Wilsberg: Mord und Beton

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Folge der Reihe Wilsberg
Originaltitel Mord und Beton
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
Cologne Filmproduktion
im Auftrag des ZDF
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Einordnung Folge 51 (Liste)
Erstausstrahlung 16. April 2016 auf ZDF
Stab
Regie Hansjörg Thurn
Drehbuch Sandra Lüpkes
Jürgen Kehrer
Produktion Sabine de Mardt
Anton Moho
Musik Fabian Römer
Steffen Kaltschmid
Kamera Uwe Schäfer
Schnitt Ollie Lanvermann
Besetzung

Mord und Beton ist die 51. Folge der Fernsehfilmreihe Wilsberg. Der Film basiert auf der Wilsberg-Figur von Jürgen Kehrer. Die Erstausstrahlung erfolgte am 16. April 2016 im ZDF. Regie führte Hansjörg Thurn, das Drehbuch schrieben Sandra Lüpkes und Jürgen Kehrer.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Springer ärgert sich über ihren Vermieter Michael Lobland, da sie seit Tagen ohne Heizung auskommen muss und einfach kein Handwerker erscheint, um den Schaden zu beheben. Deshalb beauftragt sie Privatdetektiv Georg Wilsberg, sich ihren Vermieter einmal näher anzusehen. Dazu gibt sich Wilsberg Lobland gegenüber als Investor aus, der in dessen neuen Luxuswohnungen investieren will, die er gerade zu bauen plant. Aber auch militante Aktivisten machen gegen den Baulöwen mobil, da sie den alten Industriehafen, wo dieses luxuriöses Wohn- und Büroviertel errichtet werden soll, vor dem Abriss bewahren wollen. Unter großem medialen Interesse wird bei den Gegnern des Projekts eine Razzia durchgeführt, bei der Drogen gefunden werden. Mesut Kaharasan ist sich sicher, dass ihnen jemand die Drogen untergeschoben hat, um eine rechtliche Handhabe gegen sie zu haben. Noch am gleichen Abend explodiert ein Sprengsatz in einer von ihm und seinen Mitstreitern besetzten Lagerhalle in dem alten Hafengelände.

Nachdem der Brand gelöscht ist, findet sich in der Halle die Leiche von Loblands Assistenten Tom Riese. Oliver Maaß, der Leiter des Zolleinsatzkommandos, besteht darauf mitzuermitteln, da es sich bei dem Brand um eine Verdeckungstat der Drogenhändler handeln könnte, für deren Ergreifung er zuständig wäre. Doch als dann einer der Neubaugegner tot aufgefunden wird, erscheint es Kommissarin Springer logisch, dass Lobland dahinter steckt, um den Tod seines Assistenten zu rächen. Anna bittet Wilsberg sich nun zurückzuziehen, um als gebeutelte Mieterin Loblands nicht als befangen zu gelten.

Kurz darauf wird Loblands Ehefrau entführt und es werden 2 Millionen Euro Lösegeld gefordert. Lobland ist entsetzt, denn angeblich hat er sein gesamtes Kapital in seine Bauvorhaben investiert und verfügt über keinerlei Barkapital. Dennoch ist er bereit zu zahlen und engagiert Wilsberg als Geldboten, als er herausfindet, dass dieser in Wirklichkeit ein Privatdetektiv ist und kein Investor. Obwohl die Übergabe des Lösegeldes polizeilich überwacht wird, läuft alles schief. Der Entführer bemerkt, dass er ausgetrickst werden soll und flieht mit seiner Geisel. Bei einer zweiten Forderung übernimmt Zollfahnder Oliver Maaß die Geldübergabe. Erst jetzt finden die Ermittler heraus, dass dieser ein falsches Spiel treibt und mit Helen Lobland zusammenarbeitet, die sich ihren Firmenanteil sichern will, ehe ihr Mann bankrottgeht, da sein Luxuswohnungsprojekt zu scheitern droht. Die Entführung war Plan B, nachdem weder der fingierte Drogenfund in der Lagerhalle noch die Explosion zu dem Ziel führte, mit dem Neubau der Luxuswohnungen zügig beginnen zu können. Maaß hatte die Seiten gewechselt und alle seine Mitwisser eliminiert. Loblands Assistent musste sterben, weil er zufällig bei der Zündung des Brandsatzes in der Halle dazu kam.

Helen Lobland erschießt kurz vor ihrer Ergreifung Oliver Maaß, kann dann aber durch Overbecks zielsicheres Einschreiten festgenommen werden. In ihrem Ärger droht sie an, auch ihren Mann so zu belasten, dass sie nicht allein ins Gefängnis muss. Damit ist der alte Industriehafen vorerst vor einem Abriss gerettet.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dem Song am Ende der Episode handelt es sich um We Have All The Time In The World von Louis Armstrong.

Mord und Beton erschien zusammen mit der Folge In Treu und Glauben von Polarfilm auf DVD.

Der Running Gag „Bielefeld“ verweist in dieser Folge am Ende der 30. Minute auf einen Aktenordner mit der Aufschrift: „Bielefelder Chaussee 35“, den Wilsberg in Loblands Büro entdeckt und der das Haus betrifft, in dem Anna Springer wohnt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Erstausstrahlung von Mord und Beton am 16. April 2016 im ZDF wurde der Film in Deutschland von insgesamt 6,99 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 22,8 Prozent.[1]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tilmann P. Gangloff von tittelbach.tv meinte zu diesem 50. Wilsbergfall anerkennend: auch wenn der Titel recht „einfallslos und eher wie eine Inhaltsangabe klingen“ würde, so ist „aber im Rahmen der Reihe […] ‚Mord und Beton‘ sicher zu den besten zehn Episoden“ zu zählen. „Die ungewöhnlich actionreiche, handlungsstarke und auch dramatische Geschichte […] ist ein würdiger Jubiläumsfall.“[2]

Die Redaktion von TV Spielfilm beurteilte den Krimi mit dem „Daumen nach oben“ und meinte lobend: „Im Gegensatz zu vielen launigen Vorgängern ist das Drehbuch des Autorenpaars Sandra Lüpkes/Jürgen Kehrer […] überraschend ernst.“ Und die Kritiker stellen fest: „‚Wilsberg‘-Fans müssen heute stark sein!“[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einschaltquote bei wn.de, abgerufen am 5. Februar 2017.
  2. Tilmann P. Gangloff: Lansink, Korittke, Russek, Ohrt, Kehrer, Thurn. Ein Teilweise-Jubiläum, das sitzt Filmkritik bei tittelbach.tv, abgerufen am 5. Februar 2017.
  3. TV Spielfilm: Filmkritik bei TV-Spielfilm.de abgerufen am 20. Dezember 2016.