 2014/15 gewann der WHV sämtliche Ligaspiele und stieg mit einer Bilanz von 60:0 Punkten wieder in die zweite Bundesliga auf. Die Saison 2015/16 beendete der Verein nach dem Aufstieg mit 47:33 Punkten auf Platz 6.

Seine Heimspiele bestreitet der WHV in der Nordfrost-Arena, die bei 2.200 Sitzplätzen insgesamt 2.433 Zuschauer fasst.

Der Verein hat derzeit (Stand: 1. September 2006) ca. 300 Mitglieder, darunter 170 Aktive, die sich auf elf verschiedene Mannschaften (Herren, Damen, Jugend) verteilen.

Saisonbilanzen seit 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Spielklasse Platz Sp S U V Tore Diff. Punkte
2000/01 2. Bundesliga Nord 02 32 22 5 05 0826:0714 +112 49:15
2001/02 2. Bundesliga Nord 02 36 31 1 04 1041:0839 +202 63:09
2002/03 1. Bundesliga 15 34 10 2 22 0870:0962 092 22:46
2003/04 1. Bundesliga 11 34 10 6 18 0906:0942 036 26:42
2004/05 1. Bundesliga 12 34 13 1 20 0898:0973 075 27:41
2005/06 1. Bundesliga 16 34 07 5 22 0867:0985 –118 19:49
2006/07 1. Bundesliga 11 34 11 2 21 0950:1055 −105 24:44
2007/08 1. Bundesliga 18 34 04 6 24 0866:1047 –181 14:54
2008/09 2. Bundesliga Nord 07 34 17 5 12 0992:0959 +033 39:29
2009/10 2. Bundesliga Nord 14 32 09 2 21 0901:0965 064 20:44
2010/11 2. Bundesliga Nord* 12 32 13 2 17 0919:0915 +004 28:36
2011/12 3. Liga West 6 30 15 4 11 0856:0802 +054 34:26
2012/13 3. Liga West 4 28 18 3 7 0839:0765 +074 39:17
2013/14 3. Liga West 3 30 18 8 4 0899:0824 +075 44:16
2014/15 3. Liga Nord 1 30 30 0 0 0954:0740 +214 60:00
2015/16 2. Bundesliga 6 40 22 3 15 1142:1116 +26 47:33
2016/17 2. Bundesliga 12 38 17 2 19 1054:1048 +6 36:40
Aufstieg
Abstieg

* Abstieg wegen Gründung der eingleisigen 2. Bundesliga

Kader der Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Nat. Name Pos. Geburtsdatum Letzter Verein
12 DeutscherDeutscher Dennis Doden TW 23. August 1993 ASV Hamm-Westfalen
21 DeutscherDeutscher Frederick Lüpke TW 19. Juni 1995 Eigene Jugend
05 NiederländerNiederländer Rutger ten Velde LA 5. März 1997 HV KRAS/Volendam
06 DeutscherDeutscher Sebastian Maas LA 2. Januar 1990 SC Magdeburg
08 DeutscherDeutscher Fabrice Lehmann RA 30. Dezember 1989
09 SlowakeSlowake Lukáš Kalafút RL 20. Juni 1987 HSG Varel-Friesland
10 NiederländerNiederländer Kay Smits RR 31. März 1997 Limburg Lions
11 DeutscherDeutscher Christoph Groß RL 27. September 1995 2. Mannschaft
13 NiederländerNiederländer Duncan Postel KM 16. Mai 1996 HV KRAS/Volendam
17 DeutscherDeutscher Evgeny Vorontsov RA 6. Juni 1986 TUSEM Essen
23 DeutscherDeutscher Janik Köhler RL, RM 5. November 1988 DJK Unitas Haan
24 DeutscherDeutscher Jonas Schweigart RM 5. September 1996 OHV Aurich
29 KroateKroate Matej Kožul RM 18. Mai 1992 HSG Wilhelmshaven
33 DeutscherDeutscher Tobias Schwolow RL 10. Januar 1991 TuS Wermelskirchen
44 DeutscherDeutscher Daniel Andrejew KM 26. November 1998 TSV Bayer Dormagen
93 DeutscherDeutscher René Drechsler RR 27. September 1990 1. VfL Potsdam


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wilhelmshavener HV – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrzej Staszewski verlässt den WHV
  2. nwz-online vom 31. August 2013: Handball – 3. Liga verspricht viel Spannung, abgerufen am 10. Mai 2014