Wilsberg: Tod im Supermarkt

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Folge der Reihe Wilsberg
Originaltitel Tod im Supermarkt
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
Cologne Filmproduktion
im Auftrag des ZDF
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Einordnung Folge 50 (Liste)
Erstausstrahlung 2. Januar 2016 auf ZDF
Stab
Regie Martin Enlen
Drehbuch Eckehard Ziedrich
Produktion Sabine de Mardt
Anton Moho
Musik Martin Skalsky
Christian Schlumpf
Michael Duss
Kamera Philipp Timme
Schnitt Monika Abspacher
Besetzung

Tod im Supermarkt ist die 50. Folge der Fernsehfilmreihe Wilsberg. Der Film basiert auf der Wilsberg-Figur von Jürgen Kehrer. Die Erstausstrahlung erfolgte am 2. Januar 2016 im ZDF. Die Vorpremiere in Münster erfolgte am 15. Dezember 2015.[1] Regie führte Martin Enlen, das Drehbuch schrieb Eckehard Ziedrich.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ekki hat Ärger mit einem Supermarkt, den er wegen eines Unfalls im Laden verklagt. Obwohl sich Ekki sicher ist, dass das Recht auf seiner Seite ist, unterstellt ihm die Gegenseite anhand seiner Rabattkarte einen übermäßigen Kauf von Alkoholika. Damit wird er als Alkoholiker eingestuft und man gibt ihm letztendlich selbst die Schuld an dem Unfall. Ekki ist außer sich und versichert solche Mengen an Alkohol nie gekauft zu haben. Am Abend nach dem Prozess sucht Ekki das Gespräch mit Marktleiter Ridderbusch, findet diesen aber erschlagen in einem Müllcontainer auf. Der Wachmann, der hinzukommt, alarmiert die Polizei und der impulsive Ekki gerät so unter dringenden Tatverdacht.

Sein Freund und Privatdetektiv Georg Wilsberg versucht, ihm zu helfen, und ermittelt verdeckt als Warenauffüller im Supermarkt. Dabei lernt er Dede kennen. Dede ist Autist und Sohn des ehemaligen Besitzers des Supermarktes. Aufgrund der vertraglichen Fixierung einer Klausel beim Verkauf des Marktes an die Supermarktkette muss er hier beschäftigt werden. Wilsberg bemerkt das Potential des Mannes, der nicht nur Einkaufspreise, Verkaufszahlen und Warenbestand im Kopf hat, sondern auch mit seinem Handy alles und jeden filmt. Er verrät Wilsberg sogar die Safekombination, die er sich auch nur durch bloßes Beobachten hatte merken können. Als der Detektiv dort nachschaut, findet er unter anderem Ekkis Rabattkarte, was die extremen Einkäufe erklärt. Denn Ekki erhielt vor Monaten eine Zweitkarte, als seine Karte an der Kasse mal nicht funktionierte hatte.

Durch seine Arbeit im Supermarkt erfährt Wilsberg, dass Marktleiter Ridderbusch versessen darauf war, in die Kölner Zentrale aufzusteigen. Ein verlorener Prozess gegen Ekki hätte seine Karriereabsichten behindert und deshalb unternahm er alles, um den Kunden unglaubwürdig zu machen. Damit wäre das Ziel erreicht, Ekki zu seinem Recht zu verhelfen.

Zur Aufklärung des Mordes kommt Wilsberg Dedes Filmmanie zu Hilfe. Obwohl Wilsberg erst die Vertuschung einer manipulierten Lieferung von Biohähnchen als Mordmotiv vermutet, liefert nun eine von Dedes Filmaufnahmen die Lösung. Dede war Zeuge einer Auseinandersetzung zwischen Ridderbusch und einer seiner Angestellten, bei der dieser sogar handgreiflich wurde. Da Dede ein ausgeprägtes Rechtsempfinden besitzt, wollte er Ridderbusch zur Rede stellen. Dies eskalierte zum Handgemenge, in dessen Verlauf Ridderbusch mit dem Kopf so fest aufschlug, dass er daran starb.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tod im Supermarkt thematisiert den Umgang mit Daten und deren Manipulierbarkeit, die das Konsumverhalten des Kunden betreffen.[2]

Bei dem Song am Ende der Episode handelt es sich um Should I Stay Or Should I Go von Jools Holland (Piano) und Kylie Minogue (Gesang).

Tod im Supermarkt erschien zusammen mit der Folge Bittere Pillen von Polarfilm auf DVD.

Der Running Gag „Bielefeld“ taucht in dieser Folge in Minute 52 auf, wo Talkötter und Wilsberg durch die Unterlagen von Filialleiter Ridderbusch schmökern, der so oft in Bielefeld tankt, dass Wilsberg konstatiert: „Eigentlich tankt der nur da!“

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Erstausstrahlung von Tod im Supermarkt am 2. Januar 2016 im ZDF wurde der Film in Deutschland von insgesamt 7,58 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 21,9 Prozent.[3]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tilmann P. Gangloff von tittelbach.tv meint anerkennend: „‚Tod im Supermarkt‘ erfüllt alle Erwartungen, die die Freunde der Reihe an die Geschichten mit dem Privatdetektiv aus Münster haben: Das Ensemble funktioniert gut wie immer, die Handlung hält einige Überraschungen bereit. Martin Enlen inszeniert seinen sechsten ‚Wilsberg‘ unauffällig, alles nicht spektakulär – aber das wollen die ‚Wilsberg‘-Fans vermutlich auch gar nicht.“[3]

Die Redaktion von TV Spielfilm beurteilte den Krimi mit dem „Daumen nach oben“ und meinte lobend: „Die Krimischnurre ist bemerkenswert weltfremd und unnachahmlich unbekümmert, was den Umgang mit Themen wie Datenschutz, Autismus und Mord angeht. Dennoch kann man sich dem Charme des Ensembles nicht entziehen – und wer wären wir, zum Jubiläum auf die Torte zu spucken?“ Und die Kritiker stellen fest: „Querkopf Wilsberg ist immer noch in Form!“[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lesung mit Jürgen Kehrer und Leonard Lansing bei wn.de abgerufen.
  2. Pass' auf deine Daten auf! bei evangelisch.de abgerufen.
  3. a b Tilmann P. Gangloff: Lansink, Korittke, Ziedrich, Enlen. Jubiläumskrimi – solide & liebevoll im Detail Filmkritik bei tittelbach.tv, abgerufen am 5. Februar 2017.
  4. TV Spielfilm: Filmkritik bei TV-Spielfilm.de abgerufen am 20. Dezember 2016.