Wilsberg: Kein Weg zurück

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Folge der Reihe Wilsberg
OriginaltitelKein Weg zurück
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
Eyeworks Germany GmbH
Länge90 Minuten
EinordnungFolge 46 (Liste)
Erstausstrahlung3. Januar 2015 auf ZDF
Stab
RegieMartin Enlen
DrehbuchSönke Lars Neuwöhner,
Natalia Geb
ProduktionSabine de Mardt,
Anton Moho
MusikMatthias Weber
KameraPhilipp Timme
SchnittMonika Abspacher
Besetzung
Chronologie

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Wilsberg: 90-60-90

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Wilsberg: Russisches Roulette

Kein Weg zurück ist die 46. Folge der Fernsehfilmreihe Wilsberg. Die Erstausstrahlung erfolgte am 3. Januar 2015 im ZDF. Regie führte Martin Enlen, das Drehbuch wurde von Sönke Lars Neuwöhner und Natalia Geb geschrieben.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alex Holtkamp wird von Enno Fellner kontaktiert, der Probleme mit den Besitzern eines Landgasthofes hat. Fellner wurde wegen Vergewaltigung an Kamilla Marks, der Mitinhaberin des Gasthofes, verurteilt und nach fünf Jahren vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen. Nach seinen Aussagen ist er unschuldig und der Prozess fehlerhaft gewesen. Frau Marks hat ein Aufenthaltsverbot gegen ihn erwirkt, was er jedoch nur schwerlich einhalten kann, da er als Busfahrer seine Fahrgäste oftmals am Gasthof absetzen muss.

Nachdem ein Unbekannter auf Kamilla Marks schießt, kommt Fellner in Verdacht und wird von Overbeck festgenommen. Da er von seiner Mutter ein Alibi bekommt, wird er wieder auf freien Fuß gesetzt. Wilsberg, der von Alex um Hilfe gebeten wird, glaubt Fellner und will die Wahrheit über die angebliche Vergewaltigung herausfinden, da er darin die Ursache für die neuen Probleme sieht. Er kann Ekki überzeugen an einer von Fellners Busreisen teilzunehmen, um dessen Vertrauen zu gewinnen, und lässt sich selbst im Gasthof der Marks als Beikoch einstellen. Dabei stellt er fest, dass der Gasthof bei weitem nicht so gut läuft, wie es die Marks vorgeben. So muss er nicht nur in der Küche helfen, sondern auch unzählige Hausmeisterarbeiten verrichten und auch als Kellner einspringen. Dabei findet er heraus, dass Sofie Degenhardt, die Assistentin der Marks, eine wichtige Rolle spielt.

Wilsberg kann an ein psychologisches Gutachten gelangen, das bei Fellners Prozess nicht anerkannt wurde, das aber eindeutig belegt, dass Kamilla Marks eine zwanghafte Lügnerin ist. Er spricht sie konkret darauf an und macht ihr klar, dass sie reinen Tisch machen und mit Fellner reden müsse.

Unerwartet wird am nächsten Tag die Leiche von Kamilla Marks im Moor gefunden. Wieder wird Fellner verhaftet und in seinem Haus auch noch die Waffe gefunden, mit der im Vorfeld auf das Opfer geschossen wurde. Wilsberg ermittelt etwas tiefgründiger und stellt fest, dass das Gewehr vom Koch der Marks in Fellners Wohnung versteckt wurde. Er spricht Paco darauf an, der die Schüsse auf seine Chefin zugibt. Schon lange ist er der Handlanger von Gert Marks, der sich erhofft, mit der Lebensversicherung seiner Frau den Gasthof wieder in Gang zu bringen. Da Wilsberg nun zu viel erfahren hat, schlägt Paco ihn nieder und sperrt ihn im Kühlraum ein. Dort wird er von Sofie Degenhardt entdeckt und wieder befreit.

Fellner gelingt es inzwischen, mit Alex als Geisel aus der Haft zu entkommen. Er will um jeden Preis rehabilitiert werden und schreckt vor nichts mehr zurück. Bewaffnet dringt er in den Gutshof ein und nimmt alle Anwesenden als Geisel, auch Wilsberg. Der kann auf Fellner einreden und ihn zum Nachdenken bewegen, aber erst Ekki, der sich spontan entscheidet, in den Gasthof zu laufen, kann Fellner zur Aufgabe überreden.

Neben Fellner werden auch der Koch Paco, Gerd Marks und seine Geliebte Sofie Degenhardt, mit der er an die hohe Lebensversicherung gelangen wollte, festgenommen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dem Song am Ende der Episode handelt es sich um Calm After the Storm von dem niederländischen Duo The Common Linnets.

Der Running Gag „Bielefeld“ wird in dieser Folge von dem Koch Paco ausgelöst. Er spricht in der 34. Minute des Films von einer Bar, die er in Bielefeld-Schildesche „in den Sand gesetzt“ hatte und deshalb jetzt die Stellung im Landgasthof hat.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Erstausstrahlung am 3. Januar 2015 gelang der 46. Episode Kein Weg zurück ein Rekord bei den Einschaltquoten. Beim Gesamtpublikum wurden 7,35 Millionen Zuschauer erreicht, was einem Marktanteil von 22,6 % entsprach.[1]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tilmann P. Gangloff von tittelbach.tv kommt zum Schluss, dass die „Wilsberg“-Folge „Kein Weg zurück“ „ein geschickt eingefädelter Krimi sei, in dem ein vermeintlicher Vergewaltiger für seine Rehabilitation kämpft. Die Rollen seien ausgezeichnet und treffend besetzt, Martin Enlens Umsetzung sei im besten Sinne routiniert, die Dialoge ausgefeilt. Der Film habe nur einen Haken: Versierte Krimi-Fans würden früh durchschauen, was sich eigentlich erst am Schluss als Clou der Geschichte entpuppen soll.[…] Davon abgesehen aber ist ‚Kein Weg zurück‘ nicht zuletzt dank der ausgefeilten Dialoge ein sehenswerter Krimi. Die Inszenierung sei zwar bis auf einige wenige ungewöhnliche Einstellungen […] unauffällig, [wird aber] abgerundet […] durch die beiläufige Art, mit der in vielen Szenen die Fragwürdigkeit männlicher Verhaltensweisen gegenüber Frauen thematisiert wird.“[2]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm urteilen verhalten: „Der wie üblich um die Serienfiguren herumgestrickte und mit ein paar putzigen Szenen gespickte Plot ist arg plakativ und absehbar.“ Fazit: „Münster als Tatort ist im Ersten klar besser.“[3]

Dennis Weber bei Quotenmeter.de wertet: „Martin Enlen schafft es mit ‚Kein Weg zurück‘, einen tollen Samstagabendkrimi zu inszenieren und sich dabei vor allen Dingen auf das Fundament der Reihe zu stützen. «Wilsberg» ist, war und bleibt eine Krimireihe, die es dennoch schafft, mit dem konträren Element der Komik positive Akzente zu setzen. Insgesamt sorgt „Kein Weg zurück“ für 90 Minuten spannende und abwechslungsreiche Unterhaltung. Dabei ist es gar nicht mal so sehr der Kriminalfall, der besonders überzeugend oder genial aufgezogen wirkt, sondern viel eher das gute und durchweg überzeugende Schauspiel der Darsteller sowie eine gehörige Prise Situationskomik.“[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manuel Nunez Sanchez: «Wilsberg» stellt «Star Biathlon» in den Schatten. Quotenmeter.de, 15. Februar 2015; abgerufen am 15. Februar 2015.
  2. Tilmann P. Gangloff: Lansink, Korittke, Klink, Lade, Hecke, Enlen. Mit mehr Ernst & einer Top-Besetzung Filmkritik bei tittelbach.tv, abgerufen am 15. Februar 2015.
  3. Wilsberg: Kein Weg zurück Filmkritik bei tvspielfilm.de, abgerufen am 15. Februar 2015.
  4. Dennis Weber: Die Kritiker: «Wilsberg – Kein Weg zurück» Filmkritik auf quotenmeter.de, abgerufen am 15. Februar 2015.