Wimsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wimsheim
Wimsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wimsheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 51′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 8,06 km²
Einwohner: 2726 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 338 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71299
Vorwahl: 07044
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 067
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 1
71299 Wimsheim
Webpräsenz: www.wimsheim.de
Bürgermeister: Mario Weisbrich
Lage der Gemeinde Wimsheim im Enzkreis
Birkenfeld Eisingen Engelsbrand Friolzheim Heimsheim Illingen Ispringen Kieselbronn Knittlingen Knittlingen Knittlingen Knittlingen Maulbronn Mönsheim Mühlacker Neuenbürg Neuhausen Niefern-Öschelbronn Ötisheim Sternenfels Tiefenbronn Wiernsheim Wimsheim Wurmberg Wurmberg Keltern Remchingen Straubenhardt Neulingen Kämpfelbach Ölbronn-Dürrn Ölbronn-Dürrn Ölbronn-Dürrn Königsbach-SteinKarte
Über dieses Bild

Wimsheim ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg, etwa 12 km südöstlich von Pforzheim und 15 km westlich von Leonberg gelegen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wimsheim liegt zwischen 390 und 496 Meter Höhe eingebettet ins obere Grenzbachtal im Heckengäu. Der Grenzbach entspringt in Wimsheim.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden von Wimsheim sind Wurmberg, Mönsheim, Friolzheim, Tiefenbronn und Pforzheim.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Wimsheim gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften. Im Gemeindegebiet liegt die Wüstung Ütingen oder Itingen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wimsheim wurde erstmals 1229 als Gut des Klosters Bebenhausen unter den Namen Winoldishen, Winmotesheim, Wimesheim und Wimitesheim urkundlich erwähnt. 1232 wurde es an das Kloster Maulbronn verkauft. Nach dem bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg kam es mit dem Kloster 1504 an Württemberg. 1634, im Dreißigjährigen Krieg, wurde der Ort niedergebrannt. Die meisten Einwohner, bis auf etwa ein Dutzend, kamen in jener Zeit durch Pest und Hunger ums Leben.

Ab 1809 gehörte Wimsheim zum Oberamt Leonberg, das 1938 zum Landkreis Leonberg wurde. Seit Auflösung dieses Kreises 1972 gehört der Ort zum Enzkreis und somit zum Regierungsbezirk Karlsruhe.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wimsheim gibt es eine evangelische Kirchengemeinde.

Die katholische Kirchengemeinde heißt Heilig Geist und ist ein Zusammenschluss aus den Gemeinden Wimsheim, Friolzheim und Heimsheim. Die katholische Kirche in Wimsheim wurde 1962 erbaut. Im Jahre 2006 wurde die Kirchenorgel erneuert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1648: 12 als Folge des Dreißigjährigen Krieges
  • 1654: 67
  • 1945: ca. 850
  • 1950: ca. 1100
  • 1961: ca. 1370
  • 1978: ca. 1850
  • 1982: ca. 2000
  • 2005: 2688
  • 2006: 2644 (31. Dez. 2006)
  • 2007: 2669 (31. Dez. 2007)
  • 2008: 2657 (Juli 2008)
  • 2011: 2609 (31. Dez. 2011, Volkszählung)
  • 2014: 2726 (31. Dez. 2014)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in Wimsheim führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[3]. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,7 % (2009: 59,0 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei Stimmen Sitze Ergebnis 2009
Freie Wähler 34,5 % 4 61,8 %, 8 Sitze
Liste Bürgerinitiative (BI) 24,3 % 3 0,0 %, 0 Sitze
Bürger für Wimsheim (BfW) 21,1 % 3 38,2 %, 4 Sitze
Wimsheim.Miteinander (WM) 20,1 % 2 0,0 %, 0 Sitze

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geplant war, dass Wimsheim eine Anschlussstelle an der projektierten Bundesautobahn 82 (Karlsruhe - Stuttgart) erhält. Dieser Autobahnanschluß ist jedoch nie gebaut worden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wimsheimer Spargel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mobilfunkturm

Der Wimsheimer Spargel ist ein 1992 errichteter, 76 Meter hoher Mobilfunkturm in Stahlbetonbauweise auf dem Leimenbuckel bei 8°49'52" östlicher Länge und 48°50'53" nördlicher Breite

Wimsheimer Dom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michaelskirche, Südseite

Die Michaelskirche wurde 1883, an alter Stelle und unter Verwendung des spätmittelalterlichen Turmes von 1514, historisierend in neuromanischen Formen neu erbaut. Architekt war Professor Robert Reinhart, der auch die Brenzkirche in Weil der Stadt entwarf. Als Baumaterial wurde der Buntsandstein der örtlichen Umgebung verwendet.

Die Orgel, zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Viktor Gruol erbaut, stammt aus Mönsheim. Sie wurde bereits für die Vorgängerkirche erworben und in den Neubau übernommen. Sie besitzt ein Manual und zehn Register. Der Prospekt steht unter Denkmalschutz.

Innenansicht der Michaelskirche

Eine Besonderheit ist die ornamentale Wandbemalung im Jugendstil. Sie ergänzt die Architektur durch Abschlussborten oder angedeutete Quadersteine, und sie enthält Elemente der christlichen Symbolik wie Palmwedel, Weinreben oder das Fischsymbol.

Die Kirche ist 30 m lang, der Chor ist 21 m breit, der Turm ohne Hahn 34 m hoch. Wegen ihrer imposanten Erscheinung wird die Kirche von der Bevölkerung Wimsheimer Dom genannt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bauernmarkt: Am letzten Februarsamstag oder ersten Märzsamstag, in der Hagenschießhalle.
  • Maifeier: Am 1. Mai bei der Radsporthalle auf dem Christian-Jentner-Platz.
  • Göckelesessen: Pfingstsamstag und Pfingstsonntag, beim Schützenhaus.
  • Sportfest: Fronleichnam-Wochenende von Mittwoch bis Sonntag, auf dem Sportgelände am Mühlweg.
  • Rettichfest: Am letzten Junisonntag oder ersten Julisonntag, Festplatz bei der Sporthalle auf dem Christian-Jentner-Platz.
  • Straßenfest: Wochenende am 3. Sonntag im Juli, in der Ortsmitte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Karl Ehmann: Abgegangene Siedlungen im Raum Pforzheim. In: Pforzheimer Geschichtsblätter V. Selbstverlag der Stadt Pforzheim, Pforzheim 1980. S. 153-184
  3. Kommunalwahldaten 2014 des Statistischen Landesamtes

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wimsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien